„Unverzichtbare Bildungsarbeit“
KREIS GROSS-GERAU – „Kriegsgräber erzählen Geschichte(n)“: So lautet das Motto für die Straßensammlung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge auch 2023. Sie findet in diesem Jahr vom 9. Oktober bis 26. November statt; Sammlergruppen können allerdings auch früher oder später aktiv werden. Darauf weist Landrat Thomas Will als Kreisvorsitzender des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Schirmherr über die Sammlung im Kreis hin.
Die Einnahmen der Sammlung werden insbesondere für Projekte der schulischen und außerschulischen Bildungs- und Erinnerungsarbeit des Volksbund-Landesverbandes genutzt. „Diese Bildungsarbeit ist unverzichtbar, wie die vielen kriegerischen Konflikte auf der Welt zeigen“, so der Landrat. Wer sich näher damit beschäftigen will, welche Projekte der Volksbund unterstützt, findet auf der Internetseite hessen.volksbund.de/jugend-bildung viele Informationen.
„Während der schreckliche Krieg in der Ukraine noch immer täglich Opfer fordert, widmet sich der Volksbund auch weiterhin den Toten der vergangenen Weltkriege“, schreibt Karl Starzacher, der Vorsitzender des Landesverbandes Hessen des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Seit dem Ende des Kalten Krieges habe der Volksbund in Osteuropa fast eine Million Tote gefunden und umgebettet.
Der Volksbund leistet zudem mit seiner Projektarbeit zum Thema Erinnerungs- und Gedenkkultur, mit der Pflege von Kriegsgräberstätten und mit seinen internationalen Jugendbegegnungen einen wertvollen Beitrag zur Verständigung und Versöhnung der Völker. Unter dem Motto „Gemeinsam für den Frieden“ wird durch Jugend-, Schul- und Bildungsarbeit das Bewusstsein gefördert, dass Krieg Konflikte niemals löst, sondern Probleme und Leid verschlimmert.
