
Verkaufsstand des Weltladens Dornheim bei einer Veranstaltung im Landratsamt.
Fairer Handel in Raunheim und Dornheim
KREIS GROSS-GERAU – Die beiden Weltläden im Kreis Groß-Gerau könnten unterschiedlicher kaum sein: Der eine versteckt sich hinter der modernsten Glasfassade des Rathauses in Raunheim und erinnert an einen neuen Pop-up-Store aus Frankfurt, während der andere an historischem Ort in der Alten Schule in Dornheims Ortsmitte liegt und von der zentralen Lage profitiert. Trotz ihrer Unterschiede verbindet sie eine gemeinsame Idee. Beide setzen sich dafür ein, Menschen im globalen Süden faire Bedingungen für ihre Produkte zu bieten.
Am 9. Mai wird weltweit der Internationale Tag des Weltladens begangen. Dieser Aktionstag macht auf die Bedeutung des Fairen Handels aufmerksam und lädt dazu ein, bewusste Kaufentscheidungen zu treffen, die Produzentinnen und Produzenten im Globalen Süden stärken. Die Fairtrade Steuerungsgruppe des Kreises Groß-Gerau arbeitet seit Jahren mit den Weltläden zusammen und wird durch die beiden Initiativen bei der Zertifizierung des Kreises unterstützt. Sie stehen seit vielen Jahren für nachhaltigen Konsum, transparente Lieferketten und gerechte Handelsbedingungen.
Sie bieten eine breite Auswahl an Produkten wie Kaffee, Schokolade, Kunsthandwerk oder Textilien an, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurden. Ziel ist es, Kleinproduzenten zu unterstützen, existenzsichernde Einkommen zu ermöglichen und soziale sowie ökologische Standards zu fördern. In Dornheim fließen die direkten Gewinne aus dem Laden zusätzlich in ein vorbildliches Bildungsprojekt in Kenia. Der Internationale Tag des Weltladens ist daher ein guter Anlass, bewusst innezuhalten und Alternativen im Konsum zu entdecken – direkt vor der eigenen Haustür.
Mehr Info und die Öffnungszeiten der Weltläden unter diesem Link oder unter der Mail-Adresse: fairtrade@kreisgg.de
Zur Info:
Der Kreis Groß-Gerau unterstützt seit vielen Jahren den fairen Handel und ist bei der weltweiten Kampagne Fairtrade-Towns dabei. Der Titel Fairtrade-Kreis wurde erst im Dezember 2025 um weitere zwei Jahre verlängert. Damit ist der Kreis bereits seit zehn Jahren Fairtrade-Kreis; im Jahr 2015 war er als erst zweiter Kreis in Hessen ausgezeichnet worden. Warum engagiert sich der Kreis bei Fairtrade? Mit dem Kauf und dem Verzehr fair gehandelter Produkte mit einem entsprechenden Siegel (z.B. Fairtrade, GEPA oder El Puente) werden benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern, beispielsweise Kleinbauernfamilien oder Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter, unterstützt. Darüber hinaus werden Beiträge gegen Zwangs- und Kinderarbeit und für bessere Produktions- und Erntebedingungen sowie für einen umweltschonenden Anbau ohne Pestizide, Kunstdünger und gentechnisch veränderte Organismen geleistet. „Der faire Handel ist ein wichtiges Instrument zur Armutsbekämpfung sowie zur Erzielung ökologisch nachhaltiger Produktionsstandards -und leistet einen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsförderung“, betont Landrat Thomas Will.