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„Wir arbeiten Hand in Hand“

EKBO Astheimer begrüßt Aufbau von Corona-Verdachtsambulanzen

KREIS GROSS-GERAU – Der Erste Kreisbeigeordnete (EKBO) und Gesundheitsdezernent des Kreises Groß-Gerau, Walter Astheimer, begrüßt die Einrichtung von zentralen Sars-CoV-2-Untersuchungsstellen in Hessen. Hessens Sozialminister Kai Klose hatte am Wochenende diesen Schritt angekündigt. „Das ist ein wichtiges Signal: Die verschiedenen Behörden und Institutionen in Hessen, die sich um die Bekämpfung der Coronavirus-Infektion kümmern, arbeiten Hand in Hand“, sagte Astheimer am Montag in Groß-Gerau. „Diese Maßnahme wird Hausärzte und Kliniken entlasten.“  

An den neuen zentralen Untersuchungsstellen, mit deren Aufbau in diesen Tagen begonnen werden soll, können sich dann jene Patienten testen lassen, bei denen ein Arzt einen begründeten Verdacht festgestellt hat. „Im Kreis Groß-Gerau gibt es zum jetzigen Stand, Montag 12 Uhr, einen bestätigten Corona-Fall mit einem sehr milden Verlauf“, sagte Astheimer. „Die neue Infektion stellt Gesundheitsamt und die niedergelassenen Ärzte im Kreis vor große Herausforderungen“, so Astheimer. „Da nehmen wir Unterstützung gerne an.“  

In der vergangenen Woche hatten die Gesundheitsdezernenten der hessischen Landkreise im Hessischen Sozialministerium mit Minister Klose über Wege zum Umgang mit der Infektion gesprochen und dabei unter anderem auch den Vorschlag zum Aufbau zentraler Untersuchungsstellen durch die Kassenärztliche Vereinigung in den Zentralen des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes unterbreitet. „Die Initiative von Landrat Christian Engelhardt und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz aus dem Kreis Bergstraße hat unsere volle Unterstützung gefunden“, sagte Astheimer.  

Das Kreisgesundheitsamt berichtet zudem, dass das Interesse an Testungen auf Coronaviren in der Bevölkerung zunimmt. „Seitdem das Robert-Koch-Institut auch Südtirol zum Risikogebiet erklärt hat, ist die Nachfrage nach Tests deutlich angestiegen“, so Ute Kepper vom Gesundheitsamt. Das Gesundheitsamt macht darauf aufmerksam, dass auch in den neuen zentralen Untersuchungsstellen nur in begründeten Verdachtsfällen Testungen durchgeführt werden. Symptomfreien Reiserückkehrern wird nach wie vor empfohlen, unnötige Kontakte für zwei Wochen zu vermeiden und möglichst zu Hause zu bleiben.  


Informationen für Reiserückkehrer aus Südtirol: 

„Personen, die nach dem 4. März 2020 von einer Reise nach Südtirol zurückgekehrt sind und sich gesund fühlen, empfehlen wir, unnötige Kontakte für zwei Wochen zu vermeiden und möglichst zu Hause zu bleiben“, sagte Ute Kepper vom Gesundheitsamt Groß-Gerau. Wer Krankheitssymptome entwickelt, sollte sich beim Gesundheitsamt melden (06152 989-213), das die Notwendigkeit einer Testung prüft und gegebenenfalls eine Abstrichuntersuchung veranlasst.  

Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass auch ein negatives Testergebnis nicht ausschließt, dass zu einem späteren Zeitpunkt innerhalb der Inkubationszeit die Erkrankung ausbricht. „Deshalb bleibt die Empfehlung, sich möglichst zu Hause zu isolieren, auch dann weiterbestehen“, so Kepper. Die Inkubationszeit ist die Zeit, die vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung vergeht. Sie beträgt bei COVID-19 maximal 14 Tage. Sollten Krankheitssymptome später als 14 Tage nach Rückkehr aus einem Risikogebiet auftreten, weisen sie sicher nicht auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 hin.

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