
Seit langer Zeit gehört das STADTRADELN zum Jahresprogramm im Kreis Groß-Gerau; immer mehr Kommunen, Einzelfahrer*innen und Gruppen beteiligten sich. Das Engagement soll erhalten bleiben, darum würde der Kreis im Notfall einspringen, wenn das Land die Fördermittel dafür tatsächlich streichen sollte. Foto: Klima-Bündnis
Im Notfall springt der Kreis ein
KREIS GROSS-GERAU – Das Hessische Verkehrsministerium will ab dem Jahr 2027 zahlreiche Maßnahmen der Nahmobilitätsförderung nicht mehr finanziell unterstützen. Davon betroffen wären unter anderem das STADTRADELN und das Schulradeln. Künftig müssten die Kommunen die Kosten dafür selbst tragen.
Der Kreis hat diese geplante Streichung von Mitteln im Bereich der Nahmobilitätsförderung in Hessen mit großer Sorge zur Kenntnis genommen. Er hat sich bereits mit einem Schreiben ans für Nahmobilität zuständige Ministerium für die Fortführung und ausreichende Finanzierung der bisher geförderten Projekte eingesetzt. Schließlich wird durch das STADTRADELN die Nutzung des Fahrrads im Alltag gefördert, was vielerlei Nutzen hat – sei es aus gesundheitlichen, sei es aus Umweltaspekten. „Da bleiben wir in der politischen Diskussion am Ball“, sagt Landrat Thomas Will.
Unabhängig von der Antwort aus Wiesbaden will der Kreis indes die für die Teilnahme des Kreises und seiner Kommunen nötigen ungefähr 5000 Euro bereitstellen. Das Geld wird vorsorglich im Haushalt für das kommende Jahr eingeplant, „damit alle mitmachen können und rechtzeitig vor den Haushaltsberatungen in dieser Hinsicht Planungssicherheit haben“, so der Landrat. Thomas Will betont dabei, dass dies keine neue Aufgabe für den Kreis sein wird, sondern dass die Mittel fürs STADTRADELN über das Gesamtbudget der Radverkehrsbeauftragten des Kreises Groß-Gerau abgedeckt sind.
Ans Land appelliert er, bei der Nahmobilitäts-Förderung nichts zu streichen, was seit Jahren etabliert ist und gute Resonanz zeitigt.