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Waldenserschule in Walldorf:

Kreis übergibt Altbau an die Stadt

Zur Übergabe eines Gebäudes der Waldenserschule vom Kreis an die Stadt Mörfelden-Walldorf trafen sich Landrat Thomas Will (Mitte), Bürgermeister Heinz-Peter Becker (rechts) und Erster Stadtrat Burkhard Ziegler in Walldorf. Foto: Stadt Mörfelden-Walldorf

KREIS GROSS-GERAU – Die neue Waldenserschule in Walldorf ist nach den Sommerferien endgültig in Betrieb gegangen, die Außenanlagen sind in Arbeit. Schon 2011 hatten Kreistag und Kreisausschuss mit den Beschlüssen zur Durchführung eines Architektenwettbewerbs festgelegt, dass das alte Gebäude an der Ludwigstraße nach Vollendung des Neubaus an die Stadt Mörfelden-Walldorf zurückfällt. Jetzt ist es endlich so weit: Der Neubau in der Waldstraße ist abgeschlossen, alle „Aufräumarbeiten“ im alten Schulgebäude in der Ludwigstraße sind erledigt. Somit konnte Landrat Thomas Will das Gebäude vereinbarungsgemäß am Montag, 5. November, an Mörfelden-Walldorfs Bürgermeister Heinz-Peter Becker übergeben.  

Das alte Gebäude war aufgrund der Auflagen des Brandschutzes für Schulgebäude, wegen des bestehenden Denkmalschutzes und wegen der Anforderungen moderner Pädagogik nicht mehr als Schulgebäude sanierbar. „Darüber hinaus sollten die beiden Standorte der Waldenserschule sinnvollerweise auf dem Gelände an der Waldstraße zusammengelegt werden“, erinnert Landrat Thomas Will an Gründe für die Entscheidung.            

Die Stadt Mörfelden-Walldorf hat während der Arbeiten am Neubau bereits die notwendigen Schritte für den Umbau des alten Gebäudes zu einer dreizügigen Kinderbetreuungseinrichtung für Kinder unter drei Jahren eingeleitet und die Bauplanungen abgeschlossen, teilt Bürgermeister Heinz-Peter Becker mit.

Im Erdgeschoss wird ein Gruppenraum mit Nebenraum (mit Schlafmöglichkeiten) entstehen, die auch einen behindertengerechte Zugang erhalten. Im Obergeschoss werden es zwei Gruppenräume mit Nebenräumen sein. Im Kellergeschoss wird der Boden tiefer gelegt, um dort künftig Personalräume unterbringen zu können.  

Die geplanten Sanierungsarbeiten umfassen den Einbau von sanitären Einrichtungen mit Wickelvorrichtungen im Erdgeschoss und im Obergeschoss, einer Küche mit Lager und Essraum im Erdgeschoss und den Einbau einer mit Holzpellets betriebenen Fußbodenheizung, erläutert Heinrich Dirks aus dem Stadtplanungs- und -bauamt. Der Austausch der Fenster und Türanlagen ist ebenso erforderlich wie die Dämmung des Gebäudes unter Denkmalsschutzkriterien. Um einen guten Brandschutz für das Gebäude und die künftige Nutzung zu sichern, wird an der Ostseite des Gebäudes ein Treppenturm errichtet, der dann als zusätzlicher Fluchtweg dient.  

Auch an den Außenanlagen gibt es Veränderungen: Die asphaltierte Fläche wird entsiegelt, ein Außenspielbereich angelegt, es werden Spielgeräte montiert und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen. Ein durch Sturmtief „Fabienne“ beschädigter alter Baum muss entfernt werden. Es ist aber vorgesehen, vier neue Bäume zu pflanzen.  

Der Bauantrag für den Umbau und die Sanierung ist bereits eingereicht. Die Bauleistungen sind über das kommunale Vergabezentrum beim Kreis Groß-Gerau beschrieben worden, die Auftragsvergaben werden derzeit vorbereitet. Sie sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen sein, sodass Anfang 2019 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Die Stadt rechnet mit einer Bauzeit von rund zwölf Monaten.  

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