Der Mensch im Mittelpunkt
KREIS GROSS-GERAU – Dauerhaft auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen ist nicht nur eine Frage berufsrelevanter Qualifikationen. Auch eine stabile Gesundheit ist von zentraler Bedeutung, um eine Erwerbstätigkeit aufnehmen und aufrecht erhalten zu können.
Gesundheitliche Probleme können Arbeitslosigkeit verursachen oder verstetigen. Der Zustand der Arbeitslosigkeit ist für Menschen auf Dauer extrem belastend und löst wiederum körperliche und seelische Beeinträchtigungen aus. Diesen Teufelskreis kennen die Kommunalen Jobcenter in Hessen genau und gehen gezielt dagegen an. Medizinisch fundierte Angebote zur Prävention und Gesundheitsförderung entwickeln sich seit Jahren zu einer tragenden Säule im Instrumentenkoffer der Kommunalen Jobcenter, um Menschen zu mobilisieren und in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
„Es ist der ganzheitliche Blick auf den Menschen, der gutes Fallmanagement im Jobcenter ausmacht“, erläutert Elke Rothenheber, Bereichsleitung Arbeitsmarkt und Integration im Kommunalen Jobcenter Kreis Groß-Gerau. „Wir wissen längst, wie maßgeblich die physische und psychische Gesundheit für den Erfolg am Arbeitsmarkt ist.“
Das Engagement der Mitarbeitenden in den Kommunalen Jobcentern erschöpfe sich nicht darin, für Betroffene Kurse zu buchen. Vielmehr erfolge eine ganzheitliche Betrachtung und Beratung, die psychosozialen Herausforderungen ein stets größeres Augenmerk einräume. Die Fachleute rücken dabei eine breite Palette von Themen und Angeboten in den Fokus: Von Bewegungsangeboten über die Aufklärung zu Suchterkrankungen, Maßnahmen, um die Stress-Resilienz zu stärken, bis hin dazu, dass das Fallmanagement im Einzelfall eine Lotsenfunktion bei der weiteren ärztlichen und therapeutischen Begleitung, etwa in Reha-Verfahren, wahrnimmt.
Das Kommunale Jobcenter Kreis Groß-Gerau zeigt sich mit einem entsprechend breiten Portfolio an Angeboten gut aufgestellt und bietet unterschiedliche Kurse zur Stabilisierung der körperlichen und psychischen Gesundheit an. „Darüber hinaus beteiligen wir uns sehr aktiv an Modellvorhaben und Ausschreibungen im Rahmen geförderter Bundesprogramme“, betont Elke Rothenheber. „Hierdurch können wir, wie im Rahmen des bundeweiten Programms ’teamw()rk für Arbeit und Gesundheit’, kostenlose Präventionskurse zu Stressbewältigung, Ernährungsberatung und Bewegung für Leistungsempfänger*innen anbieten oder Sonderprojekte realisieren, die ganz konkret an unseren Bedarfen ausgerichtet sind und uns gleichzeitig erlauben, neue Wege zu beschreiten.“
Das Projekt „V-I-T“ (Vernetzen-Interaktion-Teilhabe), das das Kommunale Jobcenter Kreis Groß-Gerau in koordinierender Funktion und gemeinsam mit dem Jobcenter Darmstadt ins Leben gerufen habe, sei hier ein erfolgreiches Beispiel, um Leistungsberechtigte mit psychischen Beeinträchtigungen individuell zu begleiten und zu unterstützen. „Täglich setzen wir uns für die Bürgerinnen und Bürger in unseren Städten und Landkreisen ein – nicht nur mit finanziellen Leistungen wie dem Bürgergeld. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt.“
Dies unterstreicht erneut das gemeinsame Credo #Stark.Sozial.VorOrt, so das Jobcenter.
Detaillierte Informationen zu den Gesundheitsangeboten des Kommunalen Jobcenters Kreis Gerau gibt es unter:
https://jobcenter-gg.de/leistungsberechtigte-arbeitsuchende/arbeit-vermittlung/gesundheit.
