Wohnhaussanierung im Focus
KREIS GROSS-GERAU – In einem gemeinsamen Projekt der Gemeinde Biebesheim am Rhein und des Kreises Groß-Gerau erhalten rund 15 Hausbesitzer*innen in Biebesheim eine Thermographie ihres Wohnhauses sowie eine initiale Energieberatungseinheit. In der Riedgemeinde gibt es rund 1.600 Ein- und Zweifamilienhäuser. Rund zwei Drittel dieser Wohngebäude wurden vor 1979 gebaut. Dies hat zur Folge, dass wertvolle Energie aufgrund von schlechter Dämmung oder alter Fenster verschwendet wird.
Der Gebäudesektor ist maßgeblich am Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland beteiligt – rund 30 Prozent der Emissionen entfallen auf Wohngebäude. Dank Modernisierungsmaßnahmen schützt man nicht nur die Umwelt, sondern spart Geld oder profitiert von Landes- und Bundesfördermitteln.
Die gemeinsame Aktion startete am Montag, 7. Februar 2022. An insgesamt drei Tagen erhalten die Gebäudebesitzer*innen, die sich im Vorfeld zur Aktion anmelden konnten, eine Thermographie des Gebäudes sowie die initiale Energieberatung. Initiiert wurde die Aktion durch den Arbeitskreis „Energie für Biebesheim“.
Mittels Thermographie können Stellen der Gebäudehülle, die einen besonders hohen Energieverlust relativ zu den benachbarten Bereichen aufweisen, sichtbar gemacht werden. Die initiale Energieberatung stellt den Ist-Zustand der verschiedenen Bauteile der Gebäudehülle und der Heizungsanlage fest und ermöglicht den Hausbesitzer*innen eine grobe Einschätzung, mit welchen Sanierungsmaßnahmen sie bei ihrem Gebäude prozentual wieviel Heizenergie einsparen können und welche Fördermöglichkeiten es aktuell gibt.
Die Kosten für die Thermographie trägt die Gemeinde Biebesheim am Rhein, für die initiale Energieberatung übernimmt der Kreis Groß-Gerau die Kosten im Rahmen des Förderprogramms „Haus im Focus“. Durchgeführt wird die Aktion von der Energieberatung Südhessen Dr. Otterbein GmbH.
„Gemeinsam wollen wir die energetische Sanierungsquote von Wohngebäuden in unserem Kreis steigern. Die Aktion zeigt, dass Hausbesitzer*innen im Kreis Groß-Gerau engagiert sind, den eigenen Gebäudebestand energetisch zu sanieren“, sagt der Erste Kreisbeigeordneter Walter Astheimer.
Wer Interesse an einer initialen Energieberatung hat, kann sich an die Kreisverwaltung Groß-Gerau wenden. Nähere Auskunft erteilt Markus Huber vom Fachdienst Klimaschutz, Telefon 06152 989-249 oder m.huber@kreisgg.de.
