Netzwerktreffen im Landratsamt
KREIS GROSS-GERAU – Zum Netzwerktreffen kamen die Energie-Effizienz-Expert*innen im Kreis Groß-Gerau Anfang Februar in der Kreisverwaltung Groß-Gerau zusammen. Eingeladen dazu hatte der Fachdienst Klimaschutz des Kreises Groß-Gerau. Auf der Tagesordnung standen nebst Vernetzung und Austausch zwei inhaltliche Punkte: Der Kreis Groß-Gerau informierte zu Heizöltanks in Hochwasserschutzgebieten und die Stadt Riedstadt berichtete über das energetische Quartierskonzept, das sich aktuell in der Umsetzungsphase befindet.
Das energetische Quartierskonzept in Riedstadt war der erste inhaltlicher Schwerpunk. Prof. Dr. Benjamin Krick, Sanierungsmanager der Stadt Riedstadt, stellte das Thema vor und beschrieb die umfassende Strategie zur nachhaltigen Energieversorgung und -nutzung in Quartieren in Erfelden und Wolfskehlen. Angestrebt werden dort eine Verbesserung von Gebäudedämmung, die Installation von erneuerbaren Energien sowie die Förderung der Elektromobilität.
Im zweiten Themenblock informierte der Kreis Groß-Gerau die anwesenden Energieberater*innen über Heizölverbrauchsanlagen in Risikogebieten. Sofern Heizölanlagen in Hochwasserrisikogebieten installiert sind, müssen diese bis Januar 2033 hochwassersicher nachgerüstet werden. Sollten vorab wesentliche Änderungen an der Anlage ausgeführt werden, sind diese sogar bereits zum Zeitpunkt der Änderung hochwassersicher nachzurüsten.
Zwölf der 14 Kommunen des Kreises Groß-Gerau befinden sich entweder voll oder teilweise im Risikogebiet, d.h., sie könnten im Falle eines Deichbruchs vom Hochwasser geflutet werden. Aktuell sind rund 16.500 Anlagen von der gesetzlichen Nachrüstungspflicht betroffen.
Ist eine hochwassersichere Nachrüstung der Bestandsanlage nicht möglich, ist diese durch ein geeignetes Modell zu ersetzen. Es gibt jedoch Standorte im Kreis Groß-Gerau, für die keine geeigneten Tanks zu erwerben sind; hier bleibt nur der Umstieg auf ein anderes Heizmedium, erfuhren die Energie-Effizienz-Expert*innen bei ihrem Treffen. Auskunft darüber, ob die eigene Heizölanlage hochwassersicher nachgerüstet werden muss, erhalten Bürger*innen von der Unteren Wasser- und Bodenschutzbehörde des Kreises Groß-Gerau.
Das Netzwerk der Energie-Effizienz-Expert*innen im Kreis Groß-Gerau tagt einmal im Jahr, um über aktuelle Themen rund um die Wärme- und Energiewende im Kreis Groß-Gerau zu sprechen. Die Teilnehmer*innen sind nachweislich qualifizierte Fachkräfte für Förderprogramme des Bundes für energieeffizientes Bauen und Sanieren. Bei Fragen rund um Energieeffizienz, Energiesparen und energetische Gebäudesanierung können die Fachleute beraten.
Aus dem Kreis Groß-Gerau sind derzeit rund 40 Expert*innen gelistet. Auf der Homepage www.energie-effizienz-experten.de kann mit Hilfe der Postleitzahl ein Experte oder eine Expertin aus der Umgebung gefunden werden. Mehr Informationen zum Thema im Internet auf https://klima.kreisgg.de/ oder auf
klima@kreisgg.de.
