Fachkonferenz Wirtschaftsdynamik

Ziel, so Landrat Thomas Will in seiner Begrüßung, sei es dabei nicht nur gewesen, die derzeitige Wirtschaftsstruktur des Kreises abbilden. Sondern auch Empfehlungen zu erhalten, wie sich die Wirtschaftsdynamik noch steigern lässt. Und neben einer Beschreibung der Stärken und Kompetenzen auch Hinweise auf Risiken bei der künftigen Struktur- und Innovationspolitik zu erhalten. Denn der Kreis sei zwar ein wirtschaftlich starker Standort, was auch von der aktuellen Prognos-Studie zu Wirtschaftskraft und Zukunftschancen der deutschen Kreise und kreisfreien Städte bestätigt werde: „Aber unser Ziel muss es sein, auch weiterhin ein wachstumsstarker und innovativer Standort zu bleiben. Und wenn man schon an der Spitze steht, ist das eben nicht so ganz einfach“, betonte der Landrat.

Professor Dr. Jutta Rump, die die Untersuchung für den Kreis durchgeführt hatte, konnte dazu gleich mehrere interessante Vorschläge machen. Auch die Forscherin vom Ludwigshafener Institut für Beschäftigung und Employability kommt zu dem Ergebnis, dass der Standort Groß-Gerau über eine Vielzahl an Stärken und Chancen verfügt. Strategische Allianzen zwischen einzelnen Kreiskommunen, eine enge Zusammenarbeit einzelner Wirtschaftszweige nach dem Muster des erfolgreichen „Automotive Cluster“ und eine Vernetzung der Wirtschaftsförderungen in Kreis, Städten und Gemeinden seien wichtige Maßnahmen, um diese gute Ausgangsposition noch weiter zu verbessern. Eine enge interkommunale Zusammenarbeit spielt für Professor Rump ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Steigerung der Wirtschaftsdynamik.

Auch die von Hans Peter Imhof vom Fachbereich Wirtschaft und Energie des Kreises vorgestellte aktuelle Unternehmensbefragung bekräftigte diese Ausgangssituation. Und Rasmus Beck von der Wirtschaftsförderung „metropoleruhr GmbH“ gab seinen interessierten Zuhörern schließlich den Rat, nicht auf vorhandenen Technologien und Kompetenzen aufzubauen, sondern sich bei der wirtschaftspolitischen Handlungsorientierung an zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen zu orientieren.

Bei der abschließenden Podiumsdiskussion gab es dann die Möglichkeit, die angesprochenen Thesen aus der Sicht der Praxis zu hinterfragen. Mit einem übereinstimmenden Fazit: Ja, der Kreis Groß-Gerau ist eine wirtschaftlich starke und attraktive Region. Aber es bedarf auch weiterhin gemeinsamer Anstrengungen, um diese Spitzenposition zu festigen und weiter auszubauen!

Vortrag Prof. Jutta Rump

Vortrag Rasmus Beck

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