Solidarität mit den Beschäftigten
KREIS GROSS-GERAU – Landrat Thomas Will stattete Ende des vergangenen Jahres dem Instandhaltungs- und Kombiwerk Mainz-Bischofsheim von DB Cargo einen Solidaritätsbesuch ab. Dort arbeiten aktuell in einem jungen Team 30 Beschäftigte und zwölf Auszubildende, wie Betriebsratsvorsitzender Ingmar Pfaff sagt. Sie alle sind von der Schließung des Werks bedroht, die DB Cargo im Herbst 2025 ankündigte.
„Die Belegschaft will das verständlicherweise nicht einfach hinnehmen“, so Landrat Will bei seinem Besuch. Er hofft darauf, dass die Verhandlungen, die der Betriebsrat mit der Geschäftsleitung führt, im Laufe des Jahres 2026 von Erfolg gekrönt sein werden. Gespräche sind weiter im Gange.
Der Groß-Gerauer Landrat reiht sich ein in zahlreiche Solidaritätsbekundungen und Appelle, das Werk nicht zu schließen. Bischofsheims Bürgermeisterin Lisa Gößwein setzte sich bereits ebenso für den Erhalt des hiesigen DB-Cargo-Standorts ein wie der Groß-Gerauer Kreistag, der sich in einer Resolution an Deutsche Bahn und Bundesregierung hinter die Belegschaft des Werks stellte. Landrat Thomas Will schließt sich den Worten darin an: „Angesichts der klimapolitischen Ziele und der notwendigen Verkehrswende wird das Werk Bischofsheim gebraucht. Der Schienengüterverkehr soll in den kommenden Jahren gestärkt und ausgebaut werden. Ein Rückbau von Kapazitäten steht diesem Ziel diametral entgegen und birgt die Gefahr, dass Transporte wieder auf die Straße verlagert werden – mit negativen Folgen für Umwelt, Verkehrssicherheit und die regionale Lebensqualität.“
