Aktuelles

08.04.2021

Aviäre Influenza 2020/2021 - aktuelle Informationen

 

Da der letzte Ausbruch der Aviären Influenza HPAI H5N8 bei einem Höckerschwan am Wechselsee in Biebesheim am 18.03.2021 amtlich festgestellt wurde, wird der mit Allgemeinverfügung vom 06.03.2021 festgelegte Sperrbezirk aufgehoben und geht in ein Beobachtungsgebiet über. Die Festlegung des neuen Beobachtungsgebietes erfolgt mit der Allgemeinverfügung vom 08.04.2021 und gilt vorläufig bis zum 18.04.2021, 24:00 Uhr. Die Allgemeinverfügung vom 06.03.2021 wird entsprechend aufgehoben.

Hier finden Sie die Allgemeinverfügung zum aktuellen Beobachtungsgebiet sowie die Karte zum Beobachtungsgebiet noch einmal separat.

Hier ein aktueller Link zu einer Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Sollten Sie Geflügel von einem Händler aus den betroffenen Kreisen gekauft haben, können Sie sich gerne beim Veterinäramt melden, um das weitere Vorgehen abzusprechen.

Eine aktuelle Zusammenfassung der Lage finden Sie in diesem Newsletter.

Am Montag, den 01.03.2021 wurden am und um den Wechselsee in Biebesheim die ersten toten Höckerschwäne gemeldet. Insgesamt wurden an diesem Tag 7 tote Tiere eingesammelt und zur Untersuchung an den Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) in Gießen zur weiteren Untersuchung verbracht. Bei diesen Tieren wurde Influenza A-Virus HPAI H5N8 letztendlich durch das Friedrich-Loeffler-Institut am 05.03.2021 bestätigt. Bis zum 05.03.2021 wurde bei weiteren 5 Höckerschwänen eine Infektion mit Influenza A-Virus, H5 nachgewiesen. Aktuell wird das Gebiet regelmäßig abgesucht, tote Tiere eingesammelt und zum LHL zur Untersuchung verbracht.

Um eine Verschleppung der hochansteckenden Tierseuche zu vermeiden, wurde ein Betretungsverbot für das Gebiet rund um den Wechselsee, Weideteich und Ellenloch in Biebesheim verfügt. Da jedoch die letzten positiv getesteten Wildvögel am 11.03.2021 dort gefunden wurden, wird das Betretungsverbot mit einer erneuten Allgemeinverfügung (hier zu lesen) aufgehoben.

Zusätzlich hat der Kreis Bergstraße den Ausbruch der Aviären Influenza bei Wildvögeln amtlich festgestellt und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet. Dieses reicht bis in den Kreis Groß-Gerau. Die entsprechende Allgemeinverfügung zu dem Beobachtungsgebiet sowie die separate Karte finden Sie hier.

Zwei weitere Ausbrüche im kreis Groß-Gerau (einmal ein toter Höckerschwan am Lercher Loch, Hessenaue und einmal ein toter Höckerschwan am Altrhein in Erfelden) wurden amtlich festgestellt. Jedoch wurde aufgrund der Einzeltierfunde auf die Bildung von Restriktionszonen verzichtet.

 

Beachten Sie bitte diese Checkliste, wenn Sie tote Vögel im Kreis finden. Am Wochenende kann die Leitstelle des Kreises unter 19222 gerne über den Fund von toten Wildvögeln informiert werden. Die Mitarbeiter verständigen dann den jeweiligen Ansprechpartner der Gemeinde, um ein Einsammeln der Tiere zu veranlassen.

 

Die Allgemeinverfügung zur Aufstallpflicht für den Kreis Groß-Gerau hat weiterhin Bestand und ist hier zu sehen: Allgemeinverfügung vom 15.12.2020

Hinweis: aufgestallt sind die Tiere, wenn nach oben eine Abdeckung mit einer maximalen Maschenweite von 25mm angebracht wurde und Wildvögel nach Definition der Geflügelpestverordnung nicht eindringen können. Dies sind Vögel der Ordnungen Hühnervögel, Gänsevögel, Greifvögel, Eulen, Regenpfeiferartige, Lappentaucherartige oder Schreitvögel.

 

Aktuelle Informationen zum Seuchengeschehen finden Sie auf der Seite des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI).

Merkblätter des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gibt Ihnen einen Überblick über die rechtlichen Vorgaben sowie über häufige Fragen.

Den Vordruck für das Bestandsregister finden Sie hier.

Weitere Merkblätter rund um das Thema Aufstallpflicht können Sie sich hier anschauen:

Merkblatt "Nutzgeflügel schützen" des FLI

Merkblatt des LLH zur Aufstallpflicht

Merkblatt des Bundesverbandes Mobile Geflügelhaltung e.V. zur Geflügelpest

Merkblatt des Bundesverbandes Mobile Geflügelhaltung e.V. zur Stallpflicht und Notfallplänen

Wenn Sie Ihr Geflügel beim Veterinäramt melden möchten, können Sie gerne eine formlose Email an veterinaeramt@kreisgg.de schicken. Als Informationen benötigen wir von Ihnen Ihre Kontaktdaten, den Standort des Geflügels (falls abweichend), Art und Anzahl der Tiere, Betriebsnummer (zu beantragen über den HVL Alsfeld) und Ihre Tierseuchenkassennummer (zu beantragen bei der Hessischen Tierseuchenkasse). 

02.10.2020

Ausgabeverfahren für EU-Heimtierausweise

In Hessen ist das Heimtierausweisausgabeverfahren von EU-Heimtierausweisen freiwillig an die HIT-Datenbank (HIT: Herkunftssicherungs- und Informationssysstem für Tiere) angebunden.

Möchten Sie als Tierarzt registriert werden, ist das Anmeldeverfahren über die Hessische Tierärztekammer bekannt gegeben worden  .

Zur Registrierung müssen Sie das Antragsformular ausfüllen und zusammen mit einer Kopie Ihrer Approbationsurkunde an den HVL Alsfeld senden.

 

 

 

06.08.2019

Umsetzung des „Aktionsplans zur Einhaltung der Rechtsvorschriften in Bezug auf das Schwänzekupieren beim Schwein“

Wie Sie eventuell aus den verschiedenen Medien bereits entnommen haben, hat das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) mit Datum vom 28.06.2019 einen Erlass zur Umsetzung des Amputationsverbots nach § 6 Abs. 1 und zur Umsetzung des „Aktionsplans zur Einhaltung der Rechtsvorschriften in Bezug auf das Schwänzekupieren beim Schwein“ für Hessen beschlossen. 

Grundlage ist, dass bei einem Audit der EU im Jahr 2018 in Deutschland festgestellt wurde, dass in Deutschland wie auch in vielen anderen Mitgliedsstaaten flächendeckend gegen diese Vorschriften verstoßen wird. Deutschland und die betroffenen Mitgliedsstaaten wurden daher verpflichtet einen Aktionsplan vorzulegen, mit dem sichergestellt wird, dass die Vorschriften künftig eingehalten werden.

 Der nationale Aktionsplan für Deutschland wurde im September 2018 von der Agrarministerkonferenz beschlossen. Zentrale Vorgabe des Planes ist die sogenannte Tierhaltererklärung, mit der der Tierhalter nachweisen kann, dass er aufgrund der Rahmenbedingungen in seinem Betrieb derzeit nicht auf das Kupieren verzichten kann.

 

Dieser Aktionsplan für Hessen ist samt zugehöriger Anlagen unter https://umwelt.hessen.de/kupierverzicht einsehbar.

Die wesentlichen tierschutzrechtlichen Regelungen zum Schwänzekupieren beim Schwein ergeben sich aus § 6 Tierschutzgesetz sowie der Richtlinie der Europäischen Union 2008/120/EG und der Empfehlung (EU) 2016/336 der Europäischen Kommission. Aus diesen ergibt sich folgende Rechtslage:

Gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 3 TierSchG darf bei unter vier Tage alten Ferkeln der Schwanz gekürzt werden, wenn der Eingriff im Einzelfall für die vorgesehene Nutzung des Tieres zu dessen Schutz oder zum Schutz anderer Tiere unerlässlich ist. Nach § 6 Abs. 5 TierSchG ist der zuständigen Behörde auf Verlangen die Unerlässlichkeit glaubhaft nachzuweisen.

Das europäische Recht gibt vor, dass ein Kupieren der Schwänze von Schweinen nur dann durchgeführt werden darf, wenn Verletzungen an Ohren oder Schwänzen anderer Schweine entstanden sind und vor dem Kupieren andere Maßnahmen getroffen werden, um Schwanzbeißen und andere Verhaltensstörungen zu vermeiden (Anhang I Kapitel I Nr. 8 der Richtlinie 2008/120/EG über Mindestanforderungen für den Schutz von Schweinen).

 

Umsetzung des Aktionsplans (gültig seit 01.07.2019)

Der Aktionsplan zielt auf einen schrittweisen Kupierverzicht. Dementsprechend haben Betriebe mit Schwanz-/Ohrverletzungen betriebsindividuelle Optimierungsmaßnahmen zu ergreifen, bis weniger als zwei Prozent Schwanz- und Ohrverletzungen im Jahresdurchschnitt auftreten. Betrieben ohne Schwanzbeißprobleme wird die Möglichkeit gegeben, zunächst nur bei einer kleinen Gruppe von Tieren auf das Kupieren zu verzichten.

Der Aktionsplan verpflichtet im Rahmen einer Risikobewertung gemäß §§ 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 und Abs. 5 TierSchG der Richtlinie 2008/120/EG Anhang I Kap. I Nr. 8 und der Empfehlung (EU) 2016/336 Nummer 2 a den Tierhalter (Ferkelerzeuger und/oder Mäster), der die Schwänze von Ferkeln kupiert oder kupierte Tiere einstallt zur Darlegung der Unerlässlichkeit des Eingriffs folgende Nachweise zu erbringen:

  • Dokumentation tatsächlich entstandener Schwanz-/Ohrverletzungen
  • Durchführung einer Risikobewertung, um die betriebsindividuellen Risikofaktoren für Schwanzbeißen zu identifizieren. Die Risikobewertung muss mindestens die in der Empfehlung (EU) 2016/336 unter Nummer 3 aufgeführten Parameter umfassen und
  • Einleitung auf der Risikobewertung basierender geeigneter Optimierungsmaßnahmen in der Tierhaltung, um das Schwanzbeißrisiko zu reduzieren.

Da der Mäster mit seinen Haltungsbedingungen die Ursache für die Notwendigkeit des Kupierens setzt, muss auch er – und nicht nur der Ferkelerzeuger – diese Nachweise führen. Den Tierhaltern stehen zur Führung des Nachweises die im Zuge des Aktionsplans erstellten Dokumentationshilfen zur Verfügung. Diese stehen auf der Seite des HMUKLV unter dem auf Seite 1 genannten Link als Download zur Verfügung.

 

Der Aktionsplan gilt für alle Schweine-haltenden Betriebe (gewerbliche, Nebenerwerbs-, Hobbybetriebe usw.), soweit seit dem 01.07.2019 schwanzkupierte Ferkel bezogen werden.

Ab dem 15.09.2019 sind durch die zuständigen Veterinärbehörden die Umsetzung des Aktionsplans in den Betrieben zu kontrollieren. Bei nicht-Einhaltung der Vorgaben ist mit der Einleitung von Bußgeldverfahren und Verfügungen zu rechnen.

 

 

07.04.2020

Blauzungenkrankheit

Nach amtlicher Feststellung der Blauzungenkrankheit (Bluetongue disease - BT) verursacht durch ein Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) in einem Betrieb in der Gemeinde Ottersweiler im Landkreis Rastatt und öffentlicher Bekanntmachung des Seuchenausbruchs durch das Landratsamt des Landkreises Rastatt liegt auch der Kreis Groß-Gerau im Sperrbezirk.

Es wurden aktuell die Bestimmungen zum Verbringen von Kälbern unter 90 Tagen innerhalb von Deutschland geändert!

 Die Allgemeinverfügung finden Sie hier  .

 Einen Vordruck zur Meldung Ihres Tierbestandes können Sie hier   herunterladen.

Eine Übersicht über die aktuell gültigen Transportvoraussetzungen finden Sie hier   (Stand 07.04.2020) sowie

die Tierhaltererklärung   zur Verbringung von Schlachttieren direkt zur Schlachtung innerhalb von Deutschland,

die Tierhaltererklärung   zum Verbringen von Kälbern von geimpften Muttertieren innerhalb von Deutschland,

die Tierhaltererklärung   zum Verbringen von Tieren innerhalb des Sperrgebietes in Deutschland,

die Tierhaltererklärung   zum Verbringen von ungeimpften Schafen und Ziegen aus dem Sperrgebiet innerhalb Deutschlands.

Zur Verbringung von Kälbern in andere Mitgliedsstaaten können ebenfalls erleichterte Handelsbedingungen vorhanden sein. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall direkt an das Veterinäramt.

Unter diesem  Link  erhalten Sie Informationen zur Afrikanischen Schweinepest direkt vom Friedrich-Loeffler-Institut.

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin hat eine aktuelle "Stellungnahme zur ND-Pflichtimpfung von Geflügel in Hobbyhaltungen" veröffentlicht, einsehbar unter folgendem Link

Ein Informationsschreiben für Geflügelhalter finden Sie hier

 

 

Kontakt

Fachdienstleiter
Herr Dr. C. Schulze

stellvertretende Fachdienstleiterin
Frau Dr. I. Müller

Amtstierärztin
Frau Dr. K. Stein

Amtstierärztin
Frau C. Goepel

Geschäftszimmer
Frau D. Abraham
06152 989-643
Frau J. Leverenz
06152 989-427

Fax: 06152 989-108
veterinaeramt@kreisgg.de

Termine nach Vereinbarung

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
Wilhelm-Seipp-Str. 4
64521 Groß-Gerau

06152 989-0
Fax: 06152 989-133
info@kreisgg.de