Aktuelles

21.04.2021

Aviäre Influenza 2020/2021 - aktuelle Informationen

Der Vogelzug der relevanten und anfälligen Vogelarten ist im Kreis Groß-Gerau für den aktuellen Vogelzug beendet. Da auch in Hessen in den letzten Wochen keine Ausbrüche mehr festgestellt wurden, ist die Stallpflicht für Geflügel, angeordnet mit Allgemeinverfügung vom 15.12.2020, aufgehoben worden. Die entsprechende Allgemeinverfügung zur Aufhebung finden Sie hier

Da der letzte Ausbruch der Aviären Influenza HPAI H5N8 bei einem Höckerschwan am Wechselsee in Biebesheim am 18.03.2021 amtlich festgestellt wurde, wird der mit Allgemeinverfügung vom 06.03.2021 festgelegte Sperrbezirk und das mit Allgemeinverfügung vom 08.04.2021 festgelegte Beobachtungsgebiet aufgehoben. 

Hier finden Sie die Allgemeinverfügung zum Beobachtungsgebiet, in der auch das Ende der Allgemeinverfügung genannt ist.

Auch das Beobachtungsgebiet aufgrund eines Ausbruches im Kreis Bergstraße ist mittlerweile aufgehoben.

 

Hier ein aktueller Link zu einer Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Sollten Sie Geflügel von einem Händler aus den betroffenen Kreisen gekauft haben, können Sie sich gerne beim Veterinäramt melden, um das weitere Vorgehen abzusprechen.

 

Das Einsammeln und Melden toter Wildvögel ist nun nicht mehr nötig. 

 

Aktuelle Informationen zum Seuchengeschehen finden Sie auf der Seite des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI).

Merkblätter des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gibt Ihnen einen Überblick über die rechtlichen Vorgaben sowie über häufige Fragen.

Den Vordruck für das Bestandsregister finden Sie hier.

Wenn Sie Ihr Geflügel beim Veterinäramt melden möchten, können Sie gerne eine formlose Email an veterinaeramt@kreisgg.de schicken. Als Informationen benötigen wir von Ihnen Ihre Kontaktdaten, den Standort des Geflügels (falls abweichend), Art und Anzahl der Tiere, Betriebsnummer (zu beantragen über den HVL Alsfeld) und Ihre Tierseuchenkassennummer (zu beantragen bei der Hessischen Tierseuchenkasse). 

02.10.2020

Ausgabeverfahren für EU-Heimtierausweise

In Hessen ist das Heimtierausweisausgabeverfahren von EU-Heimtierausweisen freiwillig an die HIT-Datenbank (HIT: Herkunftssicherungs- und Informationssysstem für Tiere) angebunden.

Möchten Sie als Tierarzt registriert werden, ist das Anmeldeverfahren über die Hessische Tierärztekammer bekannt gegeben worden  .

Zur Registrierung müssen Sie das Antragsformular ausfüllen und zusammen mit einer Kopie Ihrer Approbationsurkunde an den HVL Alsfeld senden.

 

 

 

06.08.2019

Umsetzung des „Aktionsplans zur Einhaltung der Rechtsvorschriften in Bezug auf das Schwänzekupieren beim Schwein“

Wie Sie eventuell aus den verschiedenen Medien bereits entnommen haben, hat das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) mit Datum vom 28.06.2019 einen Erlass zur Umsetzung des Amputationsverbots nach § 6 Abs. 1 und zur Umsetzung des „Aktionsplans zur Einhaltung der Rechtsvorschriften in Bezug auf das Schwänzekupieren beim Schwein“ für Hessen beschlossen. 

Grundlage ist, dass bei einem Audit der EU im Jahr 2018 in Deutschland festgestellt wurde, dass in Deutschland wie auch in vielen anderen Mitgliedsstaaten flächendeckend gegen diese Vorschriften verstoßen wird. Deutschland und die betroffenen Mitgliedsstaaten wurden daher verpflichtet einen Aktionsplan vorzulegen, mit dem sichergestellt wird, dass die Vorschriften künftig eingehalten werden.

 Der nationale Aktionsplan für Deutschland wurde im September 2018 von der Agrarministerkonferenz beschlossen. Zentrale Vorgabe des Planes ist die sogenannte Tierhaltererklärung, mit der der Tierhalter nachweisen kann, dass er aufgrund der Rahmenbedingungen in seinem Betrieb derzeit nicht auf das Kupieren verzichten kann.

 

Dieser Aktionsplan für Hessen ist samt zugehöriger Anlagen unter https://umwelt.hessen.de/kupierverzicht einsehbar.

Die wesentlichen tierschutzrechtlichen Regelungen zum Schwänzekupieren beim Schwein ergeben sich aus § 6 Tierschutzgesetz sowie der Richtlinie der Europäischen Union 2008/120/EG und der Empfehlung (EU) 2016/336 der Europäischen Kommission. Aus diesen ergibt sich folgende Rechtslage:

Gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 3 TierSchG darf bei unter vier Tage alten Ferkeln der Schwanz gekürzt werden, wenn der Eingriff im Einzelfall für die vorgesehene Nutzung des Tieres zu dessen Schutz oder zum Schutz anderer Tiere unerlässlich ist. Nach § 6 Abs. 5 TierSchG ist der zuständigen Behörde auf Verlangen die Unerlässlichkeit glaubhaft nachzuweisen.

Das europäische Recht gibt vor, dass ein Kupieren der Schwänze von Schweinen nur dann durchgeführt werden darf, wenn Verletzungen an Ohren oder Schwänzen anderer Schweine entstanden sind und vor dem Kupieren andere Maßnahmen getroffen werden, um Schwanzbeißen und andere Verhaltensstörungen zu vermeiden (Anhang I Kapitel I Nr. 8 der Richtlinie 2008/120/EG über Mindestanforderungen für den Schutz von Schweinen).

 

Umsetzung des Aktionsplans (gültig seit 01.07.2019)

Der Aktionsplan zielt auf einen schrittweisen Kupierverzicht. Dementsprechend haben Betriebe mit Schwanz-/Ohrverletzungen betriebsindividuelle Optimierungsmaßnahmen zu ergreifen, bis weniger als zwei Prozent Schwanz- und Ohrverletzungen im Jahresdurchschnitt auftreten. Betrieben ohne Schwanzbeißprobleme wird die Möglichkeit gegeben, zunächst nur bei einer kleinen Gruppe von Tieren auf das Kupieren zu verzichten.

Der Aktionsplan verpflichtet im Rahmen einer Risikobewertung gemäß §§ 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 und Abs. 5 TierSchG der Richtlinie 2008/120/EG Anhang I Kap. I Nr. 8 und der Empfehlung (EU) 2016/336 Nummer 2 a den Tierhalter (Ferkelerzeuger und/oder Mäster), der die Schwänze von Ferkeln kupiert oder kupierte Tiere einstallt zur Darlegung der Unerlässlichkeit des Eingriffs folgende Nachweise zu erbringen:

  • Dokumentation tatsächlich entstandener Schwanz-/Ohrverletzungen
  • Durchführung einer Risikobewertung, um die betriebsindividuellen Risikofaktoren für Schwanzbeißen zu identifizieren. Die Risikobewertung muss mindestens die in der Empfehlung (EU) 2016/336 unter Nummer 3 aufgeführten Parameter umfassen und
  • Einleitung auf der Risikobewertung basierender geeigneter Optimierungsmaßnahmen in der Tierhaltung, um das Schwanzbeißrisiko zu reduzieren.

Da der Mäster mit seinen Haltungsbedingungen die Ursache für die Notwendigkeit des Kupierens setzt, muss auch er – und nicht nur der Ferkelerzeuger – diese Nachweise führen. Den Tierhaltern stehen zur Führung des Nachweises die im Zuge des Aktionsplans erstellten Dokumentationshilfen zur Verfügung. Diese stehen auf der Seite des HMUKLV unter dem auf Seite 1 genannten Link als Download zur Verfügung.

 

Der Aktionsplan gilt für alle Schweine-haltenden Betriebe (gewerbliche, Nebenerwerbs-, Hobbybetriebe usw.), soweit seit dem 01.07.2019 schwanzkupierte Ferkel bezogen werden.

Ab dem 15.09.2019 sind durch die zuständigen Veterinärbehörden die Umsetzung des Aktionsplans in den Betrieben zu kontrollieren. Bei nicht-Einhaltung der Vorgaben ist mit der Einleitung von Bußgeldverfahren und Verfügungen zu rechnen.

 

 

07.04.2020

Blauzungenkrankheit

Seit dem 21. April 2021 gelten die Vorgaben des EU-Gesundheitsrechtsaktes (AHL). Seitdem haben sich die Regelungen zum Verbringen von Tieren aus dem Blauzungensperrgebiet geändert bzw. finden sich noch in Abstimmung. Die aktuellen Regelungen finden sich in der Delegierten Verordnung (EU) 2020/689, Anhang V, Teil II Kapitel 2, Abschnitt 1.

 

Zusammengefasst bedeutet es, dass für Verbringungen aus dem Kreis Groß-Gerau folgende Voraussetzungen erfüllt werden müssen:

  1. Die Tiere werden nur innerhalb des  Sperrgebietes verbracht und zeigen keine klinischen Symptome, die auf den Ausbruch der Krankhheit schließen lassen oder
  2. Die Tiere wurden die letzten 60 Tage vor dem Verbringen im Herkunftsbetrieb gehalten, sich befinden sich innerhalb des durch den Impfstoffhersteller garantierten Immunitätszeitraums und wurden mindestens 60 Tage vor dem Verbringen geimpft oder
  3. die Tiere wurden in den letzten 60 Tagen vor dem Verbringen im Herkunftsbetrieb gehalten, sie wurden mit einem inaktivierten Impfstoff geimpft, sie befinden sich innerhalb des durch den Impfstoffhersteller garantierten Immunitätszeitraums und wurden mit einem Negativbefund einem PCR-Test unterzogen, der an Proben durchgeführt wurde, die mind. 14 Tage nach Einsetzen der Immunität (entsprechend der Angaben des Impfstoffherstellers) entnommen wurden,  oder
  4. die Tiere wurden mind. 60 Tage vor dem Verbringen mit einem Positivbefund auf Antikörper gegen BTV 8 getestet oder
  5. die Tiere wurden mind. 30 Tage vor dem Verbringen mit einem Positivbefund auf Antikörper gegen BTV8 getestet. Zusätzlich wurden die Tiere mit Negativbefund einem PCR-Test unterzogen, der an frühestens 14 Tage vor dem Verbringen entnommenen Proben durchgeführt wurde oder
  6. Die Tiere sind zur sofortigen Schlachtung bestimmt. In ihrem Ursprungsbetrieb wurde in den letzten 30 Tagen vor dem Verbringen kein Fall von BTV nachgewiesen. Die Tiere werden direkt zum Bestimmungsschlachthof transportiert und dort innerhalb von 24 Stunden nach der Ankunft geschlachtet. Zusätzlich hat der Betreiber des Herkunftsbetriebs den Betreiber des Bestimmungsschlachthofs mind. 48 Stunden vor der Verladung der Tiere über die Verbringung informiert oder
  7. Kälber, Schafe und Ziegen bis zu einem Lebensalter von max. 90 Tagen, die einschließlich ihrer Mütter mind. in den 60 Tagen vor dem Verbringen im Herkunftsbetrieb gehalten wurden, dürfen in BTV-freie Zonen innerhalb Deutschlands verbracht werden, wenn sie zusätzlich die folgenden Bedingungen erfüllen:
  • Die Mütter wurden vor der Belegung entsprechend der Herstellerangaben gegen BTV8 geimpft wurden, die Kälber/Lämmer haben innerhalb von 12 Stunden nach der Geburt Kolostrum der eigenen Mutter aufgenommen und werden von einer Tierhaltererklärung begleitet, in der die Kolostrumaufnahme bestätigt wird oder
  • die Mütter wurden mind. 28 Tage vor der Geburt entsprechend der Herstellerangaben gegen BTV8 geimpft, für die Kälber/Lämmer liegt eine PCR-Untersuchung mit einem negativen Ergebnis für BTV aus einer höchstens 14 Tage vor dem Verbringen entnommenen Probe vor, die Kälber/Lämmer haben innerhalb von 12 Stunden nach der Geburt Kolostrum der eigenen Mutter aufgenommen und werden von einer Tierhaltererklärung begleitet, in der die Kolostrumaufnahme bestätigt wird.

Transporte unter erleichterten Bedingungen ins Ausland sind ggf. möglich. Hierzu fragen Sie bitte direkt im Veterinäramt nach.

 

 

 

 

 

Unter diesem  Link  erhalten Sie Informationen zur Afrikanischen Schweinepest direkt vom Friedrich-Loeffler-Institut.

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin hat eine aktuelle "Stellungnahme zur ND-Pflichtimpfung von Geflügel in Hobbyhaltungen" veröffentlicht, einsehbar unter folgendem Link

Ein Informationsschreiben für Geflügelhalter finden Sie hier

 

 

Kontakt

Fachdienstleiter
Herr Dr. C. Schulze

stellvertretende Fachdienstleiterin
Frau Dr. I. Müller

Amtstierärztin
Frau Dr. K. Stein

Amtstierärztin
Frau C. Goepel

Geschäftszimmer
Frau D. Abraham
06152 989-643
Frau J. Leverenz
06152 989-427

Fax: 06152 989-108
veterinaeramt@kreisgg.de

Termine nach Vereinbarung

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
Wilhelm-Seipp-Str. 4
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06152 989-0
Fax: 06152 989-133
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