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Die Sternsinger sangen für den Landrat und die Kreisverwaltung – und sie brachten symbolische Gaben mit, um auf Kinderarbeit und die schlimmen Folgen davon aufmerksam zu machen. Foto: Kreisverwaltung

Sternsinger im Landratsamt

Gruppe trägt Weihnachtsbotschaft in den Kreis

KREIS GROSS-GERAU – Einer schönen Tradition folgend kamen am Freitag, 2. Januar, anlässlich des bevorstehenden Dreikönigstags (6.1.) die Sternsinger ins Landratsamt, wo Landrat Thomas Will sie empfing. Die knapp 30-köpfige Sternsingergruppe der katholischen Pfarrgruppe St. Walburga und St. Nikolaus von der Flüe (Groß-Gerau/Büttelborn) brachte Lieder und Segenssprüche dar, um die Weihnachtsbotschaft weiterzutragen: „Wir kommen zu euch und singen voll Freude. Gott kommt zu den Menschen, damals und heute.“ An der Gitarre begleitete sie Tobias Sattler.

Den Frieden und das Gute im Menschen möchten die Sternsinger fördern, gerade auch in einer kalt erscheinenden Welt. Sie wirken „Dafür“, wie sie im Foyer des Landratsamts sangen: „Licht und Hoffnung woll`n wir geben, dass es jeder sehen kann. ...Kinder brauchen Luft zum Atmen und nicht Arbeit jederzeit. ... Dafür geh`n wir auf die Straße, dafür sammeln wir das Geld: für die Kinder, die in Not sind. So verändern wir die Welt.“

Damit sprachen die Sternsinger zugleich an, unter welchem Motto die bundesweite Aktion in diesem Jahr steht: Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit. Sie sammeln Spenden, um damit Partnerorganisationen zu helfen, die armen Kindern den Besuch der Schule ermöglichen, zum Beispiel in Bangladesch.

Kurze Beispielgeschichten aus der Sicht der Kinder verdeutlichten, wie schwer es junge Menschen weltweit haben, die ihrer Familie von klein auf im Überlebenskampf helfen und mitarbeiten müssen. Die Sternsinger übergaben dem Landrat ein paar Gegenstände (z.B. Werkzeug, Erste-Hilfe-Set), um symbolisch darzustellen, welchen Gefahren diese Kinder ausgesetzt sind, deren Gesundheit gefährdet ist und deren Bildungschancen gering sind.

Landrat Will bedankte sich für die Aktion, die auch das Erneuern des Segensspruchs über einer Tür beinhaltete, spendete einen Geldbetrag und gab den Kindern mit auf den Weg, wie sie ebenfalls helfen können: indem sie darauf achten, dass sie und ihre Eltern keine Produkte kaufen, die mit Hilfe von Kinderarbeit hergestellt wurden; das können Fußbälle genauso sein wie Kleidungsstücke.

Am Schluss stärkten sich die Sternsinger im Landratsamt mit Kakao und Stückchen, ehe es weiterging, um die Weihnachtsbotschaft in Privathaushalte Auf Esch zu tragen. In den folgenden Tagen bis Sonntag (11.) sind die Sternsinger noch in Groß-Gerau und Büttelborn unterwegs, zum Beispiel in den Rathäusern, in der Kreisklinik, bei der Kreissparkasse und in Altenheimen.