
Offen sprechen, Erfahrungen teilen
KREIS GROSS-GERAU – Wenn ein Kind stirbt, verändert dies das Leben von Eltern grundlegend. Um Betroffenen einen geschützten Raum für Austausch, Verständnis und gegenseitige Unterstützung zu bieten, entsteht in Riedstadt eine neue Selbsthilfegruppe für trauernde Eltern. Die Initiatorin der Gruppe hat selbst lange Zeit gemeinsam mit ihrem Mann den schwerst mehrfachbehinderten Sohn gepflegt und im vergangenen Jahr verloren. Nun wünschen sich die beiden den Austausch mit anderen Müttern und Vätern, die den Tod eines Kindes erlebt haben – unabhängig vom Alter des Kindes, dem Grund des Verlustes oder davon, wie lange der Tod zurückliegt.
Im Mittelpunkt der Treffen stehen das offene Gespräch, das Teilen von Erfahrungen und die Möglichkeit, Menschen zu begegnen, die ähnliche Schicksalsschläge erlebt haben. Gruppenstart ist im September.
Die Gruppe funktioniert als selbstorganisierter Zusammenschluss Betroffener mit Unterstützung des Selbsthilfebüros Groß-Gerau. Es handelt sich nicht um ein therapeutisches Angebot. Die Teilnahme ist kostenlos.
Interessierte können sich im Selbsthilfebüro Groß-Gerau unter Telefon 06152 9616835 oder per Mail an selbsthilfe.gross-gerau@paritaet-projekte.org zum ersten Treffen am 9. September 2026 um 19 Uhr anmelden. Die Treffen finden zweimal im Monat in Riedstadt-Crumstadt statt.