Wettbewerb und Förderpreis

Energiewettbewerb 2021

Die besten Beiträge 2021 wurden auf dem Klimasymposium am 07. Oktober 2021 prämiert. Die Broschüre mit den prämierten Beiträgen finden Sie auf der rechten Seite (Desktopansicht) bzw. unten (mobile Ansicht). 

Hier finden Sie Videos zum Symposium und den beiden erstplatzierten Projekten:

Symposium: Link

1. Platz Privathaushalte: Link

1. Platz Unternehmen: Link

Krönender Abschluss des Klimasymposiums 2021 des Kreises Groß-Gerau war die Ehrung der Preisträger*innen des diesjährigen Energiewettbewerbs. Dabei wurden bereits zum fünften Mal Menschen in den Kategorien Privathaushalte und Unternehmen geehrt, die auf vorbildhafte Weise vermitteln, wie man sich mit guten Ideen für die Umwelt engagieren kann. Organisiert wurde der Wettbewerb vom Fachdienst Klimaschutz.

Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer, der zusammen mit Mitgliedern der Jury die Urkunden an die Ausgezeichneten überreichte, sprach in seiner Begrüßung von tollen Beispielen, „die zeigen, wie Wandel vor Ort auf kreative Weise gelingt. Das Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger ist für die Erreichung der Klimaschutzziele entscheidend.“ 

Gewinner des ersten Preises „Privathaushalte“ ist Ulrich Rein aus Rüsselsheim am Main, der dafür ein Preisgeld von 1000 Euro erhält. Er hat im Laufe von zehn Jahren sein Niedrigenergiehaus in ein Plusenergiehaus verwandelt, das über ein Jahr gesehen mehr Energie erzeugt als es verbraucht. Das Gebäude besteht aus dem klimafreundlichen, CO2 speichernden Baustoff Holz. Die bereits vorhandene Photovoltaikanlage wurde erweitert, die Dämmung optimiert. Die Fenster sind dreifach verglast. Für Warmwasser und Heizung wird Solarthermie genutzt. Zu den Maßnahmen zählen zudem die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, der Einsatz von zwei Kleinwärmepumpen und die Nutzung von eigenem Grünstrom. Sein Projekt in Tamugh/Kenia mit holzsparenden Öfen rundete die Bewerbung ab. 

Den ebenfalls mit 1000 Euro dotierten ersten Platz bei den Unternehmen vergab die Jury an fahrradfuchs ebike erlebniswelt aus Groß-Gerau. Jürgen Fuchs und Andrea Groll erhielten ihn für ihre Beratung und die Angebote ihres Fahrradgeschäfts - das mittlerweile komplett auf E-Mobilität setzt - zum Thema Mobilität ohne Auto. Dabei wissen sie genau, wovon sie reden, denn sie haben sich auch persönlich für eine Lebensweise ohne Auto entschieden. Ihr neuestes Projekt: ein Leitfaden zu nachhaltigen regionalen Verkehrslösungen. Dazu geplant sind ein Flyer und eine eigene Homepage. 

Platz 2 bei den Unternehmen (Preisgeld: 750 Euro) ging an die Scheuermann & Gries GmbH – Hotel Monika – in Büttelborn. Die Wärme im Saunabereich des Hotels stellt (bis 55 Grad) ein Blockheizkraftwerk zur Verfügung. Das kleine Kraftwerk erzeugt außerdem Strom für das Hotel. Zudem nutzen die Hotelbetreiber für die Beleuchtung innen und außen energiesparende LED-Beleuchtung. Trotz Gebäudeausbaus konnte durch die über mehrere Jahre umgesetzten Maßnahmen die Energiebilanz des Hotels deutlich verbessert werden. 

Auf dem dritten Platz Unternehmen (Preisgeld: 500 Euro) landete die Schreinerei Thorsten Neumann, ebenfalls aus Büttelborn. Thorsten Neumann führt das Traditionsunternehmen in fünfter Generation, das seit 1880 besteht, in die Zukunft. Er hat in den vergangenen Jahren während des laufenden Betriebs das Kaltlager ausgebaut zu Sozialräumen – und dafür das Lager komplett gedämmt, die Böden isoliert, die Räume neu aufgeteilt und mit neuen Fenstern versehen. In der Werkstatt wurde ein Stückgutofen mit Warmwassermodul installiert. Werkstatt und Sozialräume werden mit Abfallholz aus der Schreinerei beheizt. Zudem ist eine PV-Anlage im Einsatz. 

Den 2. Preis bei den Privathaushalten (750 Euro) erhielt Peter Weinberger aus Mörfelden-Walldorf. Innerhalb von zwei Jahren hat er das 1929 erbaute Kaffeemühlenhaus saniert. Der Primärenergieverbrauch wurde um mehr als 80 Prozent reduziert. Hauptwärmequelle ist ein wasserführender Pelletofen, der durch einen Pufferspeicher unterstützt wird. Die angeschlossene Frischwasserstation sorgt für warmes Trinkwasser. Das Fassadenbild des Hauses wurde durch Sanierung des Schornsteins erhalten.

Ebenfalls ein altes Wohnhaus (aus dem Jahr 1900) sanierte Dr. Benjamin Röder aus Mörfelden-Walldorf zwischen 2017 und 2020. Er spart durch die energetische Sanierung rund 90 Prozent Primärenergie ein. Für sein Projekt – bei dem er sich von einer erfahrenen Energieberaterin begleiten ließ – erhielt er nun den 3. Preis (500 Euro) im Energiewettbewerb 2021 in der Kategorie Privathaushalte. Regionale Handwerker*innen und eine Finanzierungsunterstützung der KfW trugen zum Erfolg bei. Das Haus ist nun gedämmt, hat eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, eine Wärmepumpe und eine PV-Anlage. 

Einen Sonderpreis (500 Euro) gab es für die Wohnungseigentümergemeinschaft Alexander Wenz, Wilfried und Marlene Voß aus Nauheim, die mehr Komfort und weniger Energieverbrauch in ihrem Haus wollten. Umgesetzt wurde das Projekt 2019 und 2020. Es beinhaltete u.a. die Dämmung (inklusive der Kellerwände), Einbau von dezentralen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Fenstertausch und Ausbau von Glasbausteinen und eine neue Heizungsanlage. Der Endenergiebedarf des Hauses mit vier Wohneinheiten wurde um mehr als drei Viertel gesenkt. 

All diese Leistungen würdigten während der Veranstaltung folgende Laudator*innen: Dirk Klingenberg von der Stadtwerke Rüsselsheim GmbH, Sabine Roth, Leitende Beraterin der Verbraucherzentrale-Beratungsstelle Rüsselsheim, der Energieberater Hans Dieter Scherer-Gerbig aus Bischofsheim, Melanie Schlepütz von der LandesEnergieAgentur Hessen GmbH und Luca Tararà von der Überlandwerk Groß-Gerau GmbH.

 

Prämierte Projekte 2020

Der Kreis Groß-Gerau richtet einen Wettbewerb für Schulen (Energie-Förderpreis) und einen für Bürger*innen, Unternehmen und Vereine aus (Energie-Wettbewerb), die sich jährlich abwechseln.

In 2020 standen wieder die Schulen im Focus. Der Energie-Förderpreis, der Wettbewerb für die Schulen, war in der vierten Runde. Gesucht wurden bereits umgesetzte Projekte, laufende Projekte und Projektideen für die Zukunft. Prämiert wurden die Bertha-von-Suttner-Schule aus Mörfelden-Walldorf, die Albrecht-Dürer-Schule in Rüsselsheim und die Werner-Heisenberg-Schule, ebenfalls aus Rüsselsheim. Hier finden Sie die Videos zu den prämierten Beiträgen 2020:

Erster Platz, Bertha-von-Suttner-Schule: Link

Zweiter Platz, Albrecht-Dürer-Schule: Link.

Dritter Platz, Werner-Heisenberg-Schule: Link

In der Spalte auf der rechten Seite finden Sie Broschüren mit den prämierten Projekten der letzten Jahre. Darüber hinaus gibt es eine graphische Übersicht der bisher prämierten Schulprojekte (ohne Beiträge 2020): Link.

Wettbewerb und Förderpreis zeigen, wie sich Schüler*innen, Schulen, Bürger*innen, Unternehmen und Vereine im Kreis Groß-Gerau für Energie und Klima engagieren. Die Ideen und Maßnahmen werden beispielhaft für andere sichtbar.

Der Kreis Groß-Gerau stellt hierfür jedes Jahr Preis- und Fördergelder in Höhe von 5.000 Euro bereit. Eine Fachjury entscheidet jährlich über die Auszeichnungen. Die prämierten Projekte werden jedes Jahr auf dem Energiesymposium des Kreises Groß-Gerau geehrt.

  

Prämierte Projekte 2019

Den ersten Platz der Privathaushalte belegt Herr Holger Meyer (Preisgeld 1.300 Euro). Herr Meyer hat sich mit zwei Projekten beworben. In seinem Haus in Klein-Gerau hat er die in die Jahre gekommene Heizungsanlage gegen eine moderne Brennstoffzelle ersetzt. Die größere Baustelle war sein zweites Projekt. Sein Haus in Büttelborn aus dem Jahr 1927 wurde komplett entkernt und saniert, zudem wurde Wohnfläche zugehöriger, angrenzender Gebäude zurückgebaut. Entstanden sind zwei kleinere Wohnungen im Haupthaus, die von dem ganzheitlichen Energiekonzept profitieren: Auf allen Dächern wurden PV-Anlagen installiert. Herr Meyer hat zudem die Fassade gedämmt und moderne Infrarot-Heizungen installiert. 

Der Jury hat besonders gefallen, dass er bei zwei Gebäuden aktiv ist und in beiden Gebäuden innovative Heizsysteme einsetzt.    

Zweiter Gewinner ist Rainer Müller aus Riedstadt (Preisgeld 1.200 Euro). Schnell war Herrn Müller und seiner Frau klar, dass das 2010 gekaufte Haus energetisch saniert werden soll. Einem neuen Gas-Brennwertkessel folgte eine thermische Gebäudeanalyse mit anschließender Dämmung der Dachgeschossdecke und neuen Fenstern. Schließlich hat Herr Müller mehrere Maßnahmen im Bereich Smart Home umgesetzt. So har Herr Müller z. B. eine automatische Verbrauchsüberwachung und –regelung installiert.   

Der Jury hat besonders die hohe Affinität zum Thema Smart Home und Automatisierung gefallen. Weiterhin seine große Eigeninitiative zur Optimierung, die er stets weiterführt. 

Dritter Sieger ist Robert Beisel aus Rüsselsheim (Preisgeld 1.100 Euro). 1973 dachte noch niemand an CO2. Etwas unternehmen wollte Herr Beisel dennoch, autofreie Sonntage waren der Anlass. Seit 1980 lebt Herr Beisel in seinem selbst geplanten Haus. Herr Beisel hat eine PV- und eine Solarthermieanlage installiert und nicht zuletzt die Außenwände gedämmt. Der Jury hat sehr gut gefallen, dass er bereits in den 80er Jahren mit den Maßnahmen begonnen hat und hierdurch eine hohe Autarkie durch erreicht hat. 

Sonderpreis

Der Sonderpreis Privathaushalte geht an Herrn Reinhard Winter aus Trebur (Preisgeld 400 Euro). Der Architekt Winter hat das eigene Haus zum Experimentierfeld gemacht und zwar mit Investitionen in Höhe von 0 Euro. Herr Winter studierte seinen Brennwertkessel und hat die Einstellungen seines Kessels sowie die Lage seines Außenfühlers optimiert. Quasi nebenbei sorgen klug gewählte Pflanzen für den nötigen Schatten im Sommer im Haus.  

Der Jury hat sehr gut gefallen, dass Herr Winter als „Tüftler“ zeigt, was selber geht und dass sich die Maßnahmen übertragen lassen.  

Unternehmen

Preisträger in der Kategorie Unternehmen ist die Horst Hack GmbH in Nauheim (Preisgeld 1.000 Euro). Das familiengeführte Unternehmen hat einen ehemaligen Supermarkt zu einem energiesparenden Betrieb mit Ausstellungsgebäude umgebaut. Hierzu hat das Unternehmen vom Fach die Energieversorgung von Öl auf ein Gas-Blockheizkraftwerk umgestellt, das komplette Gebäude gedämmt und eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut. Hinzu kommen Maßnahmen im Strombereich: Die alte Beleuchtung wurde demontiert und durch moderne LED-Technik ersetzt. Darüber hinaus hat die Horst Hack GmbH eine Photovoltaik-Anlage in Kombination mit einem Batteriespeicher und zwei Ladesäulen für Elektroautos installiert. Die Kunden des Unternehmens können somit kostenlos Strom tanken und die Horst Hack GmbH ist bereits heute elektromobil unterwegs.  

Die Jury war von den Maßnahmen beeindruckt, die sich auf verschiedene Gewerke, Dämmung, Wärme, Strom und Mobilität erstrecken. Positiv hervorgehoben wurde zudem die Umnutzung eines Bestandsgebäudes.  

Logos

Kontakt

Patrick Ehmann
06152 989-582
p.ehmann@kreisgg.de

Broschüren
mit den prämierten Beiträgen

2020 (Schulen)

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2018 (Schulen)

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2016 (Schulen)

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2014 (Schulen)

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