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Warnschilder am Ufer

Kreis-Aktionen für mehr Sicherheit an Gewässern

Sascha Spengler (links) und Jochen Lohr (rechts) von den DLRG-Verbänden im Kreis Groß-Gerau erhielten am Samstag je 1250 Euro von Landrat Thomas Will überreicht. Das Geld soll für Schwimmkurse verwendet werden. Zudem stellte der Landrat bei diesem Termin die neuen Warnschilder für Uferzonen vor. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Zu viele Badeunfälle, zum Teil mit tödlichem Ausgang, geschehen jeden Sommer an Rhein und Main sowie an anderen Gewässern im Kreis Groß-Gerau. So war es leider auch in diesem Jahr. Darum hat der Kreis vor wenigen Wochen eine breit angelegte Aktion gestartet. „Wir möchten informieren, warnen, aufklären und schulen – damit die Menschen bei uns sicher sind“, sagt Landrat Thomas Will. So wurde ein mehrsprachiger Flyer aufgelegt und noch vor den Sommerferien an allen Schulen verteilt, in dem auf die lebensbedrohlichen Gefahren durch Sog, Strudel und Schifffahrt aufmerksam gemacht wird. 

In Absprache mit den Anliegerkommunen sind zudem in den vergangenen vier Wochen bereits 73 neue, zweisprachige Schilder „Achtung“ Lebensgefahr!“ am Ufer gefährlicher und unbewachter Gewässer aufgestellt worden. Am Schluss werden es insgesamt 115 sein. Landrat Thomas Will präsentierte am Wochenende ein paar dieser neuen Schilder am Gernsheimer Rheinufer an der NATO-Rampe. „Der Rhein fließt so schön ruhig, es wirkt alles sehr idyllisch – aber die Menschen, die an den Strand kommen, sollen auf den ersten Blick erkennen, dass sie sich in große Gefahr begeben, wenn sie hier zur Abkühlung ins Wasser gehen“, sagte der Landrat. 

Er dankte allen Beteiligten an der „Aktion Warnschilder“, bei der viele Leute zusammengewirkt haben: von der grafischen Gestaltung über die Absprachen zwischen Naturschutzbehörden, Wasser- und Schifffahrtsamt, Fachbereichen der Kreisverwaltung und Standortkommunen bis hin zum Setzen der Masten und Montieren der Schilder. Letzteres organisierte der AVM Rüsselsheim, für den Geschäftsführer Harald Bott und Fachanleiter Andreas Kibler vom AVM-Projekt UmLand (Umweltschutz und Landschaftspflege) zum Öffentlichkeitstermin an den Rhein gekommen waren. 

„Wir möchten so viel wie möglich tun, um Badeunfälle zu verhindern“, erklärte der Landrat am Samstag beim Ortstermin weiter. So hat ein Projekt der interkommunalen Zusammenarbeit zum Ziel, ein weiteres Hallenbad im Kreis zu bauen. Zudem hat sich gerade eine Arbeitsgemeinschaft innerhalb der Kreisverwaltung gebildet, die bereits jetzt dafür sorgen soll, dass im kommenden Sommer die Freizeitgestaltung an Fluss- und Seeufern geregelter abläuft als manches Mal in diesem sehr speziellen Corona-Jahr. Zu den Maßnahmen könnte etwa zählen, einen zusätzlichen bewachten See im Kreis als Badestelle zu haben, sagte Thomas Will. Weitere Ideen würden in der AG entwickelt. 

Was auf jeden Fall hilft, das oberste Ziel zu erreichen, „dass kein Mensch mehr ertrinkt“, sind Schwimmkurse. Landrat Will möchte dabei die DLRG unterstützen und nutzte den Termin am Wochenende zugleich zu einer Scheckübergabe. Denn der Kreis hat mittlerweile 500 Schlauchschals je fünf Euro verkauft. Der Erlös geht jeweils zur Hälfte an die beiden DLRG-Verbände im Kreis: Jochen Lohr als Kreisverbandsleiter Groß-Gerau und Sascha Spengler, Bezirksleiter Rüsselsheim, nahmen die Umschläge dankend entgegen.

Der Verkauf der Schals für den guten Zweck geht übrigens noch weiter. Die Mund-Nasen-Bedeckungen sind an der Infothek im Groß-Gerauer Landratsamt erhältlich.   

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