Mit dem Turbo in Teilzeit-Arbeit
KREIS GROSS-GERAU – Mütter, die Kinder unter 15 Jahren betreuen, stehen oft vor der Herausforderung, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Flexible Arbeitszeiten sind für viele Familien daher von entscheidender Bedeutung. Um die Integration von Müttern in den Arbeitsmarkt zu fördern und damit wichtige Erwerbspotentiale zu heben, setzt das Kommunale Jobcenter Kreis Groß-Gerau (KJC) seine erfolgreiche Veranstaltungsreihe zum Job-Turbo fort - diesmal mit einer speziellen Gruppeninformation, die sich gezielt an Frauen mit Erziehungsverantwortung richtet.
„Die berufliche Integration dieser Zielgruppe kann nicht nur die Lebensqualität der gesamten Familien verbessern, sondern auch einen Beitrag dazu leisten, den Arbeits- und Fachkräftemangel in der Region zu mindern“, betont Elke Rothenheber, Bereichsleitung Arbeitsmarkt und Integration des KJC.
Anfang September informierte die Fachstelle Erziehende am Jobcenter-Standort Bischofsheim darüber, warum sich der Schritt in die Erwerbstätigkeit aus vielerlei Gründen lohnt. Anhand konkreter Beispielrechnungen erfuhren die Teilnehmerinnen, wie der Einstieg über eine Teilzeitbeschäftigung mit unterstützenden Leistungen wie z.B. Wohngeld und Kinderzuschlag den Weg in die finanzielle Unabhängigkeit eröffnen kann.
Der Arbeitgeberservice (AGS) des Kommunalen Jobcenters präsentierte akquirierte Teilzeit-Stellenangebote regionaler Arbeitgeber, die sich mit den Betreuungszeiten der Kinder in Kindertagesstätten oder Schulen vereinbaren lassen. Mit einer individuellen Beratung zu den vorhandenen Stellenprofilen wurden nächste Schritte aktiver Bewerbungen eingeleitet. Den Abschluss der Veranstaltung bildeten konkrete Hilfestellungen für eine erfolgreiche Bewerbung. Neben den formalen Anforderungen wurden auch Fragen der überzeugenden Selbstdarstellung behandelt. „Nur wer sich wohlfühlt, strahlt auch Überzeugungskraft aus“, erläutert Elke Rotheheber abschließend. Um den Teilnehmerinnen zusätzliches Selbstbewusstsein zu verleihen, rundete eine Stil- und Farbberatung die gelungene Veranstaltung ab.
Mit dieser Initiative setzt das Kommunale Jobcenter Kreis Groß-Gerau einen weiteren wichtigen Schritt, um Mütter auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen und gleichzeitig die regionale Wirtschaft zu stärken.
Hintergrund:
Mit der Einführung des „Job-Turbo“ wollen das Bundesministerium und die Bundesagentur für Arbeit die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten beschleunigen. Grundsätzlich gilt: Wer einen Integrationskurs absolviert hat, soll so schnell wie möglich erste Erfahrungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt sammeln, weiterqualifiziert werden und berufsbegleitende (Sprach-)Fördermöglichkeiten nutzen.
Umgesetzt werden soll der „Job-Turbo“ im Rahmen eines „Drei-Phasen-Modells“, das nach einer ersten Orientierung und dem grundständigen Erwerb der deutschen Sprache eine schnellstmögliche Arbeitsaufnahme in Kombination mit beschäftigungsbegleitender Qualifizierung vorsieht. Die letzte Phase definiert sich durch die Ziele der beruflichen Beschäftigungsstabilisierung und potentiellen Weiterentwicklung zu Fachkräften.
Informationen zum Job-Turbo veröffentlicht das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter:https://www.bmas.de/DE/Arbeit/Migration-und-Arbeit/Flucht-und-Aysl/Turbo-zur-Arbeitsmarktintegration-von-Gefluechteten/turbo-zur-arbeitsmarktintegration-von-gefluechteten.html
