
Einweihung im Regen: Kerstin Krämer vom Tiefbauamt der Gemeinde Stockstadt, Erster Kreisbeigeordneter Adil Oyan, Bürgermeister Thomas Raschel und Gianfranco Capone vom Büro Kolb & Kollegen (Bauüberwachung) sind zufrieden mit dem neuen Radweg samt Begleitmaßnahmen, die den Alltagsradverkehr stärken können. Foto: Kreisverwaltung
Neuer Radweg im Süden Stockstadts
KREIS GROSS-GERAU – Radweg-Einweihung in Stockstadt am Rhein: Kürzlich wurde der umgestaltete Straßenraum am Südrand der Gemeinde bereits freigegeben, am Donnerstag folgte der offizielle Akt zur Eröffnung. Dazu trafen sich der Erste Kreisbeigeordnete Adil Oyan, Bürgermeister Thomas Raschel, Kerstin Krämer vom Stockstädter Tiefbauamt, Gianfranco Capone vom Büro Kolb & Kollegen, Stephan Both und Eva Schecker vom Fachdienst Regionalentwicklung und Mobilität des Kreises sowie weitere Interessierte zum Ortstermin.
Adil Oyan betonte, dass mit der Neugestaltung in Stockstadt ein weiteres wichtiges Projekt auf dem Weg zu einem rad- und fußverkehrsfreundlichen Kreis Groß-Gerau fertiggestellt wurde. „Wir wollen den Menschen im Kreis im Alltag attraktive Alternativen zum Auto bieten.“ Er dankte bei dieser Gelegenheit Anwohnern und Geschäftsleuten für ihr Verständnis während der Bauphase, die natürlich auch Einschränkungen mit sich brachte.
Nun ist es aber für die meisten geschafft: Wo zuvor eine sehr breite, vor allem auf den Autoverkehr ausgerichtete Fahrbahn und keine durchgängigen Anlagen für den Rad- und Fußverkehr vorhanden waren, gibt es heute klar markierte Radfahrstreifen, einen neuen Gehweg auf der Westseite der Oberstraße und sichere Querungsmöglichkeiten. Auch die erweiterten Fahrradabstellanlagen an zwei Bushaltestellen sind ein wichtiger Baustein. Sie verbessern die Verknüpfung von Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr.
Insgesamt wurden rund 2,4 Millionen Euro in die Maßnahme investiert. Nach Abzug der Fördermittel von Land und Bund und vorbehaltlich der letzten Prüfung liegt der Eigenanteil des Kreises bei rund 175.000 Euro und der der Gemeinde bei rund 425.000 Euro. Das zeige, dass ohne die Unterstützung von Land und Bund solche Projekte für Kommunen kaum machbar wären.
Darum dankte der Erste Kreisbeigeordnete genauso wie Bürgermeister Thomas Raschel den Geldgebern. Beide erwähnten auch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Thomas Raschel zählte auf: Kreis und Gemeinde, Hessen Mobil, Planer, Baufirma, Arbeitskreis Verkehr und Radforum in Stockstadt. Der Bürgermeister sprach von einem Best-Practice-Beispiel für andere Kommunen, denn auch während der Bauzeit auftretende Herausforderungen seien gemeinsam bewältigt worden.