Gewässer

Apfelbach
Bild: Apfelbach

Neben Wäldern, landwirtschaftlichen Flächen, wie Feldern und Wiesen, gehören auch Flüsse, Bäche und Gräben zu den prägenden Landschaftsbildern im Kreis Groß-
Gerau. Die Gewässer im Kreis erfüllen eine wichtige Funktion zum Beispiel zur
Entwässerung von landwirtschaftlichen Flächen, als Vorfluter für gereinigtes Kläranlagenwasser oder als wertvoller Lebensraum für eine vielfältige, artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Die Pflege der Gewässer obliegt den Kommunen oder deren Beauftragten, wie dem Wasserverband Schwarzbachgebiet-Ried. Die Untere Wasserbehörde ist die Aufsichtsbehörde und überwacht die Nutzung im und am Gewässer.

Bauliche Anlagen in, an, über und unter dem Gewässer

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Baumaßnahmen in und an Gewässern können die Wasserqualität und den
Wasserabfluss beeinträchtigen. Deshalb sind Anlagen so zu gestalten, dass keine schädlichen Gewässerveränderungen zu erwarten sind und die Gewässerunterhaltung nicht erschwert wird.

 

Genehmigungspflicht:

Für die Errichtung oder wesentliche Änderung von baulichen Anlagen wie
beispielsweise Gebäuden, Brücken, Stegen, Unterführungen, Dükerungen oder Ufergestaltungen aller Art ist eine wasserrechtliche Genehmigung notwendig.

 

Einzureichende Unterlagen:

  • Angaben zu Grundstückseigentümer, Flur, Flurstück und Gemarkung
  • Beschreibung der Maßnahme
  • Lageplan mit Darstellung der Anlage
  • Längsschnitte mit Eintragung der Baumaßnahme
  • Bauwerkszeichnungen

Gewässerschau

Gewässerschau
Bild: Unsachgemäße Lagerung von Strohballen direkt am Gewässer

Bei einer Gewässerschau wird der Unterhaltungszustand eines Flusses oder
Baches begutachtet. Sie dient dazu Mängel und Gefahren festzustellen und
deren Behebung einzuleiten. Es wird auch die Funktion der Gewässer überprüft, ob beispielsweise Material unsachgemäß in Ufernähe lagert, eine illegale
Einleitung oder Entnahme am Gewässer besteht. An einer Gewässerschau
nehmen unter anderem die entsprechenden Behörden des Kreises (für Wasser, Landwirtschaft und Naturschutz), das Regierungspräsidium Darmstadt und der Wasserverband teil.

Hochwasser

Hochwasser
Bild: Sommerdamm bei Wächterstadt März 2001

Der Kreis Groß-Gerau wird westlich vom Rhein und nördlich vom Main begrenzt. An beiden Flüssen können jederzeit Hochwasser entstehen. Deiche schützen die Anrainer vor den Gefahren des Hochwassers. Die meisten Deiche sind Eigentum des Landes Hessen, damit ist das Regierungspräsidium Darmstadt für die Unterhaltung zuständig. Die Pflegearbeiten werden von der Deichmeisterei durch-
geführt.

Die Deiche bieten zwar einen hohen Schutz, können aber trotz aller Sicherheitsmaßnahmen bei extrem hohen oder langandauernden Hochwasser brechen. Dies kann dazu führen, dass der Kreis bis zu vier Meter überschwemmt wird. Aus diesem Grund ist die Bevölkerung im Kreis angehalten eigene Vorsorge-
maßnahmen umzusetzen, um sich auf ein mögliches Hochwasser vorzubereiten.

Eine Überschwemmung kann auch durch ein Starkregenereignis ausgelöst
werden. Auch darauf sollte sich die Bevölkerung im Kreis vorbereiten.

 

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Überschwemmungsgebiete

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Vor dem Hintergrund der Hochwasserereignisse der letzten Jahre hat der vorbeugende Hochwasserschutz zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dazu
wurden in den letzten Jahren entlang der Bäche und Flüsse großflächige
Bereiche als Überschwemmungsgebiete gesetzlich festgeschrieben. Für Heizöl-
lagerung gelten in Überschwemmungsgebieten gesonderte Anforderungen

In diesen Gebieten sind Baumaßnahmen und Auffüllungen grundsätzlich
verboten. Im Einzelfall kann die Untere Wasserbehörde Ausnahmen zulassen.

 

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Wasserrahmenrichtlinie

WRRL
Bild: Renaturierter Winkelbach bei Maria Einsiedel

Die EU-Mitgliedsstaaten haben im Jahr 2000 die Wasserrahmenrichtlinie zum Schutz der Gewässer beschlossen. Diese Richtlinie verpflichtet die Mitglieds-
länder, bis zum Jahr 2027 alle Oberflächengewässer und Grundwasserkörper in
einen guten chemischen und ökologischen Zustand zu bringen. Diese Ziele
wurden in Deutschland im Wasserhaushaltsgesetz des Bundes und im
Hessischen Wassergesetz verankert. Somit ist die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie an Oberflächengewässern eine Pflichtaufgabe jeder Kommune.

 

Mögliche Maßnahmen zur Verbesserung des Gewässerzustandes sind zum
Beispiel:

  • Beseitigung von Durchlässen und Verrohrungen zur Herstellung der
    ökologischen Durchgängigkeit
  • Rückbau von Sohl- und Uferbefestigungen
  • Aufweitung des Profils und Abflachung von Böschungen
  • Anlage von Uferbepflanzungen, Gehölzsaum und Uferrandstreifen

 

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