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Von Heppenheim nach Frankfurt

Neue Geschäftsstelle der GDI-Südhessen

In der neuen Geschäftsstelle der GDI-Südhessen in Frankfurt kamen zusammen (von links): Prof. Dr. Ulrich Schrader (Vizepräsident für Forschung, Weiterbildung und Transfer an der Frankfurt UAS), Horst Falkenstein (Vorstand GDI-Südhessen), Susanne Egert (bisherige Geschäftsstellenleiterin), Gert Lefèvre (Vorstand GDI-Südhessen), Prof. Dr. Robert Seuß (stellvertretender Vorstand IKGIS), Nicole Šaravanja (Leitung der neuen Geschäftsstelle) und Tamara Simon (Mitarbeiterin in der neuen Geschäftsstelle). Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Die Geodateninfrastruktur Südhessen (GDI-Südhessen) übergab Ende vergangenen Jahres ihre Geschäftsstelle an das Institut für Kommunale Geoinformationssysteme (IKGIS) e.V. in Frankfurt. In der Arbeitsgemeinschaft GDI kooperieren die kommunalen Verwaltungen der Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Hochtaunuskreis, Odenwaldkreis und der Regionalverband FrankfurtRheinMain miteinander; der Kreis Groß-Gerau war Mitbegründer.
Ziel ist es, eine Geodateninfrastruktur in der Region Südhessen aufzubauen und die EU-Richtlinie INSPIRE (Infrastructure for Spatial Information in Europe) zum Aufbau einer GDI in der Europäischen Union umzusetzen. In der Praxis fordert INSPIRE eine einheitliche Beschreibung der Geodaten und deren Bereitstellung im Internet - mit Diensten für Suche, Visualisierung und Download. Auch die Daten selbst müssen in einem einheitlichen Format vorliegen. 

Bislang war die Geschäftsstelle beim Amt für Bodenmanagement in Heppenheim angesiedelt. Mit ihrer neuen Geschäftsstelle legt die GDI-Südhessen den zentralen Dreh- und Angelpunkt vertrauensvoll in die Hände ihres Projektpartners IKGIS, der die GDI-Südhessen bereits seit ihrem Aufbau im Jahr 2005 wissenschaftlich berät und technisch unterstützt. Mit dem Akt der Übergabe der Geschäftsstelle zieht sich das Land Hessen zwar als aktiver Kooperationspartner zurück. Es wird jedoch auch in Zukunft die richtungsweisende und überregional anerkannte Arbeit der GDI-Südhessen tatkräftig unterstützen. 

Die feierliche Übergabe der Geschäftsstelle der GDI-Südhessen an das IKGIS fand an der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS) statt, dem neuen Sitz der Geschäftsstelle der GDI-Südhessen. Prof. Dr.-Ing. Robert Seuß hat dort als stellvertretender Vorstand des IKGIS die Professur für Geoinformation inne: „Die GDI-Südhessen spielt seit ihrer Gründung 2008 deutschlandweit eine Vorreiterrolle in der kooperativen Nutzung kommunaler Geoinformationen. Besonders hervorzuheben sind die GDI InfoTour und der GDI InspireUmsetzer als Services der GDI-Südhessen.“ 

Für das Präsidium der Hochschule begrüßte den Vorstand der GDI-Südhessen Vizepräsident Prof. Dr. Ulrich Schrader. Er hob insbesondere die Bedeutung des Sitzes der Geschäftsstelle an der Hochschule als Kooperationsplattform für Weiterbildung und Transfer hervor. Gert Lefèvre aus dem Vorstand der GDI-Südhessen brachte es auf den Punkt: „Wir freuen uns auf die intensivierte Partnerschaft mit dem IKGIS als wissenschaftliche Institution und die gemeinsame Gestaltung der Geodaten-Zukunft in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main.“  

Hintergrundinformationen:  

Bei der GDI-Südhessen handelt es sich um eine Arbeitsgemeinschaft, in der regionale Kreise (Hochtaunuskreis, Kreis Bergstraße, Kreis Groß-Gerau, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Odenwaldkreis) und der Regionalverband FrankfurtRheinMain miteinander kooperieren. Die GDI-Südhessen wird vertreten durch den Vorstand: Horst Falkenstein für den Hochtaunuskreis und Gert Lefèvre für den Kreis Bergstraße.  

Das IKGIS e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und unterstützt systemneutral bei der Planung, Entwicklung, Einführung und Weiterentwicklung von Informationssystemen. Neben vielfältige Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen verfügt das IKGIS e. V. als wissenschaftlicher Verein über einen fachlich breiten Erfahrungshorizont und vielfältige Forschungs- und Entwicklungskapazitäten. Der Verein wird durch die beiden Hochschulen Technische Universität Darmstadt (TUD) – Geodätisches Institut – und Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) – Labor für Geoinformation – getragen. 

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