Menschen und Pflanzen im Exil
KREIS GROSS-GERAU – Auf eine öffentliche Führung macht die KulturRegion FrankfurtRheinMain aufmerksam. Diese wird am Donnerstag, 15. Februar, um 18 Uhr im Walldorfer Museum angeboten. Dort ist im Februar die Ausstellung „Wurzeln schlagen. Menschen und Pflanzen im Exil“ zu sehen. Die Schau zeigt den Einfluss der europäischen Geschichte auf die Entwicklung der Kulturlandschaft und der Alltagskulturen in Küche, Ernährung, Garten und Landwirtschaft. Die Verbreitung von Pflanzen, Techniken und Erfindungen steht in direktem Zusammenhang mit der Reformation, der Aufklärung und den Wegen des Exils.
Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei. Veranstalter sind dasMuseum Walldorf und der Verein Hugenotten- und Waldenserpfad e. V. Die kulturgeschichtliche Wanderausstellung ist Teil einer europäischen Gesamtausstellung, die unter dem Rahmenthema „Exil, Integration und Verwurzelung“ die Beiträge der Glaubensflüchtlinge Hugenotten und Waldenser zur Kulturgeschichte von Acker- und Gartenbau, Ernährung und Kochkultur präsentiert und interpretiert. „Historische, botanische, pädagogische, theologische und interkulturelle Aspekte ergänzen sich in dieser Ausstellung“, informiert der Verein Hugenotten- und Waldenserpfad.
Motivation der Ausstellung sei es, über die historischen Dimensionen hinaus auf das Andere, Neue einer Kultur zu schauen, Toleranz zu entwickeln und diskriminierendes Denken abzubauen.
Das Museum in der Langgasse 43 hat donnerstags von 15 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Kontakt: museum@moerfelden-walldorf.de, 06105 938875.
