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Ausbildung unter realen Bedingungen

Brandsimulationsanlage steht in Groß-Gerau

KREIS GROSS-GERAU – Eine „Realbrandausbildung“ für Feuerwehrleute ist mit einer Brandsimulationsanlage (BSA) möglich, die das Land Hessen zur Verfügung stellt. Der Ausbildungszeitraum 2023/24 wurde am 9. Mai offiziell am Feuerwehrstützpunkt in Groß-Gerau gestartet, wo sich auch das Kreisschulungszentrum befindet. Stefan Sauer, Staatssekretär im hessischen Innenministerium, kam zum Auftakt in seiner Heimatstadt Groß-Gerau. Dort steht die BSA bis kommenden Sonntag; danach geht es weiter durch alle hessischen Kreise, in Sonderstatusstädte und kreisfreie Städte.

Rund 8000 Feuerwehrleute können im genannten Zeitraum den Fire Dragon 9000 der Firma Dräger, in dem Feuer wie unter realen Bedingungen bekämpft werden kann, samt der SAR-Einheit (Search and Rescue) nutzen. Beim Training in der 50-Quadratmeter-Anlage geht es neben der Brandbekämpfung vor allem um Orientierung in verqualmten Räumen und um Menschenrettung.

Sonja Fischbach, Head of Global Safety Academy, überreichte den symbolischen Schlüssel für die Anlage an Stefan Sauer und an den Ersten Kreisbeigeordneten Adil Oyan. Dieser dankte sowohl dem Land für die Bereitstellung der BSA als auch dem Fachbereich Gefahrenabwehr der Kreisverwaltung für die Organisation der Übungseinheiten. Als Erste kamen am Dienstag Feuerwehrleute der Gernsheimer Wehr zum Training.

324 Teilnehmer*innen können theoretisch in den nächsten Tagen geschult werden, angemeldet waren bis Dienstag bereits 271. Pro Tag stellt die Gefahrenabwehr zur Unterstützung acht Mitarbeitende in zwei Schichten (unter der Woche bis 23 Uhr, am Wochenende bis 20 Uhr), betonte Adil Oyan. Zudem ist der Kreis für der Vor- und Nachbereitung der Schulung und für die Organisation des Sanitätsdiensts zuständig. Auch Schläuche, Strahlrohre und Feuerwehrpumpe stellt der Kreis zur Verfügung.

Fire Dragon 9000 Foto