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Betriebsbesuch Imkerei Fückel Foto

Stefan Fückel (links) zeigte dem Ersten Kreisbeigeordneten Adil Oyan bei dessen Betriebsbesuch in Stockstadt die Gerätschaften, die für Imkerei und Destillerie gebraucht werden. Foto: Kreisverwaltung Groß-Gerau

Produkte aus sorgsamer Handarbeit

Erster Kreisbeigeordneter besucht Imkerei Fückel

KREIS GROSS-GERAU – Die Imkerei Fückel aus Stockstadt am Rhein ist jedes Jahr einer der Aktivposten beim herbstlichen Groß-Gerauer Kreisbauernmarkt. Dabei haben die Mitglieder des Familienbetriebs, der im Nebenerwerb läuft, den Ehrgeiz, jedes Jahr ein neues Produkt mit an ihren Stand zu bringen. Das ist bisher auch immer gelungen, erzählten Stefan Fückel und sein Sohn Tim Fückel stolz während des Besuchs, den der Erste Kreisbeigeordnete Adil Oyan, selbst Hobbyimker, ihnen am 16. April abstattete.

Bei einem kurzen Rundgang durch den Betrieb erfuhren er und seine Begleiter*innen aus dem Fachdienst Wirtschaft des Kreises, wie breit das Familienunternehmen Fückel aufgestellt ist - mit Imkerei, Destillerie und auch einem kleinen Hofladen, der samstags vormittags geöffnet ist. Zu den rund 120 Produkten aus eigener Herstellung zählen Honig, Honig-Mostrich/Senf, Destillate, Obstbrände, Liköre, Met, Bienenwachsprodukte, Honigessig und Nahrungsergänzungsmittel. Zudem gibt es land- und forstwirtschaftliche Naturprodukte und Dienstleistungen. Im Hofladen findet sich auch eine Auswahl an Wurst, denn Tochter Laura Fückel ist Bäcker- und Metzgermeisterin, Jägerin und Mitglied der Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks.

Seit 25 Jahren gibt es nun die Imkerei, berichtete Stefan Fückel den Gästen. Die Familie sei aber nachweislich bereits seit 300 Jahren in der Landwirtschaft tätig.Aktuell erzeugen etwa 60 Bienenvölker den Honig, der bei Fückel verarbeitet wird. Die nützlichen Insekten haben ihren Standort auf der anderen Rheinseite, bei Kirchheimbolanden, erfuhr der Erste Kreisbeigeordnete, der sich für die spannenden Einblicke in den Betrieb bedankte. Als Imker konnte er rasch ein Fachgespräch mit Stefan Fückel über Bienenhaltung, Honigherstellung und Marktbedingungen starten. Auf dem Hof bekam er die Honigschleuder ebenso gezeigt wie die mit Holz betriebene Destille. Weiter ging es zu den Lagern und zum Abfüllraum.

Das Obst zum Brennen erhält der Betrieb von Privatleuten, aber auch von Obst- und Gartenbauvereinen. Verkauft werden die Fückel-Erzeugnisse, die in sorgsamer Handarbeit entstehen, ebenfalls an Privatleute und vor allem an den Großhandel.

Während der Unterhaltung unterwegs wurde deutlich: Das Konzept, sich auf Nischenprodukte zu konzentrieren, geht für den Familienbetrieb seit vielen Jahren auf. Allerdings, so betonten Stefan Fückel und die anderen Familienmitglieder: „Wir müssen immer flexibel sein, weil sich auf vielen Gebieten ständig etwas bei den Rahmenbedingungen, Vorschriften und wirtschaftlichen Entwicklungen ändert.“ Wichtig sei es auch, sich zu präsentieren – wie eben auf dem Kreisbauernmarkt oder seit einigen Jahren beim Gernsheimer Fischerfest.