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Austausch und Zusammenarbeit

Hospiz- und Palliativnetzwerk Kreis Groß-Gerau informiert

KREIS GROSS-GERAU – Es gibt stationäre Hospize und Tageshospize, spezialisierte ambulante Palliativversorgung und Hospizvereine, Palliativstationen in Krankenhäusern, das Hospiz- und Palliativnetzwerk im Kreis Groß-Gerau, den Pflegestützpunkt, die Hospizstiftung GG oder auch das Netzwerk Trauer Südhessen: Institutionen, Beratungsstellen und Hilfeangebote für todkranke Menschen in der letzten Lebensphase sowie deren Angehörige sind fast überall vorhanden. Doch die Vielzahl an Namen und Einrichtungen verwirrt manche Menschen. Sie fragen sich, wer für was zuständig ist.

Über diese Erfahrung haben sich Mitglieder des Hospiz- und Palliativnetzwerks im Kreis Groß-Gerau bei ihrer jüngsten Sitzung ausgetauscht. Dieses Netzwerk bringt viermal im Jahr Menschen von unterschiedlichen Stellen der Hospizarbeit zum Erfahrungsaustausch zusammen; zudem organisiert das Netzwerk einmal im Jahr den Hospiztag, wie er zuletzt am 13. Oktober im Landratsamt Groß-Gerau stattfand.

Um einen besseren Überblick zu verschaffen, soll der Flyer des Hospiz- und Palliativnetzwerks im kommenden Jahr neu aufgelegt werden, weil sich Änderungen bei den Mitgliedern ergeben haben. Hier schon einmal eine kurze Information zum aktuellen Stand der Mitgliedschaften und zu den jeweiligen Aufgabenbereichen der Einrichtungen:

Hospizstiftung GG: Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, in Groß-Gerau ein stationäres Hospiz zu errichten und damit eine Versorgungslücke zu schließen. Im Hospiz verbringen Menschen, gut umsorgt, ihre letzten Tage und Wochen. Seit gut zwei Jahren ist die Hospizstiftung aktiv, sammelt Spendengelder für das Projekt und hat vor Kurzem einen Standort für das Haus gefunden. Zwölf Plätze werden dort entstehen. Zudem ist geplant, dass es vier Tageshospiz-Plätze im Gebäude gibt. Diese sind für Gäste, die nur tagsüber dort sind und abends wieder nach Hause gebracht werden. Weitere Infos im Internet auf https://hospiz-gg.de/.

Hospiz Lebensbrücke gGmbH: In Flörsheim im Main-Taunus-Kreis gibt es bereits ein stationäres Hospiz. Wegen der örtlichen Nähe zu Rüsselsheim und Raunheim wird es auch von Menschen aus dem Kreis Groß-Gerau genutzt und sind Vertreterinnen des Hospizvereins Lebensbrücke Mitglied im Hospiz- und Palliativnetzwerk im Kreis Groß-Gerau. Internet: http://www.hospizverein-lebensbruecke.de/.

GPR Klinikum Rüsselsheim: Dort hat die Rüsselsheimer Hospizhilfe ihren Sitz. Mehrere Hospizvereine in der Umgebung kooperieren mit dem Krankenhaus. Internet: https://www.gp-ruesselsheim.de/.

Palliative-Care-Team Leuchtturm:  Das Groß-Gerauer Team erbringt Leistungen im Rahmen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV). Es betreut Menschen - in deren vertrauten Umgebung -, die an einer unheilbaren, voranschreitenden Erkrankung leiden und dadurch große Beschwerden ertragen müssen. Ziel ist es, die Lebensqualität und Selbstbestimmung dieser schwer kranken Menschen zu erhalten oder zu verbessern und ihnen ein menschwürdiges Leben bis zum Tod zu ermöglichen. Dabei ist die Zusammenarbeit mit Haus- und Facharzt genauso gegeben wie die Bereitschaft, rund um die Uhr für Hilfeleistungen bereitzustehen. Internet: https://www.leuchtturm-gg.de/ und https://www.kbv.de/html/sapv.php.

Altenpflegeheim An der Fasanerie: Das Altenheim wird von Mission Leben betrieben. Wie in allen Altenheimen geht es auch dort natürlich immer wieder um die Betreuung und die Bedürfnisse von Menschen, die dem Tod nahe sind. Internet: https://www.mission-leben.de/seniorinnen-und-senioren/gross-gerau-altenpflegeheim-an-der-fasanerie/.

Wohnen im Inselhof Rüsselsheim e.V.: In der Einrichtung werden rund 40 Menschen mit geistigen und schwersten Behinderungen individuell auf ihrem Lebensweg betreut. Es gibt keine Altersgrenze für die Bewohner*innen. Der Inselhof ist damit auch Begleiter des Alterungsprozesses und Lebensraum für Senior*innen mit Behinderung, selbst wenn sie intensivst pflegebedürftig sind. Internet: https://www.wohnen-im-inselhof.de/.

Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau: Mitarbeiterinnen des Fachbereichs Soziale Sicherung nehmen regelmäßig an den Sitzungen des Hospiz- und Palliativnetzwerks teil und koordinieren die Veranstaltungen mit. Sozialplanung und der Pflegestützpunkt im Landratsamt sind die Abteilungen, die eng mit dem Thema Hospiz- und Palliativversorgung im Kreis verwoben sind. Dabei berät der Pflegestützpunkt trägerneutral und kostenlos im gesamten Kreisgebiet, informiert unabhängig und verbraucherorientiert. Auf Wunsch sind auch Hausbesuche möglich. Internet: https://www.kreisgg.de/gesellschaft/familie/senioren/pflegestuetzpunkt.

Ambulante Ethikberatung: So stellt sich der Verein auf seiner Homepage selbst vor: „Der gemeinnützige Verein Ambulante Ethikberatung Groß-Gerau hat es sich zur Aufgabe gemacht, ethische Fragestellungen im häuslichen Bereich oder in stationären Pflegeeinrichtungen durch ethische Fallbesprechungen und Beratungen zu klären und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Im Mittelpunkt steht hier immer der betroffene Mensch.“ Weitere Infos auf: http://www.ethik-gg.de/.

Weiterleben e.V.:  Der Darmstädter Verein für psychosoziale Krebsberatung bietet u.a. Begleitung bei der Krankheitsverarbeitung, Sozialberatung, Trauerbegleitung, Informationen zu Therapiemöglichkeiten und Kurse (Entspannung, Achtsamkeit) an. Beratungsstunden gibt es seit Kurzem auch in Groß-Gerau: im neuen Haus Raiss, wo die städtische Seniorenarbeit ihren Sitz hat. Internet: https://www.weiterleben.org/.

Hospizvereine:

Hospizvereine haben sich die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender sowie die Unterstützung von deren Angehörigen zur Aufgabe gemacht. Die Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen stehen im Mittelpunkt der Begleitung durch ausgebildete, engagierte ehrenamtliche Helfer*innen. Hauptamtliche Koordinatorinnen führen Erstgespräche, vermitteln Kontakte, kooperieren mit Kliniken, Heimen und Pflegediensten, kümmern sich um die Qualifizierungskurse für die Ehrenamtlichen, organisieren mit Unterstützung ihrer Teams Trauercafés und Info-Veranstaltungen, leisten Öffentlichkeitsarbeit - und vieles mehr.

Informationen zu den individuellen Leistungen und Angeboten der Hospizvereine im Kreis finden sich auf den Internetseiten der Vereine:

Hospiz Mainspitze e.V., Ambulanter Hospizdienst, Telefon 06134 557505 und 0160 90707009 - https://hospiz-mainspitze.de/

Hospizverein Mörfelden-Walldorf, Telefon 0151 15581649  - https://www.hospizverein-moerfelden-walldorf.de/

Wegwarte, Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst Ried e.V., Telefon 06158  9412428 - https://www.wegwarte-ried.de/

Rüsselsheimer Hospizhilfe e.V., Telefon 06142 13394 - https://www.rhhev.com/.

Die Zusammenarbeit im Netzwerk zu pflegen und möglichst noch auszubauen, ist den Mitgliedern wichtig. „Im Hospiz- und Palliativnetzwerk können wir uns über aktuelle Themen, Vorhaben oder auch Probleme austauschen“, sagen Dr. Marcus Geist vom „Leuchtturm“ und Cornelia Sengling vom Hospizverein Mörfelden-Walldorf, die aktuell das Sprecherteam des Netzwerks bilden. „Das schätzen alle Beteiligten. Und letztlich profieren unser aller Klienten von diesem Erfahrungsaustausch.“

Kontakt: Netzwerkkoordinatorin Sina Senßfelder, 0176 43272910, hospizundpalliativnetzwerk@hospiz-gg.de.

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