
Rüsselsheim trifft Geschichte - Neuer Standort für das Klassikertreffen 2026 © Stadt Rüsselsheim am Main
Auf dem Weg in die Moderne
Die Opel Schmiede in Rüsselsheim, eine imposante, 260 Meter lange historische Halle, steht exemplarisch für den tiefgreifenden Wandel des industriell geprägtenFrankfurtRheinMain. Die KulturRegion stellt diesen Ort 2026 in gleich zwei Projekten in den Fokus: als einer von zehn Filmorten der digitalen Ausstellung „FrankfurtRheinMain auf dem Weg in die Moderne“ sowie als einer der besonderen Schauplätze der diesjährigen „Tage der Industriekultur Rhein-Main“ (5.–13. September 2026).
Wie prägte die Moderne unsere heutige Region – und was können wir aus ihr für die Zukunft lernen? Dem Motto der WDC 2026 „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“ folgend, präsentiert das gerade im Entstehen begriffene Medienausstellungsprojekt der KulturRegion besondere Orte, Ideen und Menschen, die den Aufbruch in eine neue Zeit gestaltet haben. Dazu zählt die Hanauer Stadtplanung der 1920er Jahre, die Entwicklung der Luftfahrt in Zeppelinheim, die Schriftgießerei Klingspor in Offenbach am Main, die Bedeutung von Farbe bei den Deutschen Amphibolin-Werken in Ober-Ramstadt sowie der Wandel eines Industriestandorts am Beispiel der Opel Schmiede in Rüsselsheim am Main. In eigens produzierten Filmen kommen Zeitzeug*innen, Bewohner*innen, Mitarbeitende sowie ehrenamtlich Engagierte aus der Region an zehn bedeutenden Orten der Industriekultur in Rhein-Main zu Wort. Sie erzählen, wie sie die großen Transformationen unserer Zeit erleben und welche Wege sie für die „Moderne von morgen“ sehen.
Für die Stadt Rüsselsheim steht die Opel Schmiede sinnbildlich für diesen Wandlungsprozess: „Die Opel Schmiede kann beispielhaft zeigen, wie Bauwerke der Industriekultur neu interpretiert und weiter genutzt werden – als Teil eines größeren Transformationsraums. Spannend sind dabei die Überlegungen und Ansätze für eine Nachnutzung, die den Charakter des Ortes bewahrt und zugleich neues Leben hineinbringt. So kann sie zur Brücke werden zwischen dem, was Rüsselsheim geprägt hat, und dem, was die Stadt künftig ausmacht“, so der Oberbürgermeister Patrick Burghardt.
Aktuell entstehen die Filmbeiträge, die ab September 2026 zu den Tagen der Industriekultur als digitale Ausstellung auf der Website der KulturRegion unter www.krfrm.de/AusstellungModerne zu sehen sein werden.
„Mit der digitalen Ausstellung setzen wir den Auftakt für ein besonderes Medienprojekt der Industriekultur RheinMain, das dauerhaft online und per QRCode im öffentlichen Raum erlebbar ist und in den kommenden Jahren weiterwachsen kann. Es lädt ein breites Publikum dazu ein, die Errungenschaften der Moderne neu zu entdecken und gemeinsam weiterzudenken“, so der Projektleiter Kay-Hermann Hörster.
Parallel hierzu laden die „Tage der Industriekultur Rhein-Main“ vom 5. bis 13. September dazu ein, den Wandel in der Region zu entdecken. Unter dem Fokusthema „Auf dem Weg in die Moderne“ zeigt das Festival an zahlreichen Orten in Rhein-Main, wie neue Ideen, Technologien und Innovationen unsere Lebenswelt verändern – gestern, heute und morgen. Die Besucher*innen erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Werksführungen, Workshops und Ausstellungen sowie Touren per Bahn, Schiff oder Rad: eine spannende Entdeckungsreise zu historischen Orten sowie Unternehmen und Institutionen, die exklusive Einblicke in aktuelle Entwicklungen geben. Dabei eröffnen sich faszinierende Perspektiven auf Themen wie Mobilität, Energie, Arbeit, Produktion, Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit. Ein Highlight ist die 5. Woche der KUNSTSTOFFSTRASSE im Landkreis Darmstadt-Dieburg.
Weitere Informationen und das vollständige Online-Programm des Festivals sind ab sofort abrufbar unter: www.krfrm.de/TageIndustriekultur
„FrankfurtRheinMain auf dem Weg in die Moderne“ ist einer von vier Schwerpunkten der KulturRegion im Designjahr 2026. Die KulturRegion bündelt diese unter dem Leitmotiv „Demokratie gestalten!“. Es bringt die zentralen Handlungsfelder der KulturRegion auf den Punkt. Seit ihrer Gründung steht sie für Teilhabe, kulturelle Vielfalt und Mitgestaltung. Damit stärkt sie eine lebendige Demokratie in der Rhein-Main-Region. Mit „FrankfurtRheinMain auf dem Weg in die Moderne“ und den drei weitere Schwerpunkten „Demokratie üben“, „Demokratie pflanzen“ und „Demokratie bauen!“ lädt die KulturRegion dazu ein, Demokratie vor Ort zu erleben – in Kulturorten, bei Workshops, Führungen und Mitmach-Angeboten für alle Generationen. Ob Dorfgemeinschaftshaus, Gemeinschaftsgarten oder historische Innovationsorte: In der gesamten Region öffnen sich Räume zum Entdecken, Mitreden und Mitgestalten.
„FrankfurtRheinMain auf dem Weg in die Moderne“ ist ein Projekt im Rahmen der WDC 2026. WDC 2026 wird gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
Pressekontakt:
KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH
Poststraße 16, 60329 Frankfurt am Main
Julia Wittwer, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
069 2577-1780, presse@krfrm.de
Kay-Hermann Hörster, Projektleitung „Route der Industriekultur Rhein-Main“
069 2577-1762, rdik@krfrm.de
Charlotte Kleine, Projektleitung „Tage der Industriekultur Rhein-Main“
069 2577-1740, rdik@krfrm.de
Bildmaterial zum Download unter https://www.krfrm.de/media/