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Zeit des Stillstands ist vorbei

Arbeiten an Wilhelm-Arnoul-Schule in Walldorf gehen voran:

Zum Ortstermin an der Wilhelm-Arnoul-Schule kamen am Dienstag (von rechts) Andreas Sedler von Opus Architekten, Landrat Thomas Will, Schulleiterin Christiane Deibert, stellvertretende Schulleiterin Eva-Maria Müller, Uwe Kühn von Opus Architekten, Fachbereichsleiterin Gabi Walter-Reichelt und Projektleiterin Anita Keller von der Kreisverwaltung Groß-Gerau. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Endlich: Es geht weiter mit den Bauarbeiten an der Wilhelm-Arnoul-Schule in Walldorf. Zum vor Kurzem erfolgten Neustart gab es am Dienstag, 15. Dezember, einen Ortstermin, bei dem Landrat Thomas Will, die Schulleiterinnen Christiane Deibert und Eva-Maria Müller (Stellvertreterin), Gebäudemanagement-Leiterin Gabi Walter-Reichelt und Projektleiterin Anita Keller von der Kreisverwaltung sowie zwei Vertreter von Opus Architekten (Darmstadt) die Öffentlichkeit über den Stand der Dinge informierten.

„Ein gewisser Leidensweg endet nun“, sagte der Landrat. Denn seit rund eineinhalb Jahren, seit dem Abriss des ersten Altbaus, tat sich nichts von außen Sichtbares auf dem Schulgelände. Was natürlich häufiger zu Nachfragen bei der Schule führte, wie Christiane Deibert schilderte. Die Verzögerung entstanden durch die Schwierigkeiten des zweistufigen Vergabeverfahrens, starke Auslastung der infrage kommenden Firmen und dann durch die Corona-Pandemie, erläuterten Fachbereichsleiterin Gabi Walter-Reichelt und der planende Architekt Andreas Sedler.

Nun aber steht der Zeitplan für die konkreten Schritte, die bereits begonnen haben. Um den Bauablauf zu beschleunigen, wird das Bestandsgebäude (in dem die Schulverwaltung sitzt) in einem Bauabschnitt saniert. Darum zog die Verwaltung in neue Containerräume. Zurzeit laufen parallel Rohbau-, Trockenbau-, Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Werksteinarbeiten im Bestandsgebäude.

Die Bodenplatte dieses Gebäudes wird im Dezember/Januar ergänzt. Im Februar 2021, so die Planung, beginnen die Erdarbeiten für die Bodenplatte des Neubaus. Diese wird direkt im Anschluss, das heißt Mitte/Ende März 2021, betoniert – immer vorausgesetzt, die Witterung lässt die Arbeiten zu. Der Neubau in Holzsystembauweise entsteht dann von Mai bis August 2021. Andreas Sedler von Opus Architekten betonte die ökologische, nachhaltige Bauweise. Landrat Thomas Will erwähnte die in Corona-Zeiten besonders wichtige moderne Lüftungsanlage – wie es sie bereits in rund einem Viertel der kreiseigenen Schulen gibt –, die für den nötigen Luftaustausch sorgen wird.

Der Innenausbau des neuen Trakts beginnt im Sommer nächsten Jahres. Er wird ca. ein Jahr dauern. Der Umzug der Klassen in das neue Schulhaus mit seinen 20 Räumen, die als Cluster jeweils um eine Art „Marktplatz“ angelegt sind, ist daher für September 2022 geplant.

Bereits im Sommer 2021 soll die Schulverwaltung wieder in ihr gewohntes Gebäude zurückziehen können. Insgesamt sind laut Planung die Umbauarbeiten im Bestandsgebäude aber erst im Sommer 2022 fertig. Dann gibt es in diesem Haus auch noch vier Räume für Vorlaufkurs, Intensiv- und Vorklassen sowie Fachräume für Forschen/Kunst und Musik.

Auch Schulleiterin Christiane Deibert freute sich, dass der lange Stillstand nun vorbei ist, und dankte dem Kreis dafür, dass die Schulgemeinde eng in die Planungen, zum Beispiel beim Innenausbau, eingebunden werde. Auch sei es schön, dass auf dem Schulhof bereits nächstes Frühjahr ein Klettergelände entsteht, um den Hof auch während der Bauphase attraktiv für die Kinder zu machen.

Nach Umzug der Schüler*innen ins neue Gebäude im Herbst 2022 wird der alte Gebäudetrakt A ebenfalls abgerissen. Peu à peu werden zudem parallel zu den Arbeiten an den Häusern ab Frühjahr 2022 die Außenanlagen neu gestaltet. Komplett fertig soll alles im Sommer 2023 sein.

Der Um- und Neubau an der Wilhelm-Arnoul-Schule kostet rund 18 Millionen Euro. „Wenn alles fertig ist und Corona uns nicht einen Strich durch die Rechnung macht, werden wir am Abschluss der Arbeiten eine weitere Vorzeigeschule des Kreises in Walldorf haben“, sagte Landrat Thomas Will am Dienstag. Er warb bei dieser Gelegenheit angesichts der Millionen-Investitionen des Kreises in Bildung und Schule – zu denen auch die Subventionierung einer gesunden, möglichst biologisch und regional produzierten Mittagsverpflegung zählt – um Verständnis für die Anhebung der Schulumlage. Die Kommunen, die Schulen und vor allem die Kinder und ihre Familien bekämen viel zurück für diesen finanziellen Einsatz.

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