
Langanhaltende Hitze und Trockenheit haben in diesem Jahr dazu geführt, dass der Rhein historisch niedrige Wasserpegel aufweist und der Altrhein am Kühkopf keine Verbindung mehr zum Neurhein hat. Foto: Kreisverwaltung
Kreis stellt Klimaanpassungskonzept vor
KREIS GROSS-GERAU – Der Klimawandel ist längst im Kreis Groß-Gerau angekommen: Hitze, Trockenheit, Dürre und Starkregen stellen den Kreis und seine Kommunen vor neue Herausforderungen. Doch wie können wir uns darauf vorbereiten? Und wie können unterschiedliche Bereiche zusammenarbeiten, um Lebensräume und Lebensqualität zu schützen? Der Fachdienst Klimaschutz des Kreises Groß-Gerau lädt zu diesem Thema zu einer Veranstaltung ein, bei der das im Juni beschlossene Klimaanpassungskonzept des Kreises vorgestellt wird: 6. November, 18 bis 20 Uhr im Raum Peter Schöffer des Landratsamts Groß-Gerau, Wilhelm-Seipp-Straße 4. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Wort-Wechsel“, im Zentrum steht das Ziel für nachhaltige Entwicklung „Leben an Land“ (Sustainable Development Goal, SDG 15).
Das Klimaanpassungskonzept des Kreises zeigt, welche Folgen des Klimawandels bereits heute spürbar sind und welche Maßnahmen helfen können, den Kreis für die Zukunft gut aufzustellen. Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Fragen: Wie und wo arbeiten Umwelt-, Natur-, Wasser-, Katastrophen-, Hitze- und Klimaschutz zusammen? Was können wir vor Ort tun? Welche Erfahrungen machen die Menschen im Kreis bereits heute?
Ein besonderer Programmpunkt ist ein moderierter Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern aus Naturschutz und Forst sowie Schülerinnen und Schülern aus dem Kreisgebiet. Sie berichten aus ihrer Sicht über Veränderungen in Natur und Alltag und bringen unterschiedliche Erfahrungen und Generationen zusammen. „Der Klimawandel ist keine abstrakte Entwicklung, sondern verändert unsere Umwelt und unseren Alltag bereits heute hier in Südhessen. Mit dem Klimaanpassungskonzept wollen wir zeigen, welchen Herausforderungen wir begegnen müssen und vor allem, was wir gemeinsam tun können“, sagt Clara Hemming, die Klimaanpassungsmanagerin des Kreises.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen, Fragen zu stellen und ihre eigenen Erfahrungen einzubringen.
Weitere Informationen unter: klima.kreisgg.de. Das Projekt ist im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.