Sozialplanung/Sozialberichterstattung

Sozialplanung

Sozialplanung ist eine vorrangig kommunale Aufgabe, deren Grundlage §1 des SGB I bildet. Demzufolge sollen diejenigen Dienste und Einrichtungen rechtzeitig und ausreichend zur Verfügung gestellt werden, die zur Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit und sozialer Sicherheit erforderlich sind. Ihre Funktion besteht darin, die kommunale Sozialpolitik durch geeignete Maßnahmen zu konkretisieren und spezifische Bevölkerungsgruppen in Bedarfslagen zu unterstützen (Prof. Dr. Herbert Schubert/socialnet)

Das auf Partizipation beruhende Planungsverständnis des Kreises Groß-Gerau wurde 2002 gemeinsam mit der Liga und dem Kreisausschuss verabschiedet. Es definiert Sozialplanung als eine Daueraufgabe, die gemeinsam mit allen sozialpolitischen Akteuren wie den Wohlfahrtsverbänden, den Leistungserbringern, den Städten und Gemeinden und den Bürger*innen zu bewerten ist. Die Sozialplanung erfordert, dass Sozialverwaltung, Einrichtungen und Dienste, sich regelhaft überprüfen und einschätzen.

Sozialberichterstattung

Im Jahr 2006 erteilte der Kreistag den Auftrag mit dem Sozialdatenmonitor die fachbezogene Berichterstattung zu ergänzen und damit eine kontinuierliche, fachbereichsübergreifende Beobachtung der sozialen Lage im Kreis zu ermöglichen (Kreistagsbeschluss AE/XVI/008). Der Sozialdatenmonitor wird jährlich in den fachlichen und politischen Gremien vorgestellt. Seine Daten dienen als Grundlage für die Bewertung der Sozialstruktur, Prognosen, Beobachtungen und für die Antragstellung auf Drittmittel. Er wird kreisweit eingesetzt und verwendet.

Der Sozialdatenmonitor besteht aus vier Teilberichten:
(1) Bevölkerung
(2) Beschäftigung und Arbeitslosigkeit
(3) Sozial- und Transferleistungen
(4) Inanspruchnahme von Hilfsangeboten

Die zentralen Entwicklungen in den Themenblöcken werden einmal im Jahr in einem Regionalplenum vorgestellt. Dieses findet roulierend in den drei Regionen – Süd, Mitte, Nord – statt. Hieran nehmen, neben der Verwaltung, die Bürgermeister*innen sowie die Vertreter*innen der sozialen Dienste und des Jobcenters teil. Ziel ist es, durch die gemeinsame Reflexion der Daten, unter Einbezug der Praxiserfahrungen vor Ort, zu einer gemeinsamen, datenbasierten Einschätzung der sozialen Lage zu kommen. Als Ergebnis können Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.

Die Berichte des aktuellen Sozialdatenmonitors und die zugehörige Präsentation aus dem Regionalplenum steht Ihnen als PDF zum Download zur Verfügung. Die Veröffentlichungen der Vorjahre finden Sie unter der Rubrik Archiv.

Präsentation zum Sozialdatenmonitor 2022

Vereinbarkeit von Beruf und Familie 2021

Kontakt

Sybille Bernard
Fachdienstleitung Sozialplanung
06152 989-471
s.bernard@kreisgg.de

Iris Ullrich
Sozialdatenmonitor
06152 989-84278
i.ullrich@kreisgg.de

Archiv