Wirtschaftsförderung

CORONAVIRUS: INFORMATIONEN ZUR HILFE FÜR UNTERNEHMEN

Sehr geehrte Unternehmer*innen,
das Coronavirus hat die Wirtschaft und das öffentliche Leben nach wie vor fest im Griff. Auch wir wollen die Möglichkeit nutzen, Ihnen aktuelle Informationen über mögliche Maßnahmen und Programme zur Überwindung der Corona-Krise bereitzustellen. Bei Fragen unterstützen wir Sie gerne. Rufen Sie uns an.

 

Überbrückungshilfe III und Überbrückungshilfe III plus:

Unternehmen und Soloselbstständige können Zuschüsse zu den Fixkosten erhalten. Die Überbrückungshilfe III gilt für den Zeitraum November 2020 bis Juni 2021, die Überbrückungshilfe III Plus für Juli bis Dezember 2021. Voraussetzung ist ein Rückgang des Umsatzes um mehr als 30 Prozent. Bei höheren Umsatzeinbrüchen gibt es weitere Zuschläge (Eigenkapitalzuschuss).

Anträge können ausschließlich über sogenannte prüfende Dritte gestellt werden. Dies sind Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, Rechtsanwält*innen oder vereidigte Buchprüfer*innen. Antragsbearbeitung und Auszahlung erfolgen in der Verantwortung der Länder.

 

Neustarthilfe und Neustarthilfe Plus

Die Neustarthilfe ermöglicht einen Zuschuss unabhängig von den Fixkosten. Sie unterstützt so gezielt Soloselbstständige, die wegen fehlender Fixkosten wie zum Beispiel Büromieten oder Leasingkosten nicht von der Überbrückungshilfe profitieren. Für den Zeitraum Januar bis Juni 2021 ist die Neustarthilfe mit monatlich 1.250 Euro vorgesehen, für den Zeitraum Juli bis Dezember 2021 sind es als Neustarthilfe Plus 1.500 Euro pro Monat. Insgesamt können betroffene Soloselbstständige damit für den gesamten Förderzeitraum bis zu 16.500 Euro Neustarthilfe erhalten, um nach der Krise wieder neu starten zu können.

Quelle und weitere Informationen: Bundesministerium der Finanzen

 

Insolvenzantragspflicht wieder in Kraft:

Zum 30. April ist die Regelung für die coronabedingte Aussetzung der Insolvenzantragspflicht ausgelaufen. Damit müssen Unternehmen, egal ob überschuldet oder zahlungsunfähig, seit dem 1. Mai wieder alle rechtlichen Regelungen bei eingetretener Insolvenz beachten.

Weitere Informationen: BMWi

 

Neues zu Corona-Hilfen:

Bürgschaftsbank Hessen erweitert Angebot massiv

Wesentlicher Bestandteil des Maßnahmenpakets der Bundesregierung sind neben der KfW auch die deutschen Bürgschaftsbanken, die Ihnen mit Ihrer Hausbank herauszulegende Kredite besichern können. Auf der Webseite der Bürgschaftsbank Hessen erhalten Sie einen Überblick über die bis zum 31.12.2021 befristeten Maßnahmen.

 

Überbrückungshilfe III Plus

Die Überbrückungshilfe III Plus startet im Juli und soll bis September laufen.

  1. Verlängerung der Überbrückungshilfen bis zum 30. September 2021,
  2. Verlängerung der vollständigen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge bei der Kurzarbeit sowie der Fortführung der erleichterten Zugangsvoraussetzungen bis zum 30. September 2021
  3. Restart-Prämie, mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu den Personalkosten erhalten können.
  4. Verlängerung und Erhöhung der Neustarthilfe für Soloselbständige auf bis zu 12.000 Euro für die ersten drei Quartale dieses Jahres.
  5. Die Obergrenze für die Zuschüsse aus den Corona-Hilfen wird auf bis zu 52 Mio. € erhöht: Die Bundesregierung erhöht auch die Obergrenze für die Förderung im Rahmen der Überbrückungshilfe III und der Überbrückungshilfe III Plus. Künftig können Unternehmen, die von staatlichen Schließungsmaßnahmen direkt oder indirekt betroffen sind, bis zu 40 Mio. Euro als Schadensausgleich im Rahmen der Überbrückungshilfe geltend machen. Grundlage dafür ist die Bundesregelung Schadensausgleich, welche die Europäische Kommission auf Antrag der Bundesregierung hin genehmigt hat. Zusammen mit der bislang geltenden Obergrenze von bis zu 12 Mio. Euro beträgt der maximale Förderbetrag künftig in der Überbrückungshilfe III und der Überbrückungshilfe III Plus 52 Mio. Euro.
  6. Die Härtefallhilfen der Länder sollen im Gleichklang mit der Überbrückungshilfe bis Ende September 2021 verlängert werden.

     

Gastgewerbe: Aktuelle Regeln für Corona

Mit der neuen Landesverordnung vom 16. September sind insbesondere für das Gastgewerbe neue Regelungen eingetreten. Eine Übersicht gibt es hier.

 

Testpflicht für Unternehmen

Mit Beschluss vom 13. April 2021 werden Arbeitgeber dazu verpflichtet, allen Beschäftigten, die nicht im Home-Office arbeiten, regelmäßig Corona-Tests anzubieten. Die Testpflicht gilt voraussichtlich ab dem 19. April 2021 und sieht einmal pro Woche kostenlose Schnelltests für Arbeitnehmer in Präsenz vor. Beschäftigte mit hohem Infektionsrisiko müssen zweimal pro Woche von diesem Angebot profitieren können. Arbeitgeber müssen nachweisen, dass sie der Testpflicht nachkommen. Die Kosten für die Besorgung von Corona-Tests obliegen dabei den Unternehmen. Für die Beschäftigten besteht keine Verpflichtung, das Testangebot anzunehmen.

Weitere Informationen inklusive Leitfaden zum Schnelltest und Tipps zur Suche von Lieferanten bietet die IHK Darmstadt.

 

Mit Perspektive aus der Krise

Die Corona-Pandemie stellt Unternehmen vor große Herausforderungen und trägt dazu bei, dass viele Firmen in finanzielle Schieflage geraten. Die IHK Darmstadt unterstützt Unternehmen in schwierigen Situationen und zeigt Lösungswege auf. Auf der Internetseite „Mit Perspektive aus der Krise“ (Dokument-Nr. 2836) finden sich Informationen, die Betrieben helfen, die schwierigsten Klippen zu umschiffen. Unter anderem finden Unternehmen hier eine Videopräsentation, in der die IHK Darmstadt auf die verschiedenen finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten sowie auf die Sanierungsoptionen für Unternehmen in dieser Krisensituation aufmerksam machen möchte.

Für den persönlichen Kontakt können sich interessierte Betriebe an Frau Simone Zwick (simone.zwick@darmstadt.ihk.de  oder 06151/871-1307) wenden.

 

Corona-Härtefallhilfen und KfW-Sonderprogramm

Bund und Länder haben sich auf die Ausgestaltung von Härtefallhilfen geeinigt. Diese ergänzen die bisherigen Unternehmenshilfen und bieten den Ländern die Möglichkeit zur Förderung von Unternehmen und Selbstständigen, die aufgrund von speziellen Fallkonstellationen unter den bestehenden Hilfsprogrammen von Bund und Ländern nicht berücksichtigt sind – deren wirtschaftliche Existenz aber infolge der Corona-Pandemie bedroht ist. Die Antragstellung erfolgt bei den Ländern und grundsätzlich über „prüfende Dritte“, also beispielsweise über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater. Die zuständige Bewilligungsstelle der Länder entscheidet dann über Art und Höhe der Hilfe in eigener Regie im Rahmen der verfügbaren Mittel. Der Förderzeitraum ist der 1. März 2020 bis 30. Juni 2021. Die Bundesregierung und die KfW verlängern außerdem das KfW-Sonderprogramm bis zum 31. Dezember 2021 und erhöhen zum 1. April 2021 die Kreditobergrenzen. Das KfW-Sonderprogramm ist am 23. März 2020 gestartet und hat in einem Jahr Unternehmensfinanzierungen in Höhe von insgesamt 49 Mrd. Euro zur Abfederung der Corona-Krise ermöglicht.

Weitere Informationen:

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Kreditanstalt für Wiederaufbau

 

Soloselbständige: Neustarthilfe gestartet

Anträge können ab sofort gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. August 2021.

Soloselbständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen, aber dennoch stark von der Corona Krise betroffen sind, können einmalig eine Neustarthilfe von bis zu 7.500 Euro erhalten.

Anträge können über ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden.

Höhe der Neustarthilfe

Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, maximal aber 7.500 Euro. Die volle Neustarthilfe wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbständigen während des Förderzeitraums Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zum Referenzumsatz um mehr als 60 Prozent zurückgegangen ist. Der Referenzumsatz ist im Normalfall das Sechsfache des durchschnittlichen monatlichen Umsatzes des Jahres 2019.

Auszahlung

Die Neustarthilfe wird als Vorschuss ausgezahlt. Die Begünstigten verpflichten sich bei Beantragung zu einer Endabrechnung durch Selbstprüfung nach Ablauf des Förderzeitraums. Sollte der Umsatz während der sechsmonatigen Laufzeit bei mehr als 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen. Liegt der erzielte Umsatz bei 90 Prozent oder mehr, so ist die Neustarthilfe vollständig zurückzuzahlen. Zur Bekämpfung von Subventionsbetrug finden stichprobenhaft Nachprüfungen statt.

Die Neustarthilfe wird wie die anderen Zuwendungen aus der Überbrückungshilfe als steuerbarer Zuschuss gewährt und nicht auf die Grundsicherung angerechnet.

Weitere Details der Neustarthilfe, zum Beispiel zur Anrechenbarkeit von Einnahmen und Umsätzen, werden in den FAQs unter dem Link oben erläutert.

 

"Überbrückungshilfe III" -  ab sofort Anträge möglich für Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler

Die neue Überbrückungshilfe III, gültig bis zum 30.06.2021, wird nochmals deutlich ausgeweitet und soll mit verbesserten Konditionen jetzt auch die Unternehmen, Soloselbständigen und Freiberufler, die direkt und indirekt von den Schließungen ab 16.12.2020 betroffen sind, unterstützen. 
Zu den Bedingungen und Förderhöhen erhalten Sie hier  weitere Informationen.

Die Antragsfrist endet am 31. August 2021.

 

Neuauflage Hessen-Mikroliquidität

Die Vergabe der Darlehensmittel (von 3.000 bis 35.000 Euro) ist unkompliziert, erfolgt ohne Bank und ohne Sicherheiten, die Konditionen sind sehr günstig. Zum Antrag (ausschließlich online) gelangen Interessenten über die Website der WI-Bank, vorher empfiehlt sich ein Telefonat mit einem Regionalpartner, für den Kreis Groß-Gerau:
IHK Darmstadt, Clemens Schäfer, 06151-8711213
oder
Technologie-, Innovations- und Gründungszentrum GmbH, www.tigz.de 
Petruta Tatulescu, 06134-557101, tatulescu@tigz.de
Thomas Schütz, 06134-557102, schuetz@tigz.de  
die die WI-Bank bei der Abwicklung unterstützen. Den Link zum Portal und ein Merkblatt finden Sie hier.

 

Notfallkasse Hessen

Die Notfallkasse Hessen soll Schäden und Nachteile hessischer Unternehmen, die die Folgen der COVID-19-Pandemie unvorhersehbar und in besonderem Maße getroffen hat, abmildern – und zwar bei denjenigen, die diese Schäden und Nachteile nicht aus anderen Programmen ausgleichen können oder denen der vertretbare Einsatz eigener Mittel bzw. die Inanspruchnahme von weiteren Finanzierungsalternativen nicht möglich ist.
Antragsberechtigt sind Unternehmen und Betriebe und nichtöffentliche Institutionen aller Größenklassen mit Sitz in Hessen.

Die Anträge können über ein Onlineportal  auf der Website des Regierungspräsidiums Kassel gestellt werden.

 

Geförderte Beratung unternehmerisches Know-how der BAFA ab 2021

Das Programm "Förderung unternehmerischen Know-hows" fördert Beratungen kleiner und mittlerer Unternehmen. Die Unternehmen können sich von qualifizierten, Beraterinnen und Beratern zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung beraten lassen. Ebenso erhalten Unternehmen in Schwierigkeiten einen Beratungszuschuss zu allen Fragen der Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.
Gefördert werden bis zu 90% der Beratungskosten.
Weitere Informationen hier.

 

Weitere Hilfen:

  • Sofortkredite und Bürgschaften
    Auf der Internetseite der WI-Bank http://www.wibank.de/corona sind die ergänzenden Unterstützungsmöglichkeiten des Landes und des Bundes für die Unternehmen aufgeführt.
    Dort finden Sie u.a. Informationen zu den Darlehen für kleine Unternehmen und Soloselbständige (Hessen-Mikroliquidität, Kredite von 3.000 bis 35.000 Euro), den Liquiditätshilfen für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen (Kredite bis 500.000 Euro möglich),
    sowie der Förderung von Sanierungsgutachten gemäß IDW S6.
    Seit 15.04.2020 bietet das Maßnahmenpaket der Bundesregierung mit dem KFW-Schnellkredit 2020 ein weiteres Instrument zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise an. Der Kredit soll Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten, die durch die Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, durch rasche Liquiditätshilfen unterstützen.
    Erster Ansprechpartner sind die Hausbanken,
    dort gibt es Anträge für Notkredite.
    Hotline für Landesprogramme: 0611 774 7333 (für Sofortkredite und Bürgschaften für u.a. Kleinunternehmen und Gründer*innen)
    Hotline für Bundesprogramme: 030 18615 8000 (für Sofortkredite und Bürgschaften für alle Unternehmen)

 

 

Kontakt

Innovation

Fachbereich Regionalentwicklung,
Bauen, Wirtschaft und Umwelt
Fachdienst Wirtschaftsförderung

Wilhelm-Seipp-Straße 15
Margit Kühner - Fachdienstleitung
Zimmer 4210
06152 989-418
Fax 06152 989-448
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