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Rollwagen voller Briefe und Pakete

Landrat lässt sich den Post-Zustellstützpunkt Büttelborn zeigen

KREIS GROSS-GERAU – Schon bei der Eröffnung im vergangenen Oktober war Landrat Thomas Will dabei - nun kehrte er im Rahmen eines Betriebsbesuchs an den Post-Zustellstützpunkt (ZSP) Büttelborn zurück, um den laufenden Betrieb im größten ZSP Hessens kennenzulernen. Max Sonne, Betriebsleiter ZSPL-Darmstadt, die beiden Standortleiter Daniel Franzke und Steven Schmidt sowie Gabriele Schulz, Regionale Politikbeauftragte Hessen und Unterfranken der DHL Group, begrüßten am Freitagvormittag, 14. März, die Gäste. Zu diesen zählten auch Büttelborns Bürgermeister Marcus Merkel und Hans-Peter Imhof von der Wirtschaftsförderung des Kreises.

Rund 180 Arbeitsplätze bietet der ZSP Büttelborn. Postboten und Paketzusteller holen dort ab, was sie an rund 90.000 Haushalte in Südhessen liefern sollen. Max Sonne schilderte detailliert, wie die Post in Büttelborn ankommt und von dort verteilt wird auf die verschiedenen Bezirke. Zwischen 8 und 10 Uhr vormittags ist am meisten Betrieb in Büttelborn: Die gelben Transporter - es gibt Platz für 150 E-Autos - und ein paar Fahrräder stehen rund ums Gebäude in der Max-Planck-Straße verteilt, nehmen die zuvor von Zusteller*innen sortierten Pakete und Briefe auf.

Die Post für den ZSP Büttelborn gelangt von den Abgangsbriefzentren in ganz Deutschland zunächst ins Eingangsbriefzentrum in Darmstadt, wo Briefe und Pakete gesammelt werden für die Empfänger im ZSP-Bereich Erbach, Bensheim und Büttelborn - und natürlich für Darmstadt selbst. Morgens zwischen 6 und 8 Uhr sortiert die Eingangsschicht in Darmstadt die Post für Erbach, Bensheim und Büttelborn vor. Sind die Kisten dort angekommen, muss noch so einiges für die jeweiligen Zustelltouren sortiert werden.

Die Zustellbasis für die Pakete befindet sich in der Mitte des ZSP Büttelborn. Die Hallenflügel links und rechts davon beherbergen den ZSP Büttelborn (von hier aus werden auch Groß-Gerau, die Riedkommunen und weitere Orte mit Post versorgt) und den ZSP Weiterstadt (für Weiterstadt, Griesheim, Mörfelden-Walldorf...). 100 Rollbehälter mit Post werden im Schnitt pro Tag bewegt, um die Touren zusammenzustellen. Der Anteil an Paketen nimmt immer weiter zu, der an Briefen ab, erfuhren der Landrat und seine Begleiter: Kamen im Jahr 2010 noch 21 Briefe auf ein Paket, so sind es heute nur noch fünf.

Rund 2000 Pakete landen jeden Morgen in ca. 40 Rollbehältern im ZSP Büttelborn. „Dabei sind Dienstag und Mittwoch unsere Spitzentage“, erklärte Max Sonne. Die Aufteilung des Personals auf die Zustellbezirke (ein Bezirk umfasst 1000 bis 2500 Haushalte) muss daher flexibel sein. Das System „atmet“, wie der Betriebsleiter sagte. Die Gestaltung der Bezirke sei eine komplexe Angelegenheit. Das wird nicht einfacher dadurch, dass immer mehr Verbundbezirke entstehen - das heißt Zustellbezirke, in denen die Post-Mitarbeiter*innen parallel Briefe und Pakete zu den Empfangsadressen bringen.

Nachdem Landrat Will sich selbst unter Anleitung am Scannen von Paketen und beim Einsortieren von Briefen in die Regale nach „Gangfolge“ probiert hatte, zog er seinen Hut vor der Leistung der Zusteller*innen. „Das ist ein anstrengender Job, bei dem man sehr konzentriert arbeiten muss“, merkte er an - und dankte für die informative Runde, die er durch den ZSP Büttelborn drehen durfte.

Betriebsbesuch Post Foto

Landrat Thomas Will lässt sich von Salhi Bachid zeigen, wie das mit dem Einscannen der Pakete funktioniert. Bild: Kreisverwaltung