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„Wir dürfen nicht zu sorglos sein“

Corona: Inzidenz steigt über 20 – Appell des Landrats

KREIS GROSS-GERAU – Im Kreis Groß-Gerau gibt es am heutigen Donnerstag im Vergleich zum Vortag 20 mit dem SARS-CoV-2-Virus Infizierte mehr. Damit steigt die Zahl der Corona-positiv getesteten Menschen wie schon in den vergangenen Tagen weiter an. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt aktuell bei 23,5; sie beschreibt die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner*innen innerhalb der vergangenen sieben Tage. Somit befindet sich der Kreis in der zweiten Stufe des Eskalationskonzepts des hessischen Sozialministeriums, wonach erhöhte Aufmerksamkeit geboten ist und gegebenenfalls über bedarfsgerecht angepasste Maßnahmen entschieden werden muss. 

Aktuell plant der Kreis keine neuen Allgemeinverfügungen, wie Landrat Thomas Will mitteilt: „Wir werden die Entwicklung zunächst über das kommende Wochenende beobachten. Wir sind immer in der Lage, flexibel auf die Entwicklung bei den Infizierten-Zahlen zu reagieren. Es ist aber nicht sinnvoll, ständig neue Regelungen zu verfügen, die möglicherweise nach wenigen Tagen wieder zurückgenommen werden müssten, weil die Inzidenz rasch wieder unter 20 fällt.“ 

Derzeit gibt es auch keinen Anlass, punktuell einzugreifen, denn zum einen treten zusätzliche Fälle überall im Kreis auf (wenn auch verstärkt im Nordkreis). Zum anderen gibt es keine Hotspots, wie zum Beispiel Schulen, Kindergärten, Altenheime oder Flüchtlingsunterkünfte. Das Infektionsgeschehen spielt sich derzeit vor allem innerhalb von Familien ab, ausgelöst durch private Kontakte oder auch Feiern, wie das Kreisgesundheitsamt informiert. 

Daher appellieren Landrat Thomas Will und der Gesundheitsdezernent, Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer, dringend an die Bevölkerung im Kreis Groß-Gerau, sich an die allgemeinen Corona-Regeln zu halten – was bedeutet, Abstand von mindestens 1,50 Meter voneinander zu halten oder, falls dies nicht möglich ist, eine Alltagsmaske zu tragen, und auf häufiges Händewaschen zu achten. „Genauso wichtig ist es, im privaten Umfeld seine Kontakte möglichst gering zu halten. Wir befinden uns immer noch mitten in der Pandemie. Wenn wir trotzdem ohne größere Einschränkungen leben möchten, sollten wir alle aufpassen und private Veranstaltungen mit vielen Menschen möglichst meiden“, betont der Landrat: „Wir dürfen nicht zu sorglos sein und müssen Rücksicht aufeinander nehmen - sonst trifft es am Ende wieder die Allgemeinheit, wenn neue Restriktionen nötig sind.“ 

Die nächste Stufe im Eskalationskonzept des Landes wäre bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von 35 erreicht.

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