Mit dem Kreis in die Klima Arena
KREIS GROSS-GERAU – Der Leistungskurs Biologie der 12. Klasse des Gymnasiums Gernsheim fuhr Mitte der vergangenen Woche, angeführt von Lehrerin Stefanie Gibhart, zur Klima Arena nach Sinsheim und löste damit den ersten Preis in der Kategorie Schule bei der Eisblockwette des Kreises ein. Mit dabei war Markus Huber aus dem Fachdienst Klimaschutz des Kreises Groß-Gerau.
Mit der Eisblockwette wurde 2022 im Rahmen der Sanierungskampagne des Kreises Groß-Gerau in Zusammenarbeit mit der Deutsche Bundesstiftung Umwelt deutlich gemacht, wie wichtig es ist, seine Immobilie gut zu dämmen. Zwei Wochen lang trotzten zwei kleine Häuschen vorm Landratsamt dem Wetter. Der Unterschied bestand in der Dämmung der Außenhülle: 150 Liter Wasser waren in speziellen Kübel eingefroren und jeweils in ein Häuschen gestellt worden. Stolze 129 Liter mussten am Ende aus dem ungedämmten Haus an Wasser abgelassen werden. Im gedämmten Haus entstanden bloß 20 Liter Schmelzwasser.
„Eine wirksame Dämmung gerade auch in älteren Häusern verringert den Energieverbrauch und die Kosten dafür. Das schont die Umwelt, den Geldbeutel und erleichtert den Ausstieg aus fossiler Energieversorgung“, sagt Erster Kreisbeigeordneter Adil Oyan. „Zudem trägt ein geringerer Energiebedarf insbesondere bei Ein- und Zweifamilienhäusern mit dazu bei, dass wir unabhängiger werden in unserer Energieversorgung.“
Der Biologie-Leistungskurs des Gymnasium Gernsheim hatte im vergangenen Herbst die Eisblockwette in der Kategorie Schule gewonnen. Die Schulklasse hat sich gemeinsam der Wette angenommen und nach reichlicher Diskussion den besten Tipp für beide Modellhäuser abgegeben und somit das Ticket zur Klima Arena nach Sinsheim gelöst. „Wir haben uns sehr über den ersten Preis gefreut und werden bei den kommenden Wettbewerben des Kreises Groß-Gerau gern wieder teilnehmen“, so Stefanie Gibhart.
In der Klima Arena nahm die Klasse an einem Workshop zum Thema „Erneuerbare Energie“ teil. Dabei lernten die Schüler*innen, wie PV-Anlagen oder Windkraftanlagen funktionieren und welche Voraussetzungen die besten sind, um sauberen Strom zu produzieren. In einzelnen Versuchen konnten die Schüler*innen selbst Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen.
Der Workshop vermittelte naturwissenschaftliche Grundlagen und bot einen Einblick in die komplexen Zusammenhänge rund um das Thema Klimawandel. Bei der Ausstellung in der Haupthalle konnten die Schüler*innen zum Beispiel erfahren, wie sie durch kleine Aktionen zum Klimaschutz beitragen können. Die Ausstellung zeigt den menschlichen Einfluss auf die Erderwärmung und welche konkreten Auswirkungen einzelne Handlungen haben.
Das Gymnasium Gernsheim hat, wie alle anderen Kreisschulen, in diesem Winter 2022/2023 außerdem an der „15/20-Challenge“ im Kreis Groß-Gerau teilgenommen. Die Schulen waren gefragt, mindestens 15 bis 20 Prozent an Wärme und Energie einzusparen. Mittels Handout mit Beispielen und Methoden wurde das Thema „Sparsamer Umgang mit Energie und Wärme“ in den Unterricht integriert. Die Einsparmaßnahmen trugen dazu bei, dass in allen 43 Schulen im Kreis Groß-Gerau hochgerechnet gut 4,15 Millionen Kilowattstunden Wärmeenergie eingespart wurden.
