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Warnstufe Rot im Kreis Groß-Gerau

Corona-Inzidenz überschreitet die Marke von 50:

KREIS GROSS-GERAU – Das Coronavirus breitet sich auch im Kreis Groß-Gerau mit großer Geschwindigkeit aus. Am Sonntag hat der Kreis die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten. Die Sieben-Tages-Inzidenz lag am Sonntag bei 51,1/100.000 Einwohner. „Allein am Samstag hat es 40 neue Infektionsfälle gegeben, die neue Entwicklung ist in der Tat sehr besorgniserregend“, betonten Landrat Thomas Will und der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer nach einer Sitzung des Verwaltungsstabs am Montag.

Der Landkreis hatte vor gut zwei Wochen bereits mit einer Allgemeinverfügung auf weiter ansteigende Infektionszahlen reagiert und so zum Beispiel die Zahl der Gäste bei privaten Feiern in Räumen auf 25 begrenzt. Am Dienstag wolle man außerdem nach Abstimmung mit dem Schulamt, den weiteren Schulträgern sowie den Schulleitungen weitere Regeln und Empfehlungen für den Schulbetrieb nach den Herbstferien bekannt geben.

Astheimer sagte, dass sich der Kreis nun eng mit dem Land Hessen und den anderen Kommunen und Kreisen im Rhein-Main-Gebiet über das weitere Vorgehen abstimmen werde. „Wir leben in enger Nachbarschaft zu den Großstädten Mainz, Wiesbaden und Frankfurt, da muss unser Blick bei der Pandemie-Bekämpfung auch in diese Richtung gehen“, so Astheimer. Private Kontakte im Familien- und Freundeskreis spielten bei den Ansteckungen eine zentrale Rolle, ergänzte Dr. Angela Carstens, die Leiterin des Gesundheitsamts des Kreises Groß-Gerau. Bei den aktuell hohen Fallzahlen werde es immer schwerer, die Infektionswege zurückzuverfolgen, um Infektionsketten zu durchbrechen.

Dr. Carstens hat am Sonntag das Hessische Sozialministerium um Unterstützung durch Bundeswehr und Medizinstudenten bei der Kontaktpersonennachverfolgung gebeten. Außerdem appellierten Will, Astheimer und Dr. Carstens an die Bevölkerung im Kreis, die Pandemie ernst zu nehmen und Vorsichtsmaßnahmen wie die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) zu befolgen. „Es liegt in der Verantwortung aller Bürger*innen, die Weiterverbreitung des Virus zu verlangsamen – wir sollten uns umsichtig verhalten und Situationen mit Infektionsrisiko meiden“, ergänzte Dr. Carstens. Nur so könnten weitere einschränkende Maßnahmen im Lebensalltag jedes Einzelnen vermieden werden.

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