Sozialplanung / Sozialberichterstattung

Sozialplanung Planungsgrundsätze im Fachbereich Soziale Sicherung

Als Ergebnis eines Organisationsentwicklungsprozesses in der Verwaltung des Kreises Groß-Gerau, sind Sozial- und Fachplanung seit 2006 als integrale Bestandteile der drei Fachbereiche: Jugend und Schule, Beschäftigung und Soziale Sicherung organisiert. Die Sozialplaner/innen sind als Stäbe den Fachbereichslei­tungen zugeordnet und überneh­men, meist in einer Misch­funktion, fachplanerische und sozial­planerische Aufgaben. Die Ausgestaltung der Pla­nungsstellen, Aufgabenbereiche, Verantwortung, Kompetenz, Eingruppierung, er­folgt nicht einheitlich sondern wird im jeweiligen Fachbereich definiert.

So sind im Fachbereich „Soziale Siche­rung“ zwei Pla­nerstellen und eine Fach­stelle als Stäbe der Fachbereichsleitung zugeordnet. Die Pla­nungsstellen der Sozialen Sicherung überneh­men die Felder: Altenhilfe und Psychiatrie­koordi­nation sowie Sozialhilfeplanung, Behindertenhilfe und Integra­tion. Die Fachstelle ist für das EDV-gestützte Infor­mations- und Wissensmanagement zuständig und kooperiert eng mit dem Planer­team beim Aufbau des Berichtswesens und dem Erstellen von Sta­tistiken und Vorlagen für die Gremien.

Das Planerteam ist u.a. für die gebiets- und zielgruppen­bezo­gene Entwicklung der so­zialen Einrichtungen und Maß­nahmen in den jeweiligen Fachgebieten zuständig; es über­nimmt den Aufbau der Berichterstattung und ist zuständig für die Entwicklung neuer Schwerpunktthemen im Fachbereich. Dabei arbeitet es in enger Kooperation und Abstim­mung mit den Vertretungen der Zielgruppen (Angebotsnutzer/innen), den Leistungsträgern und Leistungserbrin­gern sowie den externen und internen Kollegen und Kolle­ginnen. Der Transfer aus den und in die poli­tischen Gremien des Hauses, der Region und des Landes ist Aufgabe der Fach­bereichs­leitung.

Die zentrale Funktion der Stabsstellen im Fachbereich Soziale Sicherung ist es, die Lei­tung zu unterstützen und eine an der Sache orientierte Ent­schei­dungs­findung zu er­möglichen. Damit wirkt das Planerteam auf der strategischen Ebene und beeinflusst folg­lich die operative(n) Ebene(n).

Das auf Partizipation beruhende Planungsverständnis des Kreises Groß-Gerau wurde 2002 gemeinsam mit der Liga und dem Kreisausschuss verabschiedet. Es definiert So­zialplanung, ob als Planung für die Jugendhilfe-, Altenhilfe-, Behindertenhilfe, als eine Daueraufgabe. Kommunale Sozialplanung hat die Funktion, effiziente und transparente Steuerung der Sozialpolitik durch die Gremien des Kreises zu sichern; sie unterstützt die Steuerung. Diese Steuerungsunterstützung ist eine gemeinsame Aufgabe der Sozialver­waltung, der freien Trägern und anderen sozialpolitischen Akteuren. Sie erfordert, dass Sozialverwaltung, Einrichtungen und Dienste, sich regelhaft überprüfen und einschätzen.

Die vereinbarten Grundprinzipien der Sozialplanung im Kreis sind auch nach der Organi­sationsentwicklung der Jahre 2005/2006 erhalten geblieben. Dies gelang, weil die meisten Planungsstrukturen und Gremien beibehalten wurden und die Bedeutung der fach­bereichsübergreifenden wirkungsorientierten Berichterstattung zugenommen hat.

Dennoch ist es eine Herausforderung, das gemeinsame Planungsverständnis in der dif­ferenzierten Zuständigkeit und bei zunehmender Ausdifferenzierung der Planung aufrecht zu erhalten.

Die Planungsgrundsätze des Fachbereichs Soziale Sicherung orientieren sich an der Prä­misse, dass nur das ge­meinsame Aushandeln mit allen am fachlichen Prozess beteiligten externen und internen Vertretungen geeignet ist, einen Aus­gleich zwischen den Anforde­rungen zu schaffen, die sich aus Bedarfsanalysen und Be­darfs­entwicklungen, den ge­sellschaftlichen Anforderungen, der Ausrichtung an den fachbezogenen und quali­tativen Standards sowie den verfügba­ren finanziellen und perso­nellen Ressourcen er­geben.

Der Kreismonitor steht Ihnen in der rechten Spalte als PDF zur Verfügung.

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