
Neue Perspektiven, bessere Chancen
KREIS GROSS-GERAU – Auf der zweiten Jobmesse für Frauen im Kreis Groß-Gerau haben sich am Mittwoch mehrere hundert Besucherinnen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Region informiert. Die Veranstaltung, die Jobcenter, Kreisverwaltung und Arbeitsagentur gemeinsam organisiert hatten, weckte in ihrer zweiten Auflage nicht nur das große Interesse von Berufseinsteigerinnen und Arbeitnehmerinnen an Arbeitsmöglichkeiten in der Region. Das Format erwies sich auch als wirksame Austauschplattform für Jobvermittler, Bildungsträger und Beratungsorganisationen.
Zu den Besucherinnen zählten die Veranstalter sowohl Frauen, die aktuell einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz suchen, als auch solche, die bereits im Berufsleben stehen und sich verändern möchten. „Wir hatten Besucherinnen aller Altersgruppen da“, sagte Sandra Landermann, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Kreis Groß-Gerau, am Mittwoch im Landratsamt. „Sie haben sich sehr gezielt über Weiterbildungsmöglichkeiten, die Anerkennung ausländischer Abschlüsse oder auch zu Teilzeitmodellen informiert.“
„Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz auf unser Angebot. Nicht nur die Messe selbst, sondern auch die Vorträge waren gut besucht. Besonders schön war zu sehen, dass auch die ergänzenden Angebote, wie etwa die Farb- und Stilberatung, bei den Besucherinnen großen Anklang fanden“, sagte Judith Kolbe, Leiterin des Büros für Frauen und Chancengleichheit bei der Kreisverwaltung Groß-Gerau. Adil Oyan, Erster Kreisbeigeordneter des Kreises Groß-Gerau, betonte, dass solche Plattformen ein klares Signal für mehr Gleichstellung und Chancengleichheit von Frauen auf dem Arbeitsmarkt seien. „Die Jobmesse zeigt, dass wir im Kreis ein dichtes Netz an Institutionen haben, die Orientierung bei der Berufswahl bieten, die konkret bei der Jobsuche oder bei Bewerbungsverfahren unterstützen und bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beraten. Ich freue mich, dass so viele Frauen dieses Angebot genutzt haben.“
Arbeitgeber wie Entega und Do & Co Catering, Bildungsträger wie der AVM oder die Kreisvolkshochschule und Beratungsstellen wie das Frauenzentrum Rüsselsheim oder die Servicestelle Teilzeitausbildung nutzten die Veranstaltung, um mit Frauen ins Gespräch zu kommen – und lobten auch die Möglichkeit, Erfahrungswerte an den Schnittstellen erfolgreicher Arbeitsmarktintegration auszutauschen. Dabei ging es zum Beispiel um die Frage, wie sich Quereinstiege nachhaltig gestalten lassen oder welche Modelle zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sich als besonders praxistauglich erwiesen haben.