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Kreis setzt Beschluss rasch um

Einsatz für Erhalt der Binnendifferenzierung an IGS

KREIS GROSS-GERAU – Das Vorhaben des Kreises Groß-Gerau, die bestehenden Strukturen in der Binnendifferenzierung an den Integrierten Gesamtschulen (IGS) beim Schulträger Kreis Groß-Gerau zu erhalten, kann wie geplant und wie angekündigt umgesetzt werden: Der Kreisausschuss hat in dieser Woche beschlossen, die Ausfallkosten zu übernehmen, die durch die Entscheidung des Kultusministeriums entstehen, ab dem kommenden Schuljahr den IGS in Hessen den Zuschlag für die Binnendifferenzierung erheblich zu kürzen, teilt Landrat Thomas Will mit. Im Jahr 2026 werden 191.250 Euro haushaltswirksam für den Kreis, im nächsten Jahr dann 267.750 Euro.

„Wir werden den Beschluss nun zeitnah umsetzen“, so der Landrat. Die Verwaltung werde die Konzepte auf die jeweilige Schule bezogen abstimmen. Die betroffenen Schulen hätten sich erleichtert gezeigt, dass diese Lösung gefunden wurde. „Die Kompensation ist alternativlos, um weitere Belastungen in der Jugendhilfe zu verhindern“, betont Thomas Will. „Allein eine zusätzliche stationäre Unterbringung kann in einem Jahr höhere Kosten verursachen, als Beträge, die wir jetzt in die Hand nehmen“.

Auch wenn das Land bei der Binnendifferenzierung letztlich nur für ein Jahr Mittel kürzen will – was in den Integrierten Gesamtschulen unter Kreisträgerschaft insgesamt 211 Stunden pro Woche weniger bedeutet –, hätte schon diese Unterbrechung länger andauernde strukturelle Probleme verursachen können. Darum wird sich der Kreis mit den IGS und für die IGS weiterhin dafür einsetzen, dass die Kürzungen ab dem Schuljahr 2027/28 tatsächlich zurückgenommen werden und dass es auch keine anderen Verschlechterungen für das Bildungssystem gibt.

Martin-Niemöller-Schule Foto