Erfolgreicher Start der DEXT-Reihe
KREIS GROSS-GERAU – Die Vortragsreihe „Demokratieförderung in Schule und Jugendarbeit“ der DEXT-Fachstellen aus Südhessen, die sie in diesem Schulhalbjahr gemeinsam veranstalten, hat am 20. Oktober begonnen. Die Abkürzung DEXT steht für „Demokratieförderung und phänomenübergreifende Extremismusprävention“. Die Fachstellen werden vom Innenministerium des Landes Hessen gefördert und sind in Südhessen aktuell in der Stadt Rüsselsheim am Main, im Kreis Groß-Gerau, im Kreis Darmstadt-Dieburg sowie im Kreis Bergstraße vertreten.
Die Veranstaltungsreihe bietet vor allem pädagogischen Fachkräften, Lehrkräften aber auch allen Interessierten aus Südhessen die Gelegenheit, sich intensiv mit aktuellen Herausforderung der Demokratieförderung sowie Radikalisierungstendenzen auseinanderzusetzen.
Die Fachstelle der Bergstraße organisierte die erste Veranstaltung der Reihe zum Thema „Herkunftsnationale Konflikte in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“. Die Islamwissenschaftlerin Dženeta Isaković erklärte in ihrem Vortrag, inwiefern die biografische Herkunft, das heißt die Migrationsgeschichte von Kindern und Jugendlichen oder gar die ihrer Eltern, zu Abgrenzungstendenzen führen kann. Konflikte, die im Herkunftsland entstanden sind - beispielsweise Konflikte wie zwischen Russland und der Ukraine oder auch sehr alte Konflikte wie zwischen Israel und Palästina - bergen Potenzial für Ausgrenzung, Diskriminierung und können Kinder und Jugendliche in ihrer eigenen Identitätsfindung beeinflussen.
Wie man mit solchen möglichen Konflikten pädagogisch umgehen kann, erläuterte die Referentin den rund 25 Teilnehmenden. Sie betonte unter anderem, dass es wichtig sei, entsprechend sensibel zu reagieren, um die Situation richtig einzuschätzen. Dabei sei es vor allem wichtig, weder überhart zu reagieren noch die Situation zu verharmlosen oder gar zu ignorieren.
Neben der Präsentation von Best-Practice-Beispielen und Anlauf- und Beratungsstellen bot sich während der Veranstaltung auch die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. So nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit für einen kollegialen Austausch.
Begleitet von weiteren hessischen Kooperationspartnern geht es in der Veranstaltungsreihe am 24. November weiter mit dem Workshop „Über den ältesten Hass der Welt – Antisemitismus: früher und heute“. Am 15. Dezember folgt der Vortrag „Worte, die wehtun“ zu diskriminierender und radikaler Sprache. Im Januar und Februar sind dann noch zwei Veranstaltungen zu den Themen „Klassismus – Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft“ sowie „Anti-Schwarzer Rassismus – Anforderungen und Ansätze in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen“ geplant.
Nähere Informationen zu den Veranstaltungen sowie zur Anmeldung finden sich im Internet: www.eveeno.com/dext-suedhessen.
