Werbung für Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung
Seit drei Jahren gibt es im Kreis Groß-Gerau das Projekt Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung. Dabei kooperiert das Büro für Frauen und Chancengleichheit der Kreisverwaltung mit dem GPR Klinikum in Rüsselsheim. Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, können sich im GPR Klinikum sowohl medizinisch versorgen lassen als auch die Spuren einer Vergewaltigung gerichtsfest sichern lassen, ohne dass eine polizeiliche Anzeige erfolgen muss. So können die Opfer der Gewalttat auch später noch entscheiden, ob sie Anzeige erstatten möchten.
Auf diese Möglichkeit weist der Kreis noch bis Ende November mit großen Plakaten hin; diese Aktion wird mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales ermöglicht.
In jeder Kreiskommune findet sich ein solches Plakat. In der Kreisstadt Groß-Gerau ist es nahe dem Dornberger Bahnhof angebracht worden, worauf Erster Kreisbeigeordneter Adil Oyan und Judith Kolbe, Leiterin des Büros für Frauen und Chancengleichheit, hinweisen.
Der Kreis Groß-Gerau möchte mit dem Projekt die medizinische Versorgung nach einer Vergewaltigung, auch für Menschen ohne Versicherungsschutz, sicherstellen. Zum anderen will er die hohe Dunkelziffer etwas aufhellen.
