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Zweite Förderphase beginnt

Modellprogramm: JUGEND STÄRKEN im Quartier

Das Projektteam von JUGEND STÄRKEN im Quartier freut sich darüber, dass das Modellprogramm im Kreis Groß-Gerau fortgesetzt wird. (Foto: Kreisverwaltung)

KREIS GROSS-GERAU – Der Kreis Groß-Gerau setzt auch in der zweiten Förderphase des bundesweiten Modellprogramms JUGEND STÄRKEN im Quartier (JUSTiQ) seine Arbeit am Thema Schulvermeidung fort. Für diese zweite Phase erhält der Kreis Groß-Gerau eine Fördersumme von rund 200.000 Euro. Das Bundesfamilienministerium und das Bundesinnenministerium förderten bereits von 2015 bis 2018 insgesamt 175 Modellkommunen mit Angeboten und individuellen Hilfen für junge Menschen, die besonderen Unterstützungsbedarf im Übergang von der Schule in den Beruf haben.

Mit JUGEND STÄRKEN im Quartier bündeln das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) erstmals Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) in einem gemeinsamen Programm. Der Kreis Groß-Gerau nahm in der ersten Förderphase mit drei Schulen an JUSTiQ teil. Schwerpunktmäßig wurde die Einzelfallarbeit mit solchen Jugendlichen gefördert, die schulmüde sind oder einen Schulbesuch ganz vermeiden.

Darüber hinaus sind innerhalb der ersten Förderphase auch auf der strukturellen Ebene Schritte mit dem Ziel erfolgt, längerfristig einen lösungsorientierten Umgang mit Schulvermeidung zu finden. Dazu zählen der Aufbau einer Struktur zur Erfassung und Auswertung von Fehlzeiten; so kann schulvermeidendes Verhalten möglichst früh erkannt und darauf reagiert werden. Außerdem wurde ein Handlungsleitfaden erstellt, der den beteiligten Lehr- und Fachkräften ein abgestimmtes Vorgehen sowie Handlungssicherheit bietet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt, dem Jugendamt, den Beratungsstellen des Kreises, der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie weiteren Akteuren.

Ab 2019 geht das Programm für weitere dreieinhalb Jahre in eine zweite Förderrunde. 162 Kommunen werden gefördert. Der Bund beteiligt sich mit insgesamt rund 97 Millionen Euro aus dem ESF und rund vier Millionen Euro aus Bundesmitteln. Informationen zum ESF finden sich im Internet auf www.esf.de.

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