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Zwischen Politik und Pandemie

Online-Workshopreihe der Kreisvolkshochschule:

KREIS GROSS-GERAU – Es ist gerade viel los in unserer Welt. Eigene Beobachtungen oder Berichte aus den (Sozialen) Medien lösen unterschiedliche und starke Empfindungen aus. Viele Menschen sind verunsichert, unentschlossen oder frustriert: Wem glauben? Wo besser distanzieren? Wie erlebe ich Zugehörigkeit in diesen Zeiten der Krise?

In einer Workshopreihe von AdiNet Südhessen, der Fach- und Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus und der Kreisvolkshochschule im Kreis Groß-Gerau (KVHS) geht es um Aspekte von Macht, Diskriminierung und Selbstbestimmung. In den drei einzeln buchbaren Workshops laden die Referent*innen Menschen mit (familiärer) Migrationsbiografie, schwarze Menschen und People of Color dazu ein, das eigene Erleben aktueller Ereignisse miteinander zu teilen und für sich selbst eine Standortbestimmung in der politischen Landschaft zu entwickeln.

Ein begleitendes Angebot bietet die Regionalstelle Süd des „Beratungsnetzwerks Hessen“ mittels Beratungstelefon am Folgetag eines jeden Workshops an: zwischen 10 und 14 Uhr sind die Mitarbeitenden unter der Telefonnummer 06252 930621 für Fragen offen.

Alle Workshops finden auf der Online-Plattform Zoom statt und kosten jeweils fünf Euro Teilnahmegebühr. Sie sind einzeln buchbar, eine Ermäßigung ist möglich. Der Link folgt nach Anmeldung bei der KVHS unter E-Mail: info@kvhsgg.de oder Telefon: 06152 1870-0. Die Referent*innen sind Trainer*innen und Berater*innen des Vereins MeineWelt und DPI - Diaspora Policy Institute.

Im ersten Workshop am Mittwoch, 17. März 2021, von 17 bis 20.30 Uhr mit dem Titel „Corona, Politik und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ regt Abdou-Rahime Diallo dazu an, die eigene politische Haltung zu „entdecken“. Gemeinsam werden Beobachtungen und Erfahrungen zur aktuellen Situation in Deutschland reflektiert und Erfahrungen mit Diskriminierung thematisiert, um eine aktiv handelnde Haltung einnehmen zu können.

Altynai Noruzova führt durch den zweiten Workshop am Dienstag, 23. März, von 17 bis 20.30 Uhr. Hier geht es um „Gruppen, Identität & Zugehörigkeit“ anhand der Frage: Gehöre ich dazu? Der Workshop lädt dazu ein, die eigene Haltung zu definieren und über Gefühle von Ausgrenzung und Zugehörigkeit zu sprechen. Was bedeutet es zum Beispiel migrantisch oder integriert zu sein? Die Referentin zeigt Möglichkeiten auf, aus der eigenen Position heraus aktiv zu werden.

„Was nun – wie finde ich mein Netzwerk? Selbstbestimmt handeln, Freiräume schaffen, Verbündete finden“ heißt der dritte Workshop am 30. März von 17 bis 20.30 Uhr mit Mariette Nicole Afi Amoussou. Es geht um Empowerment (Selbstermächtigung), Selbstbestimmungsräume und Selbstfürsorge als Grundlage von Handlungsfähigkeit. Ziel ist es, die eigene Identität in der Gesellschaft zu akzeptieren und sich feiern zu können, statt sich zu schämen. Hier sind Verbündete aus der Region willkommen, sich für die Öffnung ihrer Netzwerke zu sensibilisieren - Inhalte und Ergebnisse aus Workshop 1+2 werden aufgegriffen und fortgesetzt.

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
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