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Walter Ullrich bei der Kornsand-Gedenkstunde 2022. Foto: Renate Danker

Kulturpreis für Walter Ullrich

Jahrzehntelanges gesellschaftliches Engagement

KREIS GROSS-GERAU – Walter Ullrich ist der Träger des Kreis-Kulturpreises 2025. Die Wahl auf ihn fiel in der Jurysitzung im November. Die Jury-Mitglieder Gabriele Fladung, Heike Karcher, Claudia Weller, Horst Aussenhof und Prof. Wolfgang Schneider waren einstimmig der Auffassung, dass Walter Ullrich wegen seines breiten gesellschaftlichen Engagements in unterschiedlichen kulturellen Bereichen der würdige Preisträger 2025 ist.

Zu seinen Aktivitäten über viele Jahrzehnte gehörten und gehören etwa Laientheater, Mundart- und Heimatpflege sowie der Einsatz für die Erinnerung an jüdische Geschichte im Kreis Groß-Gerau, u.a. als Vorsitzender des Fördervereins jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau. Der 1989 gegründete Verein kaufte das Gebäude der ehemaligen Synagoge Erfelden und restaurierte es von 1989 bis 1993. Seit 1994 ist die ehemalige Synagoge Kultur- und Begegnungszentrum. Auch andernorts im Kreis, z.B. auf dem jüdischen Friedhof in Groß-Gerau, gibt es Vorträge und Führungen zum Thema. Walter Ullrich tritt dabei immer wieder als Wissensvermittler auf. Der Geehrte ist zudem Initiator und Gestalter der Gedenkstunden Kornsandverbrechen.

Die Preisverleihung an Walter Ullrich ist für Sonntag, 1. März 2026, um 11 Uhr im Georg-Büchner-Saal des Landratsamts geplant. Die Laudatio wird Prof. Wolfgang Schneider halten.