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Vorläufige Eigenverwaltung unter der bisherigen Geschäftsführung angeordnet

Kreisklinik Groß-Gerau GmbH:

  • Das Amtsgericht Darmstadt ordnet auf Antrag der Kreisklinik Groß-Gerau GmbH die vorläufige Eigenverwaltung an. 

  • Der Klinikbetrieb läuft weiterhin und uneingeschränkt fort.

  • Die Kreisklinik Groß-Gerau GmbH hat sich zu diesem Schritt entschieden, um erforderliche Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen anzupacken. 

  • Löhne und Gehälter sind gesichert.

  • Fortführungsprognose positiv, insbesondere mit Blick in den südlichen Teil des Landkreises. 

5. Dezember 2019. 
Die Kreisklinik Groß-Gerau GmbH hat Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das Amtsgericht Darmstadt ordnete dazu am heutigen Tage die vorläufige Eigenverwaltung unter der bisherigen Geschäftsführung an. Dabei wurde Rechtsanwältin Sylvia Rhein (Rhein Rechtsanwälte) zur vorläufigen Sachwalterin bestimmt. Grund für die aktuelle Entwicklung ist die bundesweit schon seit längerer Zeit vorherrschende Herausforderung für im Durchschnitt eher kleine Krankenhäuser sich ausreichend zu finanzieren. 

Aufsichtsratschef Thomas Will hatte bereits in der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass die Kreisklinik Groß-Gerau GmbH in den kommenden Monaten ein Sanierungsverfahren durchlaufen wird. Die vorläufige Sachwalterin Sylvia Rhein sagt: „Vor uns steht eine große Aufgabe, bei der ich grundsätzlich überzeugt bin, dass die Gesellschaft gestärkt hervorgehen kann.“ Die Sachwalterin übernimmt eine Aufsichtsfunktion und hat darüber hinaus die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage des Schuldners zu prüfen. 

Sanierungsexperte Dr. Mark Boddenberg (Eckert Rechtsanwälte) wird das Verfahren insolvenzrechtlich im Rahmen der geplanten Eigenverwaltung begleiten. „Die ersten Tage der Sanierung sind gut angelaufen; wir müssen uns nun schrittweise vorarbeiten,“ so Boddenberg. Er ist erfahrener Klinikexperte und hat bereits eine Vielzahl verschiedener Häuser in Deutschland erfolgreich saniert. 

Um die Restrukturierung mit der nötigen Geschwindigkeit umzusetzen, wird bereits an einem Sanierungskonzept gearbeitet.  „Hier werden wir schon in wenigen Wochen erste Ergebnisse näher vorstellen können“, sagt Geschäftsführerin Prof. Dr. Erika Raab. Nach ihren Plänen soll die Kreisklinik Groß-Gerau zu einem regionalen Versorgungszentrum mit Pflege, Hospiz, Präventions- und Reha-Angeboten sowie Abteilungen der Inneren Medizin, Chirurgie, Notaufnahme, Radiologie und kleiner Intensivstation umgebaut werden.  

Die Löhne und Gehälter sind im vorläufigen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert. Danach wird die Kreisklinik Groß-Gerau GmbH die Gehälter wieder selbst zahlen. Der Patientenbetrieb geht in der gesamten Zeit unvermindert weiter. 

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