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„Wir finden eine tragfähige Lösung“

Landrat Thomas Will zur Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule

KREIS GROSS-GERAU – „Der Kreis wird den Verein nicht im Regen stehen lassen“ – mit diesem klaren Bekenntnis stellt sich Landrat Thomas Will in der aktuellen Diskussion um die Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) hinter den TSV Ginsheim. „Wir wissen, dass die kleine Halle nicht saniert werden kann“, sagte der Landrat. „Die alte Einfeldhalle wird so lange betrieben werden können, bis klar ist wo und wie die neue Halle gebaut wird. Ein Abriss in 2022 ist deshalb weder angedacht, noch aus heutiger Sicht möglich“, sicherte der Landrat zu.  

Alle Vereine im Kreis Groß-Gerau sollen auch künftig ausreichend Platz in unseren Hallen haben, so der Landrat, der das Engagement des Kreises für seine Vereine unterstrich: „Es wird auch weiterhin keine Hallengebühren geben. Im Gegensatz zu vielen anderen Kreisen und Städten. Vereinsförderung ist aktive Jugendarbeit – und dieser Punkt ist für uns als Zuwachsregion besonders wichtig, da viele weitere Kinder zu uns kommen werden“, so Will. 

Bereits vor mehr als zehn Jahren hat der Kreis gegenüber der Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg kommuniziert, dass die kleine Halle an der ASS nicht saniert werden soll. Gründe dafür waren die nicht normgerechten Maße der Spielfläche und der vergleichsweise hohe Aufwand einer Sanierung gegenüber einem möglichen Ersatzbau. „Kreis und Gemeinde wollen und werden eine tragfähige Lösung für den Schul- und Vereinssport finden“, sicherte Will zu. Mögliche Basis sei eine Vereinbarung für die kommunale Halle in unmittelbarer Nachbarschaft, sei es über einen Investitionszuschuss oder durch Beteiligung an den laufenden Kosten. 

Unmittelbar mit der Lösung dieser Frage sei aber die Entwicklung der ASS verknüpft. Der Raumbedarf wird steigen, wenn die pädagogische Entwicklung zu einer Ganztagsschule oder einer Grundschule mit Ganztagsangebot vollzogen werde. Im Gegensatz zu anderen Grundschulen im Kreis sei dieser Prozess schulintern aber noch nicht abgeschlossen. „Für den Kreis war und ist es aber immer wichtig gewesen, einer Schule kein Konzept „aufzudrücken“, sondern den räumlichen Bedarf nach dem pädagogischen Konzept auszurichten“, so der Landrat. 

Diesen Weg hat die Schule seit etwa zwei Jahren eingeschlagen. Nach Beschluss (der Schulgremien) über das Konzept und nach Genehmigung durch das Land (Staatliches Schulamt) kann der Kreis ein Planungsbüro beauftragen um den räumlichen Bedarf auf dem vorhandenen Grundstück planerisch zu realisieren. Ob und wie dies dann aussieht, kann heute nicht abschließend beurteilt werden. Viel spricht aber dafür, dass entweder der Platz der alten Einfeldhalle oder das Gelände bzw. das Gebäude der alten Hausmeisterwohnung darin einbezogen sein muss. 

Vor diesem Hintergrund bemüht sich der Kreis seit längerer Zeit – in Gesprächen mit der Stadt – die Verfügungsgewalt über das Hausmeisterhaus/Fläche zu bekommen. Diese Gespräche laufen jedoch weiter. „Zudem finden im Februar

weitere Gespräche mit der Stadt, am 14.2. auch ein Gespräch zwischen Landrat und Bürgermeister statt.“ Im März soll dann ein weiteres Gespräch mit dem Verein folgen, nachdem der Landrat bereits im vorigen Jahr darüber mit dem stellv. Vorsitzenden des TSV gesprochen hat. 

„Unabhängig von der Frage des Standortes auf dem Grundstück muss die Frage der Finanzierung geregelt werden, da der Kreis für den Schulsport und die Kommune für den Vereinssport verantwortlich ist“, so Will. „Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: der Kreis baut und die Stadt beteiligt sich – oder umgekehrt – oder: so wie im vergangenen Jahr mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins und dem Leiter des Sportamtes beim Kreis einmal angedacht: der Verein baut und kann dafür (im Gegensatz zu Stadt und Kreis) Landeszuschüsse bekommen – und die Stadt sowie der Kreis beteiligen sich daran finanziell.“ „Schon heute steht dafür bei uns ein Ansatz von einer Million Euro zur Verfügung.“  Welcher der Wege jetzt „wie“ eingeschlagen werden soll, „werden und können wir in den nächsten Monaten problemlos regeln“, so Will. Für den Kreis gehe es bei der Umsetzung um das „wie“ und nicht um das „ob“ – sagte Landrat Thomas Will. Er sieht den Schul- und Vereinssport als kollegialen Partner: „Schließlich geht es um eines: um die Gesundheit unserer Kinder.“  

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