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Vorträge über Maßnahmen von heute

Möglichkeiten des Prädatoren-Managements im Naturschutz

KREIS GROSS-GERAU – Dramatische Lebensraumveränderungen haben viele Arten vor der eigenen Haustür an den Rand des Aussterbens gebracht. Dass die Verantwortung hierfür beim Menschen und seinen Umgang mit der Natur liegt, ist wissenschaftlich unbestreitbar. Allerdings geraten als Folge der zusammengebrochenen Bestände viele Arten durch ein weiteres Phänomen in Bedrängnis, das in intakten Ökosystemen keine Konsequenzen hätte: die Prädation. Unter der Prädation wird in der Ökologie die Beziehung zwischen Raubtier und Beute verstanden, wobei das Raubtier seine Beute tötet und als Nahrungsressource nutzt.

Um über die Möglichkeiten des Prädatoren-Managements im Naturschutz zu informieren und zu sprechen, lädt der Landschaftspflegeverband (LPV) Groß-Gerau zusammen mit dem Kreisjägerverein Groß-Gerau für Samstag, 3. September, um 14.30 Uhr zu einer Info-Veranstaltung ein. In zwei Vorträgen soll vorgestellt werden, wieso ein Management mittlerweile notwendiger Bestandteil vieler Naturschutzprojekte geworden ist, und welche passiven Maßnahmen (Lebensraumaufwertungen, Schutzzäune) wie aktiven Maßnahmen (Bejagung) möglich sind.  

Den Eröffnungsvortrag hält Norbert Peter (Goethe-Universität Frankfurt), der im Projekt ZOWIAC u. a. die Nahrungsökologie von Waschbären und Marderhunden untersucht. Anschließend wird Dr. Marcel Holy (Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer e. V.) mittels Online-Zuschaltung über die langjährigen Erfahrungen im Prädatoren-Management am Dümmer berichten. 

Veranstaltungsort ist das Umweltbildungszentrum Schatzinsel Kühkopf, Außerhalb 27, 64589 Stockstadt am Rhein. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen beschränkt. Daher ist zwingend eine Voranmeldung per E-Mail an info@lpv-gg.de notwendig.

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