Planungsablauf
Idealtypischer Planungsablauf im Fachbereich Soziale Sicherung
Auslöser sind unter anderen:
- die Bedarfsanalysen, die mittels statistischer und empirischer Verfahren erhoben werden; zu den statistischen Verfahren zählen u.a. die regelhafte Auswertung von Daten externer und interner Quellen, die themenbezogene Auswertung von Daten, die Analyse von Leistungsdaten der Träger, Fachgespräch mit den jeweils verantwortlichen Gremien und die Interpretation der Daten
- neue gesetzliche Vorgaben, die veränderte Anforderungen an die Angebots- und Betreuungsstruktur bewirken
- Erkenntnisse, die aufzeigen, dass die Versorgungsstruktur die Bedarfslagen nicht bzw. nicht mehr erfüllen kann
- Beobachtung neuer Entwicklungen, auf die das Versorgungsangebot nicht vorbereitet ist.
- politische Vorgaben und Aufträge
- andere externe Auslöser wie zum Beispiel Fachartikel, Berichte anderer Kreise und Kommunen u.ä., die unter Umständen auf "blinde Flecken" unserer Versorgungsstruktur hinweisen
Daraus folgen für die Planung:
- Eine Analyse der Auswirkungen, Folgen und Problemstellung für die Versorgung im Kreis wird durchgeführt.
- Lösungsszenarien, wie mit den Herausforderungen umgegangen werden könnte, werden wird intern erarbeitet
- Die bestehenden Gremien werden einberufen oder es werden temporäre Arbeitskreises aus den Gremien gebildet, dabei kommt es zu Überschneidungen zwischen den Gremien
- Es erfolgt eine Präsentation der Ausgangslage – je nach Zusammensetzung des Arbeitskreises – wird das erarbeitete Szenario vorgestellt bzw. mit den Beteiligten ein Szenario erarbeitet
- Die Entscheidung, ob ein politischer Auftrag für die Bearbeitung des Themas notwendig ist wird getroffen, soweit ein politischer Auftrag nötig ist, werden die erforderlichen Schritte (KA-Beschluss) unternommen, falls dies nicht notwendig ist, erfolgt eine Information über die Fachbereichsleitung im Rahmen des Austauschs mit der Hausspitze.
- Ein Projektplan wird erarbeitet und verabschiedet.
- Das geographische Gebiet, soweit es sich nicht auf die bereits definierten Räume bezieht (hier sind die kreisangehörigen Kommunen und die Zusammenfassung der Kommunen zu Mittel- Nord- und Südkreis gemeint), wird beschrieben und definiert
- Die (Versorgungs-)ziele werden vereinbart.
- Die (Versorgungs-)konzepte werden entwickelt.
- Die Konzepte münden in konkrete Hilfsangebote und Maßnahmen der Träger, dies führt unter Umständen zu Verlagerungen der Aufgaben, d.h. ein Hilfeangebot wird durch ein anderes ersetzt.
- Die temporäre AG wird aufgelöst.
- Die Zielerreichung wird im Rahmen der bestehenden Koordinierungsgremien und im Rahmen der jährlichen Berichterstattung überprüft und bewertet, bei Bedarf erfolgt eine Vorstellung in den politischen Gremien.
- Mögliche Anpassungsbedarfe werden identifiziert, Korrekturen und Weiterqualifizierungen können zeitnah eingeleitet werden.