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Werbung für fairen Handel

Treffen von Rhein.Main.Fair im Kreishaus Groß-Gerau

Auf dem Weg zur fairen Metropolregion: Landrat Thomas Will (Mitte) begrüßte die Akteure aus Politik, Kirche und Entwicklungspolitik im Kreishaus Groß-Gerau. Die Lenkungsgruppe „Rhein.Main.Fair“ erarbeitet Strategien, um den fairen Handel im Bewusstsein der Menschen in der Region noch stärker zu verankern.

KREIS GROSS-GERAU –  Die Menschen in der Metropolregion Rhein-Main noch stärker für fairen Handel und nachhaltigen Konsum zu begeistern – daran arbeitet die Gruppe „Rhein.Main.Fair“. In diesem Verbund sind Akteure aus den Fairtrade-Kommunen der Region, aus Kirche und Entwicklungspolitik vertreten. Jetzt haben sich die Aktiven im Kreishaus in Groß-Gerau zu einem Austausch getroffen. „Wir wollen den Wirtschaftsstandort Rhein-Main beim Thema Fairer Handel nach vorne bringen“, sagte Stefan Leimbach, Sprecher des Fairtrade-Kreises Groß-Gerau

Unterstützung erhalten die Akteure dabei von der Politik. „Es darf nicht sein, dass Menschen irgendwo auf der Welt zu Hungerlöhnen beschäftigt werden, damit andere nach dem Motto ´Geiz ist geil‘ möglichst wenig Geld für Produkte zahlen und auf Kosten von Umwelt und anderen Menschen leben“, betonte Landrat Thomas Will bei der Begrüßung. Will ist überzeugt, dass sich mit dem fairen Handel ökologisch nachhaltige Produktionsstandards erzielen lassen. „Gleichzeitig ist fairer Handel auch ein Beitrag zur regionalen Wirtschaftsförderung.“  

Der Landkreis Groß-Gerau ist nach dem Rheingau-Taunus-Kreis der zweite Kreis in Hessen, der sich mit dem Titel Fairtrade-Town schmücken darf. Und steht damit  in der Metropolregion Rhein-Main nicht alleine da: Insgesamt 43 hessische Kommunen, sechs rheinland-pfälzische und eine bayerische Kommune sind bereits zertifiziert. Auch die Städte Darmstadt, Frankfurt, Aschaffenburg, Mainz und Wiesbaden unterstützen die Kampagne. „Doch wir müssen in der Öffentlichkeit noch präsenter werden“, sagte Landrat Will. Der Hessentag in Rüsselsheim sei eine gute Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen. Am Stand des Kreises gibt es dort am 11. Juni 2017 einen Schwerpunkt zum Thema Fairer Handel.  

Außerdem wird die Gruppe „Rhein.Main.Fair“ einen werbenden Brief an jene Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in der Metropolregion schicken, deren Kommunen sich an der Kampagne Fairtrade-Towns noch nicht beteiligen. „Machen Sie mit – werden auch Sie Fairtrade-Stadt“, heißt es darin. Geplant sind außerdem Workshops für interessierte Kommunen, um in Kooperation zum Beispiel mit dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk EPN Hessen und der Organisation Transfair über die Tragweite des fairen Handels zu informieren.  

Für Oktober 2017 ist ein großes Vernetzungstreffen geplant. „Die Arbeit verstetigen, Bewusstsein dafür zu schaffen und tüchtig die Werbetrommel rühren, das werden die Schwerpunkt für die kommenden Monate sein“, sagte Stefan Leimbach. Zu Hause im Kreis Groß-Gerau steht die Titelerneuerung an: Im November 2015 war Groß-Gerau als “Fairtrade-Kreis“ ausgezeichnet worden. Um den Titel zu verteidigen, sind die Kriterien aus dem ersten Bewerbungsprozess noch einmal zu erfüllen. Dazu müssen beispielsweise in 36 Geschäften und in 18 Restaurants, Kantinen und Cafés des Kreises mindestens zwei fair gehandelte Produkte angeboten werden. Außerdem müssen Schulen, Vereine und Kirchengemeinden an Aktionen zum fairen Handel mitwirken.

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