#KeinOrtfürHass

Gemeinsam gegen rechtsextreme Symbolik und für eine starke Demokratie im unserem Landkreis

Extremistische Sticker, Symbole und Codes begegnen uns immer häufiger auch im Kreis-Groß-Gerau und in Rüsselsheim am Main. 
Seit 2024 stellen wir vermehrt rechtsextreme Sticker und Schmierereien und menschenfeindliche Parolen im öffentlichen Raum fest und sehen Handlungsbedarf. Nur durch gemeinsames Engagement kann es gelingen, extremistischen Tendenzen wirksam entgegenzutreten. Wir möchten ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander setzen. 

Ziel der Kampagne ist es, möglichst viele Menschen zur aktiven Beteiligung zu motivieren, Handlungssicherheit im Umgang mit (rechts)extremen Symbolen zu vermitteln, demokratische Resilienz in der Bevölkerung zu stärken und Akteure in Schulen, Vereinen, Verwaltungen und der Zivilgesellschaft langfristig zu befähigen, entschieden gegen Rechtsextremismus und Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit vorzugehen.

Koordiniert wird die Kampagne von den DEXT-Fachstellen des Kreises Groß-Gerau und der Stadt Rüsselsheim am Main.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. 

Ihre DEXT-Fachstellen

Kreis Groß-Gerau                                     Stadt Rüsselsheim am Main     
06152 989 779                                           06142 83 2046
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HINWEIS: Wir bauen die Website derzeit weiter aus und ergänzen laufend neue Inhalte. Schon bald gibt es hier wieder mehr zu entdecken. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

 

Wie kann Ich mitmachen?

Die Kampagne lebt vom Mitmachen: Ob Kommune, Schule, Verein, Initiative oder engagierte Einzelperson – alle können einen Beitrag leisten, z.B.: durch Beiträge in den Sozialen Medien, gemeinsame Veranstaltungen oder andere kreative Aktionen. Mit Ihrer Beteiligung wird die Kampagne #KeinOrtfürHass eine breite Öffentlichkeit finden. Gleichzeitig kann sie dazu beitragen, dass extremistische und menschenverachtende Einstellungen hinterfragt und überwunden werden. 
Informieren Sie sich, nutzen Sie unsere Materialien, beteiligen Sie sich an Aktionen und helfen Sie mit, deutlich zu machen: In unserer Region ist kein Ort für Hass.

Ob als Kommune, Verein, Initiative, Schule, Unternehmen oder Privatperson: Gemeinsam setzen wir ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Respekt und ein demokratisches Miteinander.

Sie können sich auf vielfältige Weise beteiligen, zum Beispiel indem Sie:

  • unsere Kampagne auf Ihren Social-Media-Kanälen teilen,
  • Kampagnenmaterialien an gut sichtbaren Orten auslegen,
  • die Kampagne auf Ihrer Website verlinken oder in Ihrem Newsletter vorstellen,
  • bei Veranstaltungen auf die Kampagne aufmerksam machen,
  • Menschen aus Ihrem privaten, beruflichen oder ehrenamtlichen Umfeld zum Mitmachen motivieren. 

Zur Unterstützung stellen wir Ihnen ein kostenloses Mitmachpaket zur Verfügung. Es enthält verschiedene Materialien zur Kampagne und zum Themenkomplex, Konversationskarten und vieles mehr, das Sie direkt für Ihre Öffentlichkeitsarbeit und Ihre Aktionen nutzen können.
Bestellen Sie Ihr Mitmachpaket ab August 2026 ganz einfach per E-Mail an: netzwerk-demokratie@kreisgg.de.
Teilen Sie uns die gewünschte Anzahl, Ihren Bereichen (Schule, Verwaltung, Verein oder privat) und Ihre Versandadresse mit. 

Jede Beteiligung – ob klein oder groß – trägt dazu bei, die Botschaft der Kampagne weiterzutragen und möglichst viele Menschen zu erreichen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen ein starkes Zeichen zu setzen.

Social-Media-Aktion: Thema des Monats

Zahlen können mehr sein als eine Zahlenfolge. In extremistischen Szenen werden bestimmte Zahlenkombinationen als Abkürzungen, Erkennungszeichen oder verschlüsselte Botschaften verwendet. Ihre Bedeutung erschließt sich häufig erst, wenn man den jeweiligen Code kennt.

Dabei gilt: Nicht jede auffällige Zahl ist automatisch extremistisch. Entscheidend sind der Zusammenhang, die Gestaltung und weitere verwendete Symbole oder Aussagen.

In unserem aktuellen Social-Media-Beitrag stellen wir einige häufig verwendete Zahlencodes vor - 18, 88, 28, 14. Hier erläutern wir näher, wie diese Codes funktionieren und worauf es bei der Einordnung ankommt.

*Mit einem Klick auf farblich markierte Begriffe, gelangen Sie direkt zu den entsprechenden Quellen und weiteren Hintergrundinformationen. 


Wie funktionieren Zahlencodes?

Viele rechtsextreme Zahlencodes basieren auf der Position eines Buchstabens im Alphabet:

A = 1, B = 2, C = 3, D = 4, usw.

So können Buchstaben durch Zahlen ersetzt werden.

18 → A + H → „Adolf Hitler“

88 → H + H → „Heil Hitler“

28 → B + H →„Blood & Honour“ [ein internationales rechtsextremistisches Netzwerk; wurde in Deutschland im Jahr 2000 verboten]

Der Code 14 funktioniert anders:
Die 14 steht in der rechtsextremen Szene häufig für die sogenannten „14 Words“ („14 Worte“). Gemeint ist ein englischsprachiger rassistischer Slogan, der auf eine Aussage des US-amerikanischen Rechtsextremisten David Lane zurückgeht. Der Code 14 wird als verkürzte Anspielung auf diesen Slogan verwendet. Die Zahl kann allein oder in Kombination mit anderen rechtsextremen Codes auftreten. Eine häufige Kombination ist beispielsweise 14/88 oder 1488. 

Warum werden Zahlen statt Buchstaben verwendet?

Codes können eine Botschaft für Personen, die mit der Bedeutung vertraut sind, erkennbar machen und sie gleichzeitig für andere weniger unmittelbar verständlich erscheinen lassen. Die Bundeszentrale für politische Bildung beschreibt Zahlencodes deshalb sowohl als Wiedererkennungszeichen als auch als Mittel zur Verschlüsselung. Sie können innerhalb einer Szene identitätsstiftend wirken.

Wo können Zahlencodes auftauchen?

Zahlencodes begegnen nicht nur auf klassischen Aufklebern oder Graffiti. Sie können beispielsweise verwendet werden auf:

  • Stickern und Graffiti im öffentlichen Raum
  • Kleidung, Aufnähern und anderen Gegenständen
  • Fahnen, Emblemen oder Autokennzeichen
  • CD-Covern und anderen Medien
  • Nutzernamen und Beiträgen im Internet
  • Kommentaren, Memes oder anderen Inhalten in sozialen Medien

Auch der Verfassungsschutz weist darauf hin, dass rechtsextremistische Zeichen und Codes über soziale Netzwerke, Messenger, Foren und andere digitale Plattformen verbreitet werden.

Nicht jede Zahl ist automatisch extremistisch

Eine wichtige Regel bei der Einordnung lautet: Der Kontext zählt.
Eine 18, 28 oder 88 kann selbstverständlich auch eine völlig andere Bedeutung haben. Eine 18 kann beispielsweise eine Jahreszahl oder eine Trikotnummer sein. Auch bei anderen Zahlenkombinationen ist eine eindeutige Bewertung ohne den Zusammenhang häufig nicht möglich. Die bpb nennt beispielsweise den Sport als einen Bereich, in dem Zahlen wie 18 oder 28 auch aus völlig unpolitischen Gründen als Trikotnummern vorkommen können. 

Worauf kann ich achten?

Wenn dir eine auffällige Zahlenkombination begegnet, können folgende Fragen bei der Einordnung helfen:

Wo taucht die Zahl auf?

Wie wird sie verwendet oder dargestellt?

Welche weiteren Symbole, Begriffe oder Bilder stehen daneben?

Gibt es einen Zusammenhang mit weiteren bekannten Codes?

Wird die Zahlenkombination wiederholt oder besonders hervorgehoben?

Je mehr Hinweise zusammenkommen, desto besser lässt sich der mögliche Zusammenhang einordnen.


Gesehen? Melden!

Du hast einen auffälligen Zahlencode, Sticker, ein Graffiti oder einen entsprechenden Inhalt in den sozialen Medien oder im öffentlichen Raum entdeckt?

Du musst nicht selbst entscheiden, ob es sich tatsächlich um einen extremistischen Inhalt handelt. Wenn dir etwas auffällt und du dir bei der Bedeutung unsicher bist, kannst du deine Beobachtung melden und fachlich einordnen lassen.

Jede Meldung hilft, ein Zeichen zu setzen.

Jede Meldung wird von uns dokumentiert und hilft dabei, Entwicklungen im Kreisgebiet im Blick zu behalten.

Hier melden!


Quellen

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August 2026 - Mitmach-Paket

Mit unserer Kampagne #KeinOrtfürHass möchten wir dazu ermutigen, Haltung zu zeigen und sich aktiv gegen Hass, Ausgrenzung und extremistische Ideologien einzusetzen. Alle können mitmachen!
📦 Ab sofort könnt ihr Pakete mit Informationsmaterialien und Mitmachangeboten bei uns bestellen. 

Weitere Infos hier

Juli 2026 - Kampagnenstart

Den Start macht unser erster Beitrag, der die Kampagne vorstellt und einen Überblick darüber gibt, was Sie in den kommenden Monaten erwartet.

Bildungs- und Beratungsangebote

Sie möchten sich intensiver mit Themen wie Demokratie, Vielfalt, Antidiskriminierung oder Extremismusprävention auseinandersetzen?

Hier finden Sie Hinweise auf Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote.

Kontakt

Ansprechperson Kampagne #KeinOrtfürHass

DEXT-Fachstelle

Wida Zmarai11238+49 6152 989 779

Fach- und Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus

Nilüfer Aldmeri162+49 6152 989 772

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