Weißstorch (Ciconia ciconia)

Weißstorch (Ciconia ciconia)

Der Weißstorch hat ein weiß-schwarzes Gefieder, lange rote Beine und einen langen roten Schnabel. Er ist etwa 80 bis 100 cm groß und kann eine Flügelspannweite von bis zu 2 m erreichen.
Seine Lebensräume sind feuchtes offenes Grünland, Auen und extensive Wiesen. In Südeuropa besiedelt er auch Steppengebiete. Die Nahrung der Weißstörche besteht aus Fröschen, Eidechsen, Schlangen, Kleinsäuger, große Insekten, Regenwürmern, Fischen und auch Aas.
Störche sind paartreu und besetzen nach Möglichkeit auch stets das Nest vom Vorjahr. Das Nest wird bevorzugt freistehend gebaut, gerne auf Bäumen, Masten, Schornsteinen und hohen Gebäuden. In das Nest werden ab Mitte März 3-5 Eier gelegt die abwechselnd vom Weibchen und Männchen bebrütet werden. Der Bruterfolg hängt stark von den äußeren Bedingungen wie Nahrungsangebot und Witterung ab.
Im Spätsommer sammeln sich die Störche um Ende August in großen Verbänden in ihre Winterquartiere zu fliegen. Die bei uns brütenden Störche überwintern von Spanien bis nach Südafrika.

Vorkommen im Kreis:
Im Kreis Groß-Gerau war der Storch ab den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts fast gänzlich verschwunden. Es kam nur sehr vereinzelt zu Bruten. Erst durch die Unterschutzstellungen von Gebieten, die Aufgabe von landwirtschaftlich genutzten Flächen sowie die Wiesenpflege durch Aktive im Naturschutz und die Bemühungen vieler Akteure kam es seit 1995 zu einer kontinuierlichen Wiederbesiedlung unserer Landschaft durch den Storch. Im Jahr 2004 gab es erfreulicherweise 43 Storchenpaare, von deren Nachwuchs etwa 64 Jungstörche ausflogen. Rund 50% aller in Hessen gezählten Störche leben im Kreis Groß-Gerau. Aktuell (2015) gab es im Kreis Groß-Gerau 184 Brutpaare mit 466 Jungstörchen; in Hessen 420 Brutpaare mit 1001 Jungstörchen. 

Gefährdung und Schutz
RL Hessen 3
RL Deutschland 3
Besonders geschützt nach Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV).

Gründe für die Gefährdung:
Nahrungsmangel aufgrund fehlender Feuchtwiesen, Intensivierung der Landwirtschaft, Trockenlegungen, Verbrachung, Siedlungsbau, Freizeitaktivitäten und die anhaltende Trockenheit im Sahelgürtel (zu wenig Nahrung für die vielen durchziehenden Vögel)

Artenhilfsmaßnahmen:
An erster Stelle steht die Verbesserung und, wo möglich, die Erweiterung seiner Nahrungsgebiete. Darüber hinaus hilft die Errichtung von Nisthilfen in geeigneten Gebieten, die Reparatur bestehender Nester und die Entschärfung von Stromleitungen den Bestand der Weißstörche zu erhalten und gegebenenfalls zu Erhöhen.

Kontakt

Frau Welz
Zimmer 501
06152 989-509

Fax 06152989-99-556
E-Mail-Naturschutzbehörde

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
Wilhelm-Seipp-Str. 4
64521 Groß-Gerau

06152 989-0
Fax: 06152 989-133
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