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Was das Handwerk attraktiv macht

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Landrat Will im Gespräch mit Jungmeister*innen und Moderator Axel S. in der Kreisverwaltung Groß-Gerau. Foto: Axel S.

Handwerk hat mehr zu bieten als klotzen und kleckern. Das machten junge Meisterinnen und Meister und eine frisch gebackene Friseur-Gesellin beim Online-Talk „Eine Stunde Handwerk“ deutlich. 

Normalerweise schrubbt Landrat Thomas Will auf seinem Fahrrad fleißig Kilometer – als Freizeitausgleich zum turbulenten Job. Für „Eine Stunde Handwerk“, eine Informationsveranstaltung von Kreishandwerkerschaft und Kreis Groß-Gerau, brachte Thomas Will sein Fahrrad mit in den Sitzungssaal. Es gebe zu wenig junge Menschen, die sich dem Zukunftsberuf Zweiradmechaniker widmen, sagte er und brachte damit die Misere auf den Punkt, die fast alle Handwerksberufe betrifft: Es fehlt an Nachwuchs. 

Dabei hat die duale Ausbildung – so nennt man die Kombination aus Berufsschule und Lehre im Betrieb – viel zu bieten, für manch einen sogar mehr als das Büffeln auf der Schulbank. „Ich hatte keine Lust mehr auf Schule“, begründet Moritz Schumacher seinen Schritt ins Handwerk. Seit 2019 – damals war er 22 – ist Schreinermeister Schumacher sein eigener Herr, Inhaber und Geschäftsführer der Schreinerei Bellut. Diese Entscheidung habe er nie bereut, betont er. Als wichtig empfand er auf seinem Weg die professionelle Beratung, wie sie auch die Kreishandwerkerschaft Groß-Gerau bietet.

Für die Bischofsheimer Meisterin und Restauratorin im Maler- und Lackiererhandwerk Susanne Haus, die Präsidentin der Handwerkskammer Frankfurt Rhein-Main, ist Handwerk nicht weniger wert als eine akademische Ausbildung. „Ein Studium ist für mich keine höhere Ausbildung, sondern eine andere Form der Expertise.“ Diese Erfahrung machte auch Maßschneiderin Korinna Bennecker, die in Frankfurt ein eigenes Atelier betreibt. Nach zwei Semestern an der Uni war klar, dass sie einen anderen Weg einschlagen würde. Inzwischen erfüllt sie mit ihrer maßgeschneiderten Kleidung ganz individuelle Kundenwünsche. 

Den direkten Kontakt mit den Kunden und das Feedback für ihre Arbeit hoben alle Teilnehmer der Talk-Runde hervor. Kreishandwerksmeister Dipl. Phys. Ulrich Tögel berichtete von einem Kunden, der quasi im Vorbeigehen am Straßenrand Lob für die vor Jahren geleistete Arbeit aussprach. Das schätzt auch Schreinermeister Moritz Schumacher an seinem Beruf. Wenn Kunden anrufen, um sich zu bedanken, sei das ein tolles Gefühl. „Solche Rückmeldungen gebe ich sofort an meine Mitarbeiter weiter.“ Dafür lohnt es sich, gelegentlich schmutzige Finger zu kriegen. „Dafür gibt es ja Wasser und Seife“, sagt Malerin und Lackiererin Jessica Jörges, die nach ihrer dortigen Lehre in den elterlichen Maler- und Lackiererbetrieb einstieg. Die Leiter einzutauschen gegen einen Bürostuhl kommt für sie nicht in Frage. 

Eine Leiter war das zweite Utensil, das Landrat Will im Gepäck hatte. Sie sollte als Zeichen für die Aufstiegsmöglichkeiten stehen, die Handwerksberufe bieten. „Der Meisterbrief ist gleichgestellt mit einem Bachelorabschluss“, erklärte Thomas. Es gebe zahlreiche Karrierechancen. „Handwerk ist keine Einbahnstraße.“ Umso wichtiger, dass insbesondere weiterführende Schulen ihre Schüler bei Berufsberatungen auch auf handwerkliche Berufe aufmerksam machen. Das Unternehmen Würth möchte dabei mit einem Wettbewerb eine Initialzündung geben und unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, Schulgelände aufzuwerten. Mit im Boot sind örtliche Handwerksbetriebe. 

Mehr dazu: https://www.handwerkswettbewerb.de/de/handwerk/wettbewerb/wettbewerb.php

An ihrer Schule sei Handwerk kein Thema gewesen, berichtet Marie Kuhne, die gerade erst als Friseurin ihre Ausbildung abgeschlossen hat. Statt zwei Jahre, auf die sie als Abiturientin verkürzen konnte, hatte sie effektiv wegen der Lockdownphasen in der Corona-Pandemie nur 15 Monate Zeit, um im Salon der Mutter den Beruf zu erlernen. Manche Kunden kennt die Gesellin nur mit Maske. Trotzdem: Kundenwünsche zu erfüllen, sie zum Beispiel fein herzurichten für eine Feier, das ist der Reiz, den der Beruf ausmacht – was ihre Handwerkskolleginnen und -kollegen bestätigen. Die Erfolgserlebnisse seien der Antrieb, und natürlich die vielfältigen Möglichkeiten, sich als Handwerker selbst zu verwirklichen, betonte Kreishandwerksmeister Tögel. 

Den Mitschnitt der Talkrunde „Eine Stunde Handwerk“ finden Sie auf der Website der Kreishandwerkerschaft: www.kh-gg.de/eine-stunde-handwerk/

Fachkonferenz zu Veränderungen der Arbeitswelt im Kreis:
Die neue Wirklichkeit ist hybrid

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Im Airport Garden Loft in Raunheim und zuhause vor ihren Bildschirmen saßen die Teilnehmer*innen des Fachtags „Neue Arbeitswelten“, den die Kreisverwaltung organisiert hat. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – „Ideenreich im Kreis Groß-Gerau“ - unter diesem Motto stand die diesjährige Fachkonferenz der Veranstaltungsreihe „Wirtschaftsförderung im Dialog“, die der Fachdienst Wirtschaft der Kreisverwaltung organisiert. Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis diskutierten in der vergangenen Woche mit Landrat Thomas Will, welche Möglichkeiten Digitalisierung bietet, die bekannten Arbeitswelten neu zu denken.

Bereits am Veranstaltungsformat zeigte sich die neue Wirklichkeit: So freute sich Landrat Will nicht nur, endlich einmal wieder Publikum persönlich empfangen zu dürfen, sondern begrüßte auch Zuschauer*innen an ihren Bildschirmen zuhause. Dies war möglich, da die Hybrid-Veranstaltung aufgezeichnet und per Livestream ausgestrahlt wurde, was für die Wirtschaftsförderung des Kreises ein Novum bedeutete. Veranstaltungsort war das Airport Garden Loft in Raunheim, Herzstück des modernen Business Campus Airport Garden auf dem Gelände der ehemaligen Lederfabrik Resart-Ihm.

Moderator Carsten Rüger, der die Konferenz mit den Worten „Alles bleibt anders“ eröffnete, sah auch hierin einen Ausdruck sich verändernder Arbeitswelten, in der Handarbeit durch Brain Work ersetzt wird. Corona habe diese Prozesse noch beschleunigt. Jutta Wittekind von der Stadt Raunheim benutzte in ihrer Begrüßung das Bild von der sich häutenden Schlange und plädierte dafür, sich von Altem zu befreien, damit neues Denken möglich wird.

In diesem Licht stand dann auch die Veranstaltung. Im ersten Vortrag nahm Prof. Rainer Danielzyk von der Leibniz Universität Hannover die, wie Rüger es nannte, Vogelperspektive ein. Er erklärte aus raumanalytischer Perspektive, wie sich derzeit die Beziehung zwischen Wohnen und Arbeiten verändert und welche Auswirkungen dies auf die Region FrankfurtRheinMain hat. Dabei zeigte er, dass wenn zunehmend Menschen flexibel im Homeoffice arbeiten, statt täglich in die großen Zentren zu pendeln, neue Chancen für deren Wohnorte entstehen.  Dort steigt dann nämlich die so genannte Tagbevölkerung, was mehr Konsum vor Ort, aber zum Beispiel auch eine höhere Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement mit sich bringt.

Da es aber selbst in der neuen Arbeitswelt nicht ganz ohne persönliche Treffen gehen wird, erwartet Danielzyk für die Zukunft weniger ein Abwandern der Bevölkerung in periphere, ländliche Räume, sondern sieht die Ränder der großen Zentren als Hauptgewinner dieses Phänomens. Dem Kreis Groß-Gerau mit seiner Lage mitten in der polyzentrischen Rhein-Main-Region bescheinigt er daher beste Chancen für künftige Entwicklungen.

Wie die neue Wirklichkeit der Arbeitswelt in der Praxis aussehen kann, stellte im zweiten Vortrag Sylvio Thunnok von Lufthansa Systems vor. Das Unternehmen, das seinen Hauptsitz im Airport Garden in Raunheim hat, setzt voll auf Digitalisierung und flexible Arbeitsmodelle. Dank cloudbasiertem Projektmanagement lässt sich von zu Hause aus ebenso effizient arbeiten wie im Büro. Damit löst sich die LH Systems von einer starren Raumgebundenheit, was große Vorteile bietet, wenn es darum geht, hochqualifizierte Mitarbeiter*innen zu gewinnen und zu halten. Besonders international zusammengesetzte Projektteams profitieren von den neuen Möglichkeiten, so Thunnok. Auch er sieht Corona zwar nicht als Auslöser, aber doch als extremen Beschleuniger der Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeitswelt.

Diese Meinung teilte Dr. Petruţa Tătulescu, Geschäftsführerin der Technologie-, Innovations- und Gründungszentrum GmbH (TIGZ). In ihrem Vortrag zeigte sie, dass kreative Köpfe bereits seit langem die flexiblen Raumkonzepte und Netzwerkstrukturen schätzen, die sie in ihrer Start-Up Schmiede in Gustavsburg vorfinden. Tătulescu bewertet gerade in Zeiten von Corona und zunehmenden Unsicherheiten den regionalen Bezug und enge Netzwerkstrukturen als elementare Stärken für Unternehmen.

Einen Blick in die Zukunft warf dann der vierte Vortrag an diesem Nachmittag, in dem Prof. Birte Frommer von der Hochschule Darmstadt ihre Projektidee für eine Gemeinschaftsbüro-Initiative im südlichen Hessen vorstellte. Hierbei ging es darum, wie ein interkommunal getragenes Netzwerk von gemeinschaftlich genutzten Büroräumen in Klein- und Mittelstädten die Vorteile von Homeoffice und Büroarbeit miteinander verbinden können. So wären die Büros mittels kurzer Wege für die lokale Bevölkerung schnell zu erreichen. Sie könnten im Gegensatz zu so manchem Homeoffice-Platz die nötige Ruhe und professionelle Ausstattung für effektives Arbeiten bieten. Beim Publikum kam diese Idee so gut an, dass sogar bereits erste Anfragen potenzieller Mieter*innen vorgetragen wurden.

Während der Fragerunden nach jedem Vortrag und in der abschließenden Podiumsdiskussion entwickelte sich ein lebhafter Austausch mit dem Publikum. Die Zuhörer*innen wollten genau wissen, wie die hybride Wirklichkeit neuer Arbeitswelten aussehen wird und welche Vorteile sich hieraus für Unternehmen und deren Mitarbeiter*innen ergeben.

Wer die Veranstaltung verpasst hat und im Nachhinein noch erleben möchte, kann sie sich in voller Länge auf dem Youtube-Kanal der Kreisverwaltung unter www.youtube.com/kreisgg anschauen (https://youtu.be/5SQuaIETVWk).

 

 

 

Neuer Digi-Check

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Online den Digitalisierungs-Reifegrad des eigenen Unternehmens bestimmen

Schon kleine Maßnahmen können die Digitali­sierung Ihres Unter­nehmens auf ein neues Level bringen. Mit dem DIGI-Check finden Sie heraus, wo Sie beim Thema Digitali­sierung stehen — und wo es bei Ihnen Handlungs­bedarf gibt. Sie erhalten dann kosten­frei einen ausführlichen Report mit konkreten Empfehlungen. In nur 30 Minuten.

Der Digi-Check des Landes Hessens wurde weiterentwickelt und besonders benutzerfreundlich gestaltet. Das Online-Tool finden Sie auf der Seite vom Land Hessen.

 

 


Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" wird verlängert und verbessert

Eine fundierte Ausbildung gilt als Basis für die berufliche Zukunft junger Menschen und die Sicherung von Fachkräften in der Bundesrepublik. Die Bundesregierung verlängert daher das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" und erhöht die Ausbildungsprämien, um den negativen Folgen der Coronakrise entgegenzutreten und jungen Menschen weiterhin eine betriebliche Ausbildung zu ermöglichen. Weitere Informationen

Bike+business: Biebesheimer Unternehmen unterstützt und belohnt teilnehmende Unternehmen im Kreis Groß-Gerau

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Unternehmen für eine zukunftsweisende und ressourcenschonende Art der Mobilität begeistern und den betrieblichen Radverkehr im Kreis Groß-Gerau fördern? Eine gute Idee findet das in Biebesheim ansässige Unternehmen Orion Bausysteme GmbH. Der Hersteller für Fahrradabstellanlagen unterstützt die Initiative bike+business vom Land Hessen und möchte ebenfalls einen Beitrag leisten. Um die Unternehmen im Kreis Groß-Gerau zur Teilnahme an den kostenfreien Angeboten von bike+business zu motivieren, prämiert die Orion Bausysteme GmbH die ersten beiden teilnehmenden Betriebe mit zwei kostenfreien Fahrradständern. Ein tolles Angebot findet die Wirtschaftsförderung des Kreises Groß-Gerau, welche erst kürzlich auf die Landesinitiative aufmerksam machte. Die Wirtschaftsförderung übernimmt deshalb die Koordination: Betriebe im Kreis Groß-Gerau, welche nachweislich am Programm bike+business teilnehmen, können sich an Mareen Stahl (Tel. 06152 989 84269 / mail: m.stahl@kreisgg.de) wenden. Gemeinsam mit der Orion Bausysteme GmbH findet dann eine Übergabe der kostenfreien Fahrradabstellanlagen statt.

Über bike+business:

Das Land Hessen unterstützt mit bike+business die hiesigen Unternehmen dabei, den betrieblichen Radverkehr zu fördern. Ziel ist es gemeinsam mit Unternehmen in Hessen eine zukunftsfähige Mobilität zu gestalten. Tägliches Radfahren soll für Berufstätige attraktiver werden. Kostenfreie und maßgeschneiderte Angebote machen die Umsetzung betrieblicher Maßnahmen dabei besonders interessant. Weitere Informationen unter www.bikeandbusiness.de

Über die Orion Bausysteme GmbH:

Die ORION Bausysteme GmbH entwickelt, produziert und montiert Überdachungen, Fahrradständer und Stadtmobiliar für verschiedenste Anforderungen für den europäischen Markt. Zu den funktionsoptimierten Fahrradparksystemen gehören auch Doppelstockparker, Fahrradboxen und Fahrraddepots. Viele der Fahrradständer sind das Resultat einer gemeinsamen Entwicklung mit dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club).

In den Kategorien Bügelparker, Doppelstockparker und Fahrradboxen wurden ausgewählte Produkte nach DIN 79008 „Stationäre Fahrradparksysteme“ getestet und zertifiziert. Das gilt auch für den Bügelparker BETA XXL, der im Zusammenhang mit der Aktion „bike + business“ als Preis vergeben wird.

Weitere Informationen unter www.orion-bausysteme.de/de

 

 


Neue Angebote der Landesinitiative bike+business

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Radfahren ist eine umweltfreundliche Art der Mobilität – zukunftsweisend, kostengünstig und ressourcenschonend. Dazu unterstützt Radfahren die körperliche Fitness, stärkt das Immunsystem und macht die Menschen glücklich. Wie können fortschrittliche Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber von diesen Vorteilen profitieren? Die Antwort darauf bietet die Landesinitiative bike+business.

Das Land Hessen unterstützt mit bike+business die hiesigen Unternehmen dabei, den betrieblichen Radverkehr zu fördern. Ziel ist es gemeinsam mit Unternehmen in Hessen eine zukunftsfähige Mobilität zu gestalten. Mitwirkende Unternehmen präsentieren sich dabei als innovativer und attraktiver Arbeitgeber. Kostenfreie und maßgeschneiderte Angebote machen die Umsetzung betrieblicher Maßnahmen dabei besonders interessant. So können Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beispielsweise E-Bikes und Pedelecs für einen Monat testen – gratis und auf das Unternehmen abgestimmt. Darüber hinaus bietet bike+business ein Kontingent an kostenfreien Zertifizierungen als „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ durch den Fahrrad-Club ADFC. Beratungen, Weiterbildungen und Informationsveranstaltungen der Initiative unterstützen hessische Unternehmen bei der betrieblichen Radförderung und sorgen damit für ein fortschrittliches Auftreten. Netzwerkveranstaltungen und die Teilnahme am bike+business Award fördern nicht nur den Austausch, sondern stärken den Teamgeist und das Betriebsklima. Dies und vieles mehr bietet bike+business.

Die Wirtschaftsförderung des Kreises Groß-Gerau unterstützt die Landesinitiative und lädt alle Unternehmen im Kreis dazu ein, die digitale Informationsveranstaltung von bike+business am 30. April 2021 zu besuchen. Im Live-Stream mit Minister Tarek Al-Wazir werden die verschiedenen Angebote und Möglichkeiten für die hessischen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber vorgestellt. Die Veranstaltung startet um 9.30 Uhr und ist über den folgenden Link erreichbar: www.bikeandbusiness.de/vorstellung .

Informationen erhalten interessierte Unternehmen darüber hinaus bei der Wirtschaftsförderung des Kreises – Kontakt: Mareen Stahl (06152/989 84269 oder m.stahl@kreisgg.de

oder direkt im Projektbüro der Landesinitiative bike+business – Kontakt: Anika Schader (06251/8263 280 oder service@bikeandbusiness.de).

Angebot für Unternehmen: Digitales Fachgespräch

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Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt berät Unternehmen mit Fragen zu Digitalisierungsprojekten. Die Experten widmen sich individuellen Frage- und Problemstellungen und beraten Unternehmen kostenfrei und der Situation angepasst per Video- oder Telefonkonferenz. Um den passenden Experten im Kompetenzzentrum zu ermitteln, nutzen Unternehmen das folgende Anmeldeformular. Termine können flexibel vergeben werden.

Förderungen aus dem Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Die Corona-Krise erschwert es vielen Ausbildungsbetrieben, weiterhin junge Menschen als Fachkräfte von morgen auszubilden. Daher können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Ausbildungsprämie oder andere Förderungen aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beantragen.

Das Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die von der Corona-Krise betroffen sind. Es hat diese Ziele:

  • Ausbildungsplätze erhalten (Ausbildungsprämie)
  • zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen (Ausbildungsprämie plus)
  • Kurzarbeit für Auszubildende vermeiden (Zuschuss zur Ausbildungsvergütung)
  • Übernahme bei Insolvenzen fördern (Übernahmeprämie)

Bedingungen für alle Förderungen

Für die Förderung kommen KMU infrage, die wie folgt ausbilden:

  • in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen,
  • in Ausbildungsberufen nach dem Pflegeberufe-, Krankenpflege- und/ oder Altenpflegegesetz oder
  • in den praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen, die bundes- und landesrechtlich geregelt sind.

Hinweis: Als KMU gelten Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten. Dabei wird die Zahl der Beschäftigten in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 29. Februar 2020 zugrunde gelegt.

Einschränkungen

Unternehmen können nur eine Prämie pro Ausbildungsvertrag erhalten. Sie können die Förderungen aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ nicht mit Förderungen auf anderen rechtlichen Grundlagen oder nach anderen Programmen des Bundes oder der Länder kombinieren, die die gleiche Zielrichtung oder den gleichen Inhalt haben.

Antrag auf Förderung stellen

Unternehmen müssen die Förderung bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit beantragen. Zusätzlich zum Antrag benötigen Sie eine Bescheinigung der zuständigen Stelle für den Ausbildungsberuf (nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder dem Seearbeitsgesetz). Meist sind das die Kammern, zum Beispiel die Industrie- und Handelskammern oder die Handwerkskammern.

Bei anderen förderfähigen Berufen müssen Sie den Ausbildungsvertrag beilegen. Näheres dazu finden Sie im jeweiligen Antrag.

Außerdem müssen Sie eine De-minimis-Erklärung abgeben.

Weitere Informationen zum Programm und der Beantragung finden Sie bei der Bundesagentur für Arbeit

Blitzumfrage zur Corona-Krise

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben viele Unternehmen unverschuldet in eine prekäre Lage gebracht. Die Krise hat die Wirtschaft in nahezu allen Bereichen erfasst.

Die Befragung wurde im Zeitraum 15. bis 31. August 2020 durchgeführt und sollte dazu beitragen, einen Einblick in die derzeitige Situation der Unternehmen im Kreis Groß-Gerau und Ansätze für einen Weg aus der Krise zu erhalten. 

Hier geht es zu den Ergebnissen.

Kleine und mittlere Unternehmen tragen Verantwortung für morgen

Nachhaltiges Denken und Handeln ist in den hessischen Unternehmensführungen kleiner undmittlerer Unternehmen (KMU) nicht nur angekommen, sondern lebendig. Bei einer Studie des Europäischen Instituts für Arbeitsbeziehungen e.V. (EIAB) mit 37 hessischen Unternehmen hat sich gezeigt, dass sich ihre Anstrengungen schwerpunktmäßig im ökologischen Bereich bewegen. Bemerkenswert, aber nicht unerwartet in Zeiten des Fachkräftemangels ist allerdings, dass soziale Aspekte der Unternehmensführung eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Auch gesellschaftliches Engagement ist für viele Unternehmen ein Anliegen – „wir geben der Gesellschaft etwas zurück“. 

Die Ergebnisse der Studie wurden nun in einem Buch mit dem Titel „Wir tragen Verantwortung für morgen. Ausgewählte Beispiele nachhaltiger Unternehmensführung im Mittelstand“ veranschaulicht und in einen größeren Kontext eingeordnet. 

Auch Betriebe aus dem Kreis Groß-Gerau sind hier zu finden: Terra Verde Biomarkt (Groß-Gerau), CompWare Medical (Gernsheim) und August Fichter (Raunheim).

Das im Jahr 2019 begonnene, vom Land Hessen unterstützte Projekt zielte auf die Sammlung von Positiv-Beispielen für nachhaltige Unternehmensführung in Hessen ab. Es wurde ein Fragebogen an KMU unterschiedlicher Größe und aus unterschiedlichen Branchen gerichtet, dessen Zielsetzung es war zu erfahren, auf welche Weise man „Verantwortung für morgen“ trägt.

"Ein wichtiger Effekt dieses neuen Formats über nachhaltige Unternehmen und Unternehmer*innen besteht darin, andere Unternehmen zu motivieren, über Strategien und Maßnahmen nachhaltiger Unternehmensführung nachzudenken und sie in die Tat umzusetzen“, so Prof. Dr. Lutz Michael Büchner, Erster Vorsitzender des EIAB.

Das Buch ist bei der Verlagsbuchhandlung Toeche-Mittler Darmstadt erschienen, trägt die ISBN Nummer 978-3-87820-170-0, kostet 29.80 Euro und ist per Mail unter orders@net-library.de zu bestellen.

Willkommensportal FrankfurtRheinMain

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Unter „Germany’s Best Place – http://www.find-it-in-frm.de/ erhalten Neuzuwandernde jetzt alles Wissenswerte rund um das Ankommen, Arbeiten, Studieren und Leben in der Region an nur einem Ort. Mit der dortigen interaktiven Karte der Metropolregion finden sie außerdem schnell spezifische regionale Informationen.
Mit dem Willkommensportal und dem dahinter stehenden Beratungsteam hat die Region daher eine Plattform geschaffen, die Neuzuwandernde beim Ankommen in FrankfurtRheinMain bestmöglich unterstützt und auf die zahlreichen Angebote und Initiativen in der Region verweist. Gleichzeitig stellt das Willkommensportal auch Informationen für regionale Arbeitgeber bereit.

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