
Schnelle Hilfe aus der Nachbarschaft
KREIS GROSS-GERAU – Zu einer gemeinsamen Abendveranstaltung kamen die Mobilen Retterinnen und Retter des Kreises Groß-Gerau auf Einladung des Eigenbetriebs Rettungsdienst im Rahmen der Woche der Wiederbelebung am 22. September zusammen. „Das Engagement der Mobilen Retter ist ein wichtiger Bestandteil der schnellen Hilfe im Notfall. Für die Bereitschaft, jederzeit Verantwortung zu übernehmen und Menschen in einer akuten Notlage zu helfen, gilt allen Beteiligten unser herzlicher Dank“, sagte Friedrich Schmidt, Kreisbrandinspektor und Betriebsleiter des Eigenbetriebs Rettungsdienst, zu den Gästen.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig ehrenamtliches Engagement und eine gut vernetzte Notfallhilfe für die Bevölkerung im Kreis Groß-Gerau sind. Das System der Mobilen Retter hilft, bei einem Herz-Kreislaufstillstand das therapiefreie Intervall bei einem Herzkreislaufstillstand bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken und so die Überlebensrate zu erhöhen. Und dies mit einfachsten Mitteln - nämlich mit den eigenen Händen, die frühzeitig die Herzdruckmassage beginnen, ohne medizinische Hilfsmittel, da „Drücken“ immer die wuchtigste Maßnahme darstellt.
Über eine entsprechende App werden bei einem Herzkreislaufstillstand über die Zentrale Leitstelle des Kreises Groß-Gerau zuvor registrierte Ersthelfer, die sich in unmittelbarer Nähe des Einsatzorts befinden, alarmiert. Seit Einführung im Jahr 2019 wurden von den knapp 640 Mobilen Rettern mittlerweile knapp 1200 Ein-sätze übernommen. Höchste Zeit also, um bei einem gemeinsamen Abend einmal Danke zu sagen, und gute Gelegenheit, den 70 Anwesenden die Neuerungen im Bereich der Mobilen Retter vorzustellen und einen Einblick in die weitere Entwicklung zu geben.
Die Implementierung der Mobilen Retter geht auf eine Initiative aufgrund einer persönlichen Erfahrung des Ärztlichen Leiters im Eigenbetrieb Rettungsdienst, Dr. Marco Renth, zurück, die er wie folgt erläutert: „Ich war privat bei einer Veranstaltung und wurde aufmerksam, als ein Rettungswagen und Notarzt vorfuhren und in unmittelbarer Nähe zu der von mir besuchten Veranstaltung eine Reanimation einleiteten. Die Frage beschäftigte mich, wie geeignete Personen im Umfeld eines Herz-Kreislauf-Stillstands unmittelbar helfen und sofort mit der Reanimation beginnen könnten. Das System der Mobilen Retter erfüllte diese Ansprüche vollumfänglich. Und so etablierten wir die schnelle Hilfe aus der Nachbarschaft.“